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Netzwerksicherheit

In einer Welt, in der grobe Datenschutzverletzungen zur Norm geworden sind, ist Cybersicherheit für Unternehmen jeglicher Größenordnung und jeder Branche zur Priorität geworden. Es scheint kaum eine Woche zu vergehen, ohne dass von einem weiteren Cyberangriff in den Medien berichtet wird.

Unternehmen sind deshalb gezwungen, in Next-Generation-Technologien zu investieren, um ihre Infrastruktur und kritische Daten zu schützen.

Network Security Policies sind eine geeignte Maßnahme für den Schutz von Unternehmen. Denn die Richtlinien stellen sicher, dass nur bestimmten Personen der entsprechende Zugang zu Informationen gestattet wird. Das Unternehmen ist dadurch in der bestmöglichen Lage, Richtlinienverstöße zu verhindern. Es gibt jedoch einige Stolperfallen, derer sich Unternehmen bei der Implementierung ihrer Sicherheitsrichtlinien bewusst sein sollten. Ansonsten laufen sie Gefahr, Opfer eines Cyberangriffes zu werden. Doch worauf sollte man achten?

Keine umfassende Einsicht in das Netzwerk

Einer der größten Fehler, die Unternehmen bei der Konfiguration von Network Security Policies begehen, ist Richtlinien zu implementieren, ohne eine völlige Einsicht in das Netzwerk zu haben.

Unternehmensnetzwerke sind heutzutage umfangreich und komplex. Organisationen haben daher häufig Schwierigkeiten, einen vollständigen Einblick und Überblick zu erhalten und werden damit bei der Einführung starker Richtlinien beeinträchtigt. Dies ist auch der Fall, wenn Richtlinien für das gesamte Netzwerk geändert werden müssen. Wird beispielsweise eine Richtlinie geändert, könnte dies zur Folge haben, dass die Sicherheit an anderer Stelle beeinträchtigt wird. Durch die Integration einer zentralisierten Lösung, die sich über die gesamte Technologiearchitektur hinweg erstreckt, kann das zuständige Sicherheitsteam alle Unternehmensrichtlinien über eine einzige Konsole verwalten und die möglichen Auswirkungen von Richtlinienänderungen erkennen, noch bevor sie vorgenommen werden. Es ist schwierig, etwas zu verwalten, das nicht greifbar ist. Der erste Schritt ist also der vollständige Einblick in das Netzwerk.

Die falschen Network Security Policies

Nichtsdestotrotz sollten die Security-Richtlinien auch für das jeweilige Unternehmen passen. Denn werden Richtlinien implentiert, die das Unternehmen zwar schützen aber behindern, nützt das wenig.

Unternehmen sind sich bewusst, dass sie die Schutz-Maßnahmen einhalten müssen. Werden sie durch diese jedoch bei der Nutzung von Anwendungen gehindert, die zur Erledigung der Aufgaben erforderlich sind, werden sie Wege finden, diese Richtlinien zu umgehen. Die Lösung besteht darin, Transparenz zu schaffen, wie die Anwendungskonnektivität in Abstimmung mit den zugrunde liegenden Sicherheitsrichtlinien des Netzwerks aufrechterhalten wird. So wird sichergestellt, dass das Unternehmen und das Sicherheitsteam stets aufeinander abgestimmt sind. Unternehmen müssen Einblick in die Vernetzung der Anwendungen untereinader haben, um die Auswirkungen von Änderungen der Netzwerkrichtlinien verstehen zu können.

