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Stop-Schild vor Hacker

Vor nicht allzu langer Zeit machten wir uns nahezu keine Gedanken über die modernen Techniken und über das, was sie mit sich bringen. Vielmehr galt es, Strategien zu finden, wie wir wertvolle Ressourcen wie Erdöl oder Lithium schützen können. Heute stehen andere Güter im Fokus unserer Aufmerksamkeit: die Daten. 

In den letzten Jahren haben wir erkannt, welche Vorteile uns Daten bringen. Wir mussten allerdings auch feststellen, welchen Schaden sie anrichten können, wenn sie in die falschen Hände gelangen. Ihr Wert ist inzwischen ins Unermessliche gestiegen und wir müssen darüber nachdenken, wie wir diese unbezahlbaren Informationen angemessen schützen können. Das ist gar nicht so einfach, denn vielen Unternehmen fehlt das nötige Bewusstsein, um den Wert ihrer Daten überhaupt zu erkennen.

Nicht nur die Wirtschaft ist betroffen, auch die Politik muss sich gut überlegen, wie sie ihre hochsensiblen Daten schützt, sodass sie nicht an Dritte gelangen. Denn: Jeder, der kommuniziert, kann im Fokus von Cyber-Kriminellen stehen. Denken wir an das Corona Virus, welches gerade überall Schlagzeilen macht: Wir erfahren eine chaotische Berichterstattung, in der jedes Medium andere Ratschläge mitteilt, ob und wie man sich am besten gegen die vermeintlich gefährliche Krankheit schützen kann. Zusätzlich handelt jede Regierung anders, Messeveranstalter verfolgen keine einheitliche Strategie und blasen reihenweise ihre Veranstaltungen ab, oder Unternehmen schicken ihre Mitarbeiter wegen Ansteckungsgefahr nach Hause. Die Bevölkerung muss momentan viele verwirrende Informationen verarbeiten. Aber wieso ist das so? Fehlerhafte Informationen, schlechte Absprachen und Interna, die in falsche Hände gelangt sind. Wir beobachten hier eine unprofessionelle Kommunikation. Doch was passiert, wenn sich Hacker die Fahrlässigkeit der Regierungen zunutze machen und sensible Botschaften entwenden, mit denen sie das Chaos noch größer werden lassen?

Datenklau leicht gemacht

Der Trend zeigt, dass Systeme zukünftig immer mehr miteinander verbunden sein werden. So müssen Regierungen noch schneller als zuvor reagieren und sich besser absprechen, was kommuniziert werden darf. Hinzu kommt der Umschwung in der Arbeitswelt: Arbeitnehmer wollen nicht mehr im Büro mit ihrem Mitarbeiterausweis ein- und ausstempeln, sie wünschen sich flexible und ortsunabhängige Arbeitsmodelle. Deshalb muss die Datenübertragung und -speicherung so angepasst werden, dass alles von überall aus zugänglich ist. Das Ganze birgt Gefahren – ist doch das Internet der Dinge die neue Spielwiese der Cyber-Kriminellen, die immer geschickter mit nur einem Knopfdruck die Kontrolle ganzer Datenbanken übernehmen können.

Wires Odds of a Bad Bet-Bericht hat herausgefunden, dass Unternehmenspleiten zur nahezu derselben Wahrscheinlichkeit auf einen Cyber-Angriff zurückgeführt werden können wie darauf, dass sie die nächsten Finanzierungsrunde nicht bekommen haben. Accenture hat sich in ihrer Analyse mehr auf Zahlen konzentriert und fand heraus, dass uns die Cyber-Kriminalität in den nächsten Jahren bis zu 5,2 Billionen Dollar kosten könnte. Der Umkehrschluss daraus? Wir sollten unseren Daten den bestmöglichen Schutz bieten – ob in der Wirtschaft, der Politik oder in anderen Bereichen. Doch bei vielen Unternehmen müssen wir erst einmal Prävention betreiben, immerhin finden 4 von 10 Mitarbeitern, dass ihr Vorgesetzter dem Problem der Internetkriminalität viel zu wenig Ernsthaftigkeit beisetzt.

Wie wir unsere Daten besser schützen können

Bleiben wir bei dem Beispiel Corona Virus: Informationen über die Krankheit, die sich aktuell wie ein Lauffeuer verbreiten, müssen von den Regierungen sorgfältig verarbeitet und gegebenenfalls auch unter Verschluss gehalten werden. Der erste Schritt und gleichzeitig die Basis einer für Dritte unzugänglichen Kommunikation ist die entsprechende Technologie.

Als sichere Lösung gilt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Nachrichten, die vom Sender verschlüsselt und erst beim Empfänger wieder entschlüsselt werden, garantieren einen wesentlich höheren Schutz als herkömmliche Methoden der Datenübertragung. Durch das unkenntlich machen von sensiblen Informationen vermeidet die Verschlüsselungsmethode, dass sich Dritte während der Übertragung einhacken und auf Daten zugreifen oder ungesicherte Informationen an die Öffentlichkeit durchsickern lassen. Sie ist eine absolut abhörsichere Lösung, die Unternehmen und politische Organisationen in der heutigen Zeit des digitalen Wandels Schutz vor Angriffen bietet. Nur mit den höchsten Sicherheitsmaßnahmen können wir den Kampf gegen die kriminelle Cyber-Szene gewinnen. Denn je wertvoller eine Sache ist, desto mehr müssen wir auf sie Acht geben.

Datenquellen:

https://go.wire.com/report-odds.html

https://newsroom.accenture.com/news/cybercrime-could-cost-companies-us-5-2-trillion-over-next-five-years-according-to-new-research-from-accenture.htm

https://go.wire.com/report-odds.html

Morten Brøgger, CEO
Morten Brøgger
CEO, Wire Swiss GmbH
Morten, in San Francisco ansässig, arbeitet seit mehr als 20 Jahren in der Technologiebranche und hat umfangreiche Go-to-Market- und SaaS-Expertise in amerikanischen und europäischen Märkten. Zuletzt war Morten CEO bei der Content-Collaboration-Plattform Huddle, zu deren Kunden auch große Unternehmensdienstleister sowie die Regierungen Großbritanniens und der USA gehören. Zu seinen bisherigen Erfahrungen zählen Führungspositionen bei Syniverse, MACH, Sunrise Schweiz, TDC Dänemark und ATEA.

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