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Hacker

Ein Hackerangriff hat zu erheblichen Produktionsausfällen bei Rheinmetall Automotive geführt. Betroffen sind Werke in den USA, Brasilien und Mexiko. In einer ersten Stellungnahme des Automobilzulieferers, der zum Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall gehört, ist von „schweren Beeinträchtigungen“ der Betriebsabläufe die Rede.

Die übrige IT des Konzerns sei jedoch nicht betroffen und die Lieferfähigkeit kurzfristig sichergestellt. Eine genaue Aussage über die Dauer der Störung lässt sich zu diesem Zeitpunkt nicht treffen, das Unternehmen geht jedoch von zwei bis vier Wochen aus. Der Schaden beläuft sich nach Schätzungen von Rheinmetall auf zwischen drei und vier Millionen Euro pro Woche, sollte es länger als zwei Wochen dauern, die Produktion wieder flott zu kriegen. Die Aktie der Düsseldorfer brach nach Bekanntwerden des Angriffs am Freitag um 1,21 Prozent ein.

Die Tatsache, dass lediglich die Produktion in Nord- und Südamerika von der Cyberattacke betroffen ist, lässt darauf schließen, dass es sich um einen gezielten Sabotageakt handelt. Derartige Angriffe sind in Zeiten zunehmender Vernetzung und Digitalisierung keine Seltenheit. Während die Vorteile wie Agilität, Reaktionsfähigkeit und Verschlankung der Strukturen auf der Hand liegen, wird den Risiken dieser Entwicklung oft noch nicht ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt.

Neue Angriffsvektoren entstehen, die den Einsatz von Schadsoftware lukrativ machen. Sogenannte Disruptionware wird gezielt dazu entwickelt, Abläufe wie die Produktion oder den Informationsfluss zu beeinträchtigen. Der Einsatz von smarten Geräten in Unternehmen erleichtert es den Angreifern zusätzlich, derartige Software einzuschleusen, denn das Internet of Things ist längst nicht ausreichend vor Sabotage geschützt.

Ein weiteres Beispiel für einen Angriff, bei dem die Abläufe gezielt durch Hacker gestört werden sollten, ist der europäische Luftfahrtkonzern Airbus. Allein in den vergangenen 12 Monaten wurde das Unternehmen vier Mal zum Opfer von Cyberattacken. Dabei wurden ganz gezielt Partnerunternehmen ins Visier genommen, um so auch beim eigentlichen Angriffsziel für Beeinträchtigungen zu sorgen. Ebenfalls aktuell ist der Angriff auf die IT-Infrastruktur der Medizinischen Hochschule Hannover mit dem Trojaner Emotet. Etwa 170 Rechner wurden mit der gefährlichen Schadsoftware infiziert, jedoch konnte eine Beeinträchtigung der Patientenversorgung und -daten in diesem Fall abgewehrt werden.

All diese Fälle zeigen, dass die Gefahr durch Schadsoftware und Hackerangriffe weiter steigt und kein Unternehmen, ob groß oder klein und egal aus welcher Branche, sich allzu sicher fühlen sollte. Cybersicherheit muss Chefsache sein und fest in der Unternehmenskultur verankert werden.

www.8com.de
 

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Robert Hinzer

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