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Android Virus

Bereits 2017 entdeckten die Virenanalysten von Doctor Web den Trojaner Android.Triada.231, der direkt in die Firmware einiger Android-Smartphones eingebettet ist. Seitdem hat sich die Liste der infizierten Geräte stetig verlängert und zählt nun 40 Modelle.

Die weite Verbreitung von Android.Triada.231 zeigt, dass einige Hersteller von Android-Geräten keinen großen Wert auf Sicherheit legen und die Einbettung von Schadcode zur gängigen Praxis gehört.

Nachdem Android.Triada.231 letzten Sommer entdeckt wurde, informierte Doctor Web alle betroffenen Hersteller darüber. Trotz der Warnung schafft es der Trojaner nach wie vor, auf neue Smartphone-Modelle zu gelangen. So wurde er zum Beispiel auf dem günstigen Android-Smartphone Leagoo M9 entdeckt. Die Analyse zeigt, dass der Schadcode auf Bitte eines Softwareentwicklers aus Shanghai in die Systembibliothek des Leagoo-Smartphones eingebettet wurde. So konnte sich der Trojaner unbemerkt in die Firmware des Geräts einschleusen.

Funktionsweise von Android.Triada.231:

Android.Triada.231 nistet sich, wie oben beschrieben, schon bei der Herstellung in die Firmware der Smartphones ein. Er infiziert den Prozess einer wichtigen Systemkomponente mit dem Namen „Zygote“, welche beim Startprozess aller Apps beteiligt ist. Ferner dringt der Trojaner in Prozesse anderer Apps ein und ist dann in der Lage, Aktionen ohne Wissen des Nutzers durchzuführen. So kann der Schädling auch andere Malware herunterladen und installieren.

Für Dr.Web Anwender stellt der Trojaner keine Bedrohung dar, da die Dr.Web Android-Produkte alle bekannten Versionen von Android.Triada.231 erkennen. Mit root-Privilegien kann Dr.Web Security Space für Android den Trojaner unschädlich machen. Ohne die root-Privilegien lässt sich die Malware durch die Installation eines neuen, sauberen Android-Images entfernen.

Eine Liste mit den bisher bekannten infizierten Modellen finden Sie hier.
 

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