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Android

Quelle: rafapress / Shutterstock.com

Haben Sie sich schonmal gefragt, was Android-Apps auf Ihrem Handy alles anstellen? mediaTest hat den Test gemacht und gewährt einen Einblick in die Datenbank: Die Sicherheitsexperten haben Hunderttausende Android-Appversionen datenschutztechnisch unter die Lupe genommen.

  • 82% der Apps nutzen keine verschlüsselten Verbindungen
  • 64% der Apps tracken Nutzer:innendaten
  • 58% der Apps greifen auf den Standort zu
  • 9 von 10 Unternehmen waren 2020 und 2021 von Cyber-Angriffen betroffen
  • Statistische Auswertungen zeigen Datenhunger der Apps

mediaTest digital zieht Bilanz: Die Security Experts haben knapp 360 Tausend Android-Appversionen datenschutztechnisch unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse verdeutlichen leider: Die Android-Apps nehmen es nicht allzu genau mit dem Datenschutz der Nutzer:innen. Die Apps von Android schneiden in vielen Punkten sogar noch schlechter ab als die iOS-Versionen, die die Sicherheitsexperten erst kürzlich geprüft haben.

Tausende Android-App-Versionen im Datenschutz-Test

Täglich erscheinen hunderte neue Apps in den App-Stores. Die Corona-Pandemie hat diesen Umstand gesteigert und sowohl die Digitalisierung als auch die Ausbreitung von Apps stark vorangetrieben. Um hierbei nicht den Überblick zu verlieren und sich für mobile Datenschutz-Gefahren zu sensibilisieren, erlaubt mediaTest digital einen Einblick in die Datenbank. Der App-Katalog umfasst ca. 360.000 Android-App-Versionen. Die Auswertung dieser Daten bietet somit eine repräsentative und spannende Übersicht über das Verhalten und den Datenhunger von Apps.

Ergebnisse der Datenschutz-Analyse

Die Ergebnisse der Datenschutz-Prüfung sind erschreckend. So ergaben die Tests, dass 82% der Android-Apps keine Verschlüsselungen für einige oder für alle aufgebauten Verbindungen nutzen. Normalerweise sollten mehr als 99 Prozent der Apps verschlüsselt – und somit sicher – kommunizieren. Das Abgreifen von sensiblen Daten durch unbefugte Dritte stellt bei einer Vielzahl von Apps somit ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko dar. Unter Anbetracht dieser potenziellen Sicherheitslücke ist folgende Information noch kritischer zu beurteilen: 64% der getesteten Android-Anwendungen tracken Nutzer:innendaten wie Name, Email, Adresse und Nutzungsgewohnheiten. Dies geschieht über das Analysetool Google Firebase Analytic.

Kritisch zu betrachten sind außerdem Zugriffsberechtigungen, die Android-Apps anfordern. So fragen 70% der getesteten Android-Apps eine Liste aller installierten Apps auf dem Gerät ab. Und auch die Kontaktdaten – darunter auch SMS – erfasst mehr als die Hälfte aller Android-Apps (54%). Somit können viele Apps nicht nur die Daten des Nutzers, sondern auch die Daten unbeteiligter Anderer einsehen. Besorgniserregend ist weiterhin, dass 58% der Android-Apps auf den aktuellen bzw. den zuletzt bekannten Standort der Nutzer:innen zugreifen. 40% der getesteten Anwendungen verschafft sich zudem Zugang zu den WLAN-Einstellungen.

Schützen Sie sich vor mobilen Gefahren!

Die Statistiken zeigen deutlich, dass der Datenhunger der Apps größer ist als viele zunächst annehmen. Insbesondere Unternehmen müssen sich über diesen Umstand bewusst sein und sensible Geschäftsinformationen vor unbefugtem Zugriff und Manipulation schützen. In den Jahren 2020 und 2021 waren bislang neun von zehn Unternehmen von Datenklau, Spionage und Sabotage betroffen. Durchschnittlich verursachte ein Datenverlust dabei 900.000 Euro Schaden. Es empfiehlt sich deshalb der Einsatz einer Mobile-Security-Lösung wie APPVISORY, die sowohl Android-Apps als auch iOS-Anwendungen in einer Positiv- und Negativliste (Black- und Whitelist) anordnet und Mitarbeitende unmittelbar über mögliche Risikopotenziale informiert. So haben Unternehmen die Chance, ungewollten Datenabflüssen präventiv aus dem Weg zu gehen.

https://appvisory.com/
 


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