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Die Migration vom Großrechner auf moderne Server spart der Finanzwirtschaft Millionen Euro.

Die Firma Raincode, Spezialist für die Trans­formation von Großrechner-Anwendungen auf moderne IT-Plattformen, hat eine Expertengruppe zur Unterstützung von Finanzinstituten ins Leben gerufen. Das Unternehmen bietet den IT-Abteilungen der Banken ein umfassendes Set an Softwarewerkzeugen an, um alt­hergebrachten Mainframe-Code ohne Änderungen an der Programmierung auf zukunft­sorientierte Serverplattformen zu migrieren.

Dr. Darius Blasband, CEO bei Raincode, erklärt: „Der Wechsel vom Großrechner zum Server bringt den Finanzinstituten jährliche Kosteneinsparungen in Millionenhöhe, eine vielfach höhere Agilität bei der Weiterentwicklung ihrer IT gemäß aktuellen Marktanforderungen und eine dauerhafte Zukunfts­sicherheit verbunden mit einer deutlich besseren Wettbewerbsfähigkeit.“

Die Raincode-Migration hat sich bereits in zahlreichen Großprojekten bei Finanzinstituten bewährt, darunter beim Rechenzentrum der skandinavischen Banken (Skandinavisk Data Center, SDC), das 122 Finanz­institute mit 7,6 Millionen Kunden bedient. SDC konnte seine Hardwarekosten laut Angaben um mehr als 10 Mio Euro pro Jahr senken, nachdem alle Programme vom Großrechner auf die .Net-Plattform migriert worden waren.

Mehr als 2 Milliarden Euro überwiegend in Cobol vergraben

Der globale Think Tank Diplomatic Council schätzt, dass Unternehmen und öffentliche Verwaltungen allein in Europa in den vergangenen Jahrzehnten über 2 Milliarden Euro in Bestandsapplikationen vor allem in der Mainframe-Programmiersprache Cobol investiert haben, die dringend auf eine moderne Basis umgestellt werden müssen. Mehr als 20 Prozent davon sollen auf die Finanzwirtschaft entfallen.

„Die meisten CIOs haben beim Jahrtausendwechsel zum letzten Mal ihre Mainframes in Frage gestellt und sich seitdem mit den ausufernden Kosten arrangiert. Heute, 15 Jahre nach dem Jahr 2000, ist es dringend Zeit, den Technologiewechsel zu vollziehen. Neben dem Kostenklotz erweist sich der Mainframe nämlich auch immer stärker als Innovationsbremse, der einer agilen IT im Wege steht“, erläutert Hans de Lange, Manager Business Development bei Raincode für Deutschland, Österreich und die Schweiz (DACH). Der Druck wächst auch, weil neue Compliance-Erfordernisse immer mehr Anpassungen unumgänglich machen.

„Never change the existing Code“

Das Credo der Raincode-Migration lautet: „Never change the existing Code“. Das bedeutet, dass die Modernisierung der Anwendungsplattform erfolgt, ohne dass der Mainframe-Code auch nur minimal geändert werden müsste. Das unterscheidet den Raincode-Ansatz von anderen Anbietern, deren Tools Programmierer bei der Anpassung von Programmcode unterstützen, aber eben genau durch den manuellen Eingriff in den Code auch mit entsprechenden Kosten und Risiken behaftet sind. Der Raincode Stack stellt mittels Compilern und Emulatoren eine Umgebung für Mainframe Cobol-, PL/I- und CICS-Applikationen für Microsofts .Net-Plattform bereit.

„Wir garantieren eine 100 % automatische Migration von Cobol- und PL/I-Applikationen vom Mainframe nach .Net, ohne dass eine Zeile Programmcode geändert werden muss“, sagt Raincode-Marktentwickler Hans de Lange: „Der Code für die neue Plattform ist identisch mit dem Mainframe-Code, so dass die identische Funktionalität gewährleistet ist“. Die Daten können entweder (vorläufig) in DB/2 auf dem Mainframe verbleiben oder in SQL Server übernommen werden, ohne dass Programmänderungen notwendig werden. Die Integration der alten Legacy-Softwarekomponenten in eine neue .Net- oder Azure-Umgebung ist damit problemlos möglich.

Cobol-Compiler zum Download

Als Einstieg für interessierte Anwender bietet Raincode einen Cobol-Compiler an. Dieser unterstützt exakt die Mainframe Cobol-Syntax und alle Datentypen sowie das Verhalten bis ins kleinste Detail. Der Compiler soll unter www.raincode.com zum kostenfreien Download bereit stehen.

Die Forderung vieler CIOs nach einer verstärkten Cobol-Ausbildung an den Hochschulen hält Dr. Darius Blasband zwar für „nachvollziehbar, aber illusorisch“. Nur bei gut einem Viertel aller akademischen Institutionen mit Programmierausbildung steht Cobol überhaupt auf dem Lehrplan.

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