Datenschutzverletzungen und Komplexität in der Cloud nehmen zu 

Der von 451 Research, einem Teil von S&P Global Market Intelligence, durchgeführte Thales Cloud Security Report 2022 zeigt, dass 35 % (36 % in Deutschland) der Unternehmen in den letzten zwölf Monaten von einer Cloud-basierten Datenschutzverletzung oder einem fehlgeschlagenen Audit betroffen waren. Das entspricht einem Anstieg von 5 % gegenüber dem Vorjahr und verstärkt die Sorge um den Schutz sensibler Daten vor Cyberkriminellen. 

Weltweit nimmt die Cloud-Nutzung und insbesondere die Multi-Cloud-Nutzung weiter zu. Im Jahr 2021 nutzten Unternehmen weltweit durchschnittlich 110 Software-as-a-Service (SaaS)-Anwendungen, verglichen mit nur acht im Jahr 2015, was einen erstaunlich schnellen Anstieg darstellt. Die Nutzung mehrerer IaaS-Anbieter hat deutlich zugenommen: Fast drei Viertel (72 %) der Unternehmen nutzen mehrere IaaS-Anbieter, im Jahr zuvor waren es noch 57 %. Die Nutzung mehrerer Anbieter hat sich im letzten Jahr fast verdoppelt: Einer von fünf (20 %) Befragten gab an, drei oder mehr Anbieter zu nutzen. 

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Trotz der zunehmenden Verbreitung und Nutzung von Cloud-Diensten haben Unternehmen gemeinsame Bedenken hinsichtlich der zunehmenden Komplexität von Cloud-Diensten. Die Mehrheit (51 %, 48 % in Deutschland) der IT-Fachleute ist der Meinung, dass es komplexer ist, den Datenschutz in der Cloud zu verwalten. Darüber hinaus wird auch der Weg in die Cloud komplexer. Der Prozentsatz der Befragten, die angaben, dass sie mit der einfachsten Migrationstaktik, dem „Lift and Shift“, rechnen, sank von 55 % im Jahr 2021 auf derzeit 24 % (25 % in Deutschland).

Sicherheitsherausforderungen der Multi-Cloud-Komplexität 

Mit zunehmender Komplexität steigt auch der Bedarf an robuster Cybersicherheit. Auf die Frage, wie viel Prozent ihrer sensiblen Daten in der Cloud gespeichert sind, antwortete eine solide Mehrheit (66 %, 71 % in Deutschland) mit 21-60 %. Allerdings gab nur ein Viertel (25 %) an, dass sie alle Daten vollständig klassifizieren können.

Darüber hinaus gab fast ein Drittel (32 %) der Befragten an, dass sie eine Behörde, einen Kunden, einen Partner oder ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über eine Datenschutzverletzung benachrichtigen mussten. Dies sollte für Unternehmen mit sensiblen Daten ein Grund zur Sorge sein, insbesondere in stark regulierten Branchen. 

Auch Cyberangriffe stellen ein ständiges Risiko für Cloud-Anwendungen und -Daten dar. Die Befragten berichteten über eine zunehmende Prävalenz von Angriffen, wobei ein Viertel (26 %) eine Zunahme von Malware, 25 % von Ransomware und ein Fünftel (19 %) eine Zunahme von Phishing/Whaling feststellten. 

Schutz sensibler Daten

Wenn es um den Schutz von Daten in Multi-Cloud-Umgebungen geht, betrachten IT-Fachleute die Verschlüsselung als eine wichtige Sicherheitskontrolle. Die Mehrheit der Befragten nannte Verschlüsselung (59 %, 60 % in Deutschland) und Key Management (52 %, 44 % in Deutschland) als die Sicherheitstechnologien, die sie derzeit zum Schutz sensibler Daten in der Cloud einsetzen.

Auf die Frage, wie viel Prozent ihrer Daten in der Cloud verschlüsselt sind, gab jedoch nur einer von zehn (11 %, auch 11 % in Deutschland) der Befragten an, dass zwischen 81 und 100 % verschlüsselt sind. Darüber hinaus kann die ausufernde Nutzung von Plattformen für Key Management ein Problem für Unternehmen darstellen. Nur 10 % der Befragten nutzen ein bis zwei Plattformen, 90 % nutzen drei oder mehr, und fast jeder Fünfte (17 %) gab an, acht oder mehr Plattformen zu nutzen.

Die Verschlüsselung sollte für Unternehmen ein vorrangiger Bereich sein, wenn es um die Sicherung von Daten in der Cloud geht. Tatsächlich gaben 40 % der Befragten an, dass sie das Meldeverfahren für Datenschutzverletzungen vermeiden konnten, weil die gestohlenen oder durchgesickerten Daten verschlüsselt oder tokenisiert waren, was den greifbaren Wert von Verschlüsselungsplattformen verdeutlicht.

Darüber hinaus ist es ermutigend zu sehen, dass es Anzeichen dafür gibt, dass sich Unternehmen Zero Trust zu eigen machen und entsprechend investieren. Fast ein Drittel der Befragten (29 %, 27 % in Deutschland) gab an, dass sie bereits eine Zero-Trust-Strategie verfolgen, ein Viertel (27 %, 31 % in Deutschland) gab an, dass sie eine solche Strategie evaluieren und planen, und 23 % (24 % in Deutschland) gaben an, dass sie sie in Erwägung ziehen. Dies ist ein positives Ergebnis, jedoch gibt es sicherlich noch Raum für Wachstum.

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