Ungepatchte Sicherheitslücken

Cyberangriffe werden immer ausgefeilter und neue Varianten bekannter sowie unbekannter Bedrohungen werden mit alarmierender Geschwindigkeit entdeckt. Allein im vergangenen Jahr wurden täglich (!) rund 360.000 neue schädliche Dateien entdeckt. Gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Zuwachs um 11,5 Prozent. Unternehmen müssen folglich ihre Netzwerkrichtlinien auf dem neuesten Stand halten: regelmäßig Patches einspielen und Systemanalysen durchführen, die ein zentralisiertes Managementsystem erfordern, das die gesamte IT-Umgebung abdeckt. Denn Hacker sind ständig auf der Suche nach Schwachstellen. Deshalb können Unternehmen – unabhängig von der Größe und Branche – es sich nicht leisten, Lücken ungepatcht zu lassen.

Starre Praktiken

Die richtige Balance zwischen Sicherheit und Komfort zu finden, ist nicht leicht – aber entscheidend dafür, dass die Richtlinien eingehalten werden. Alle Prozesse, die die Agilität eines Unternehmens oder die Fähigkeit eines Mitarbeiters, seine Arbeit zu verrichten, behindern, werden früher oder später übersehen oder ignoriert.

Eine weitere Gefahr besteht darin, dass Mitarbeiter eine Möglichkeit finden, diese zu umgehen, was möglicherweise ernsthafte Auswirkungen auf Sicherheit und Compliance haben kann. Dies ist der Zeitpunkt, an dem die sogenannte ,Shadow IT‘ ins Spiel kommt: Mitarbeiter nutzen Anwendungen ohne Wissen oder Kontrolle durch das Unternehmen. Laut einer Umfrage gaben 78 Prozent der IT-Profis an, dass ihre Endnutzer nicht genehmigte Cloud-Dienste eingerichtet haben, die ein potenzielles, unkontrolliertes Risiko darstellen.

Organisationen sollten daher über Tools verfügen, die die Einhaltung und Verwaltung von Security-Richtlinien so einfach wie möglich machen. Alles, was die Arbeitsweise der Angestellten ändert oder zu einer mangelnden Agilität des Unternehmens führt, ist kontraproduktiv. Erhöhte Sicherheit verbunden mit Business Agility sollten das Ziel einer jeden Organisation sein.

Automatisierung außer Acht lassen

Da Netzwerksicherheit und Compliance in nahezu allen Bereichen komplexer geworden sind, spielt Automatisierung eine zentrale Rolle. Es gibt schlichtweg zu viele Änderungsanfragen an immer heterogenere Netzwerke, die von Sicherheitsteams manuell überwacht werden müssen. Es besteht also immer ein erhöhtes Risiko des menschlichen Versagens – und damit der Bloßstellung des Unternehmens. Automatisierung ist daher ein wesentliches Instrument, um mit diesem Grad an Veränderung und Komplexität Schritt zu halten.

Zudem spielt die Automatisierung auch bei der Verwaltung der Netzwerksicherheitsrichtlinien und der fortlaufenden Compliance eine tragende Rolle. Eine richtlinienbasierte Automatisierung stellt sicher, dass ein Unternehmen zu jedem Zeitpunkt interne, externe und branchenspezifische Regularien einhält. Das bedeutet jedoch auch, dass die Steuerungsebene auf neue Richtlinien angepasst und dann diese sofort über das Netzwerk implementiert werden kann. Dadurch kann das Sicherheitsniveau durch Anpassungen weiter angehoben und als Business-as-usual-Aufgabe bereitgestellt werden. Durch die entsprechende Verbindung von Sicherheit und Prozessen können Unternehmen ihre Abwehr gegen sich ständig weiterentwickelnde Bedrohungen erheblich verbessern - und die Sicherheitslage dauerhaft optimieren.

Das IT-Personal kommt oft an seine Grenzen. Network Security Operations können sich zu richtlinienbasierter Automatisierung wandeln, um die Komplexität zu verringern und die Visibilität zu erhöhen. Zudem werden dadurch Ressourcen frei, um sich auf komplexere Aufgaben zu konzentrieren und so die betriebliche Effizienz zu verbessern.

Pierre Visel, Director Central Europe bei Tufin

www.tufin.com
 

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