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Cybercrime

Das Ende des „Schadsoftware-Königs“ Emotet im Januar war zwar ein Erfolg im Kampf für die weltweite Cybersicherheit, die Gefahrenlage ist dadurch aber nicht deutlich weniger kritisch geworden.

Cyberkriminelle und Schadsoftware sind nicht von der Bildschirmfläche verschwunden und haben nach wie vor negative Auswirkungen auf den Cyberraum. Welches Ausmaß Cyberkriminalität mittlerweile angenommen hat, zeigt das Bundeslagebild des Bundeskriminalamts (BKA). Mehr als 100.000 Delikte, die im Rahmen von Cyberkriminalität stattfanden, wurden 2020 gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Zuwachs von 15 Prozent.

„Viele Unternehmen sind sich immer noch zu sicher, von Cyberkriminalität verschont zu bleiben und reagieren dann nur auf Angriffe, anstatt präventiv tätig zu werden“, erklärt Peter-Michael Kessow vom German Competence Centre against Cyber Crime e. V. (G4C).

Eine aktuelle Umfrage unter den G4C-Mitgliedern ergab, dass diese Ransomware als größte Bedrohung des Jahres 2021 einstufen. Ransomware bezeichnet Software, welche Daten durch Verschlüsselung für den Angegriffenen unbrauchbar macht. Cyberkriminelle nutzen dies als Mittel, um ihre Opfer zu erpressen. Als bedrohlichster Hauptakteur werden in diesem Zusammenhang organisierte kriminelle Täterverbunde gesehen. Sie verbreiten Schaftsoftware hauptsächlich durch personalisierte SpamMails und Download-Links auf Webseiten. Auf welche Gefahren müssen sich Unternehmen in diesem Jahr noch einstellen?
 


Gefahr zahlreicher Datenverluste

Der Übergang ins Home Office hat Datensicherheitssysteme und Personal an die Belastungsgrenze gebracht. Ob und wie viele Daten dadurch verloren gegangen sind, wird sich noch herausstellen. Unternehmen sollten das Thema Datensicherung verstärkt angehen, indem sie Schwachstellen beheben. Dazu gehört auch Mitarbeitende für dieses Thema zu sensibilisieren und zu schulen.

Mehr Angriffe auf kleine und mittelständische Unternehmen

Es ist vorhersehbar, dass die Anzahl der Cyberangriffe weiterhin zunehmen wird. 2021 aber werden vor allem KMU vermehrt zur Zielscheibe für Cyberkriminelle werden. Bei vielen Unternehmen besteht nach wie vor der Irrglaube, sie seien zu uninteressant für derartige Angriffe. Daher sind sie nicht ausreichend gesichert, was ein ideales Einfallstor für Cyberkriminelle bietet.

Ein Virus kommt selten allein

Ist eine Schadsoftware erst einmal installiert, kann diese Viren nachladen, die dann weitere Programme infizieren. Auch dies ist ein Trend, der sich 2021 fortsetzen wird. „Die Anzahl von Cyberkriminellen wächst täglich, genau wie ihre ’Waffen‘, die immer effizienter funktionieren“, warnt G4CGeschäftsführer Peter-Michael Kessow. Technische Spam- und MalwareFilter sind daher die absolute Mindestvoraussetzung für Unternehmen.

Die gute Nachricht ist: Nicht nur die Zahl der Kriminellen steigt, sondern auch die der Einrichtungen und Initiativen wie G4C, die Unternehmen im Hinblick auf präventive Maßnahmen beraten. Egal, ob kleine, mittlere oder große Firmen, für alle gilt: Wird die IT auf Basis aktueller Erkenntnisse konsequent gesichert, haben es Cyberkriminelle zumindest schwerer, ihre Angriffe erfolgreich durchzuführen.

https://www.g4c-ev.de/

 


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