Vom Nischenproblem zur ernsthaften Bedrohung

Neue Studie zeigt drastischen Anstieg von Deepfake-Betrug

Deepfake

Deepfakes entwickeln sich zunehmend zu einem ernsthaften Problem für Gesellschaft, Politik und Wirtschaft.

Eine aktuelle Untersuchung der BrokerChooser-Experten zeigt, wie stark die Zahl KI-gestützter Betrugsfälle in den vergangenen Jahren angestiegen ist – und welche prominenten Persönlichkeiten dabei besonders häufig missbraucht werden. Fälle rund um manipulierte Inhalte mit bekannten Namen wie Collien Fernandes oder der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verdeutlichen zusätzlich die politischen und persönlichen Risiken dieser Entwicklung.

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Politik und Unterhaltung besonders häufig betroffen

Laut der Studie entfallen die meisten dokumentierten Deepfake-Fälle auf Persönlichkeiten aus Politik und Musik. Besonders häufig taucht US-Präsident Donald Trump in manipulierten Inhalten auf. Rund zwölf Prozent aller untersuchten Vorfälle standen mit seinem Abbild in Verbindung. Bereits im Umfeld der US-Wahl 2024 kursierten zahlreiche KI-generierte Bilder und Videos, darunter gefälschte Aufnahmen einer angeblichen Verhaftung.

Auf Platz zwei folgt Schauspieler Will Smith, dessen Gesicht und Stimme regelmäßig für manipulierte Inhalte verwendet werden. Ebenfalls häufig betroffen sind James Earl Jones, Taylor Swift und Elon Musk. Insgesamt machten Deepfakes mit prominenten Personen rund 30 Prozent aller untersuchten KI-Betrugsfälle aus.

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(Bildquelle: Brokerchooser)

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Deepfake-Fälle nehmen rasant zu

Die Untersuchung zeigt vor allem eines: Die Zahl der Deepfake-Vorfälle wächst mit enormer Geschwindigkeit. Im Jahr 2025 registrierten die Analysten einen Anstieg von 500 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bereits seit 2021 nimmt die Zahl entsprechender Betrugsversuche kontinuierlich zu, doch mit dem Fortschritt generativer KI-Systeme beschleunigte sich die Entwicklung deutlich.

Besonders auffällig ist dabei der wachsende Anteil prominenter Personen in Deepfake-Kampagnen. Während 2021 nur ein kleiner Teil der Fälle bekannte Persönlichkeiten betraf, lag der Anteil 2025 bereits bei mehr als einem Drittel aller Vorfälle.

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Warum Prominente bevorzugte Ziele sind

Bekannte Persönlichkeiten eignen sich besonders gut für manipulierte Inhalte, weil ihre Stimmen, Bilder und Videos öffentlich in großer Menge verfügbar sind. Dadurch können KI-Modelle täuschend echte Fälschungen erzeugen. Die manipulierten Inhalte werden häufig für Betrug genutzt, etwa bei gefälschten Gewinnspielen, Investment-Angeboten oder Ticketverkäufen.

Vor allem Elon Musk taucht regelmäßig in betrügerischen Werbeanzeigen auf, die unrealistische Renditen versprechen. Auch Taylor Swift wurde laut Berichten mehrfach für Fake-Gewinnspiele und betrügerische Kampagnen missbraucht.

So lassen sich Deepfakes erkennen

Mit der steigenden Qualität KI-generierter Inhalte wird es für Nutzer immer schwieriger, echte von manipulierten Bildern oder Videos zu unterscheiden. Balázs Faluvégi von BrokerChooser empfiehlt deshalb, besonders auf kleine Unstimmigkeiten zu achten. Dazu zählen etwa fehlerhafte Gesichtsränder, unnatürliche Lichtverhältnisse oder auffällige Details bei Haaren, Zähnen oder Händen.

Auch übertriebene Aussagen oder unrealistisch klingende Versprechen gelten als Warnsignal. Inhalte, die außergewöhnlich perfekt oder zu gut erscheinen, sollten grundsätzlich kritisch hinterfragt werden.

Deepfakes haben sich längst von einem Nischenproblem zu einer ernsthaften Bedrohung entwickelt. Neben finanziellen Schäden wächst auch die Gefahr von Desinformation, Rufschädigung und politischer Manipulation.

Die Autoren der Untersuchung gehen davon aus, dass die Zahl der Vorfälle weiter steigen wird, solange Regulierung, technische Schutzmechanismen und gesellschaftliche Aufklärung nicht im gleichen Tempo voranschreiten wie die Entwicklung generativer KI.

Pauline Dornig

Pauline

Dornig

Online-Redakteurin

IT Verlag GmbH

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