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Facebook

Quelle: rvlsoft / Shutterstock.com

Die Wellen um den Datenskandal bei Facebook schlagen immer höher: die Verwendung der Daten von ca. 50 Millionen Nutzern für die Wahlkampagne des US-Präsidenten Donald Trump, Einflussnahme auf das Votum beim Brexit, systematische Datenerfassung seit 2015, so lauten die Vorwürfe.

Als Drahtzieher hinter allem steht vermutlich die britische Firma Cambridge Analytica. Nach Ansicht von Experten soll Facebook von der unerlaubten Erfassung und Verwertung von Nutzerdaten gewusst und sie toleriert haben. Dafür steht das Netzwerk derzeit massiv unter politischer Kritik. Firmengründer Mark Zuckerberg wird sich deshalb am 12. April 2018 vor dem US-Kongress zu dem Skandal äußern, auch die britische Regierung und das EU-Präsidium haben Zuckerberg unter anderem vorgeladen. Zwar will Facebook Konsequenzen aus der Daten-Affäre ziehen und die Zugangsdaten der Nutzer künftig besser schützen. Doch aus Sicht des Clusters IT Mitteldeutschland e. V. sind im Moment keine wirklich effektiven Schutzmechanismen zu erwarten.

„Datenschutz ist ein Thema, das in Übersee keine übermäßige Bedeutung erfährt. Es gibt bisher weder ein umfassendes Bewusstsein für den sensiblen Umgang mit Informationen in der Öffentlichkeit noch eine effektive rechtliche Verankerung von Datenschutz. Das in den USA ansässige Unternehmen Facebook folgt dieser Mentalität des eher lockeren Umgangs mit Nutzerdaten. Praktisch bedeutet dies, dass Daten auf Facebook nicht sicher sind“, sagt Andreas Vierling, Geschäftsführer des Clusters IT Mitteldeutschland e. V. Gerade auch für Unternehmen, die Facebook zur Vermarktung und Öffentlichkeitsarbeit nutzen, hat das Konsequenzen. Andreas Liefeith, Leiter des Arbeitskreises IT-Sicherheit im Cluster IT Mitteldeutschland und Leiter Marketing der procilon GROUP: „Wer den kostenlosen Service einer Präsenz auf Facebook nutzt, muss sich darüber im Klaren sein, dass er dabei mit Daten und Informationen bezahlt. Unternehmen, die für ihre Marketing-Aktivitäten das Soziale Netzwerk verwenden wollen, sollten abwägen, ob die Veröffentlichung den erwünschten Nutzen bringt und sie bereit sind, den Preis zu zahlen. Fällt dennoch die Entscheidung für einen Auftritt in dem Netzwerk, gilt es, sich sehr ernsthaft gedanklich und praktisch mit dem Thema auseinanderzusetzen.“

Denn an dem grundsätzlichen Geschäftsmodell wird sich nichts ändern, ließ Firmenchef Zuckerberg vor einigen Tagen im Interview deutlich erkennen. Schließlich basiert die wirtschaftliche Existenz des Netzwerkes auf der Sammlung und Verwertung von Daten der Nutzer und deren Beziehungen untereinander. Wer auf der Plattform präsent ist, stimmt dem über das Anerkennen der AGB zwangsläufig zu. Dessen müssen sich Nutzer gerade auch im Unternehmensbereich bewusst sein. Grundsätzlich sollten daher in Sozialen Netzwerken nur Informationen verbreitet werden, die ohnehin für die Öffentlichkeit gedacht sind und nicht in den sensiblen Bereich fallen.

Künftig steigt der Druck auf Facebook, das Thema Datenschutz in Europa ernster zu nehmen als bisher und sein Angebot an die Gesetzmäßigkeiten innerhalb der EU anzupassen. Da das Soziale Netzwerk Dienste auf den EU-Binnenmarkt anbietet, gilt der EU-Datenschutz. Geregelt wird dieser durch die 2016 verabschiedete die EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Allerdings besteht noch eine Übergangsfrist bis 25. Mai 2018, bis die neue Verordnung bindend wird. Danach könnte Facebook mit vier Prozent des weltweiten Konzernumsatzes für solche Verstöße oder mangelhafte Vorkehrungen sanktioniert werden.

www.it-mitteldeutschland.de
 

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