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Datenschutz

Anlässlich des dritten Jahrestags der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) haben die Datenschutzexperten von heyData eine Studie veröffentlicht, die Erkenntnisse über das aktuelle Datenschutzniveau der europäischen Länder liefert. 

Der direkte Ländervergleich zeigt außerdem, wo wichtige Datenschutzmaßnahmen in der freien Wirtschaft besonders weit verbreitet sind und gibt eine Einschätzung über die Datenschutz-Kompetenz unter Privatpersonen. Auch Datenschutzverstöße und deren Sanktion durch Bußgelder wurden in der Studie berücksichtigt.

Deutschland schneidet insgesamt gut ab und belegt mit 80,3 von 100,0 möglichen Punkten den zweiten Platz im europäischen Datenschutz-Ranking. Besonders hervorgehoben werden muss die vergleichsweise hohe Zahl der aufgedeckten Datenschutzverstöße. 77.747 Verstöße wurden seit der Einführung der DSGVO im Mai 2018 registriert. Damit rangiert Deutschland unangefochten an der Spitze Europas. Ein klares Zeichen für eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Datenschutz innerhalb der Bundesrepublik. Dies spiegelt auch die Summe der verhängten Bußgelder wider. In den letzten drei Jahren hat Deutschland knapp 69 Millionen Euro in Form von Bußgeldern verhängt.

Obwohl Deutschland konsequent gegen Datenschutzvergehen vorgeht, haben die deutschen Verbraucher durchaus auch Angst vor Datenmissbrauch. 70 Prozent der Bevölkerung befürchten, dass Ihre Daten in falsche Hände gelangen könnte, wie die Studie zeigt.

“Im europäischen Vergleich verhalten sich Firmen in Deutschland zum großen Teil sehr vorbildlich. Das ist allerdings auch notwendig. Die Strafverfolgung in Deutschland wird streng gehandhabt. Wir sehen während der Pandemie einen deutlichen Anstieg an Verstößen und auch Bußgeldern. Gerade Unternehmen, die den Online-Handel während der Pandemie für sich neu entdeckt haben, sollten unbedingt sicherstellen, von vornherein DSGVO-konform zu arbeiten”, so Milos Djurdjevic, CEO und Gründer von heyData.

Weitere Erkenntnisse:

  • Die meiste Angst vor Datenmissbrauch haben Menschen in Irland. Dort haben 83 Prozent der Bevölkerung Angst, dass ihre Daten in falsche Hände gelangen. Deutschland rangiert mit 70 Prozent etwas Abstand aber auf Rang 2.

  • Trotz verbreiteter Angst vor Datenmissbrauch, schützen sich nur 18 Prozent der Deutschen durch den Einsatz von Anti-Tracking Software.

  • Italien und Deutschland verhängen mit Abstand die meisten Bußgelder bei Verstößen gegen die DSGVO.

  • Den größten Rückgang an Datenschutzverstößen im Pandemie-Jahr verzeichnete das Vereinigte Königreich. Ob ein Zusammenhang mit dem Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU besteht, konnte nicht nachgewiesen werden.

https://www.heydata.eu/ 


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