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Die Sicherheitslücken „Meltdown“ und „Spectre“ haben Anfang des Jahres für großes Aufsehen gesorgt. Das ist kein Wunder, schließlich handelt es sich um ein Sicherheitsproblem von bislang unbekanntem Ausmaß. 

Im Zuge der medialen Aufmerksamkeit hatten die verantwortlichen Chip-Hersteller, allen voran Intel, versprochen, schnellstmöglich entsprechende Sicherheits-Updates zu liefern. Das ist auch geschehen – das Ergebnis ist allerdings alles andere als optimal. Jetzt warnt Intel sogar davor, die zur Verfügung gestellten Updates überhaupt zu installieren, da es danach zu unerwarteten Problemen mit dem Rechner kommen könnte.

Für ein IT-Unternehmen ist das der Worst Case, zu dem es im Zusammenhang mit einer bekannt gewordenen Sicherheitslücke und deren Behebung kommen kann. Zum einen offenbart es die eigene Unfähigkeit, Probleme zügig und nachhaltig zu beheben und zum anderen verunsichert ein solcher Vorfall auch noch die Nutzer: Über Jahre versuchte man sie dazu zu bringen, Updates zeitnah und zuverlässig einzuspielen, um Probleme und Exploits zu beheben. Und nun die Botschaft: Bitte spielen Sie unsere Updates nicht auf, Ihr Computer wird danach langsam und läuft instabil. Das könnte bei vielen Menschen dazu führen, dass sie die automatischen Updates abschalten, weil sie abwarten wollen, ob das Update überhaupt funktioniert. Und am Ende wird es vergessen.

Bereits in der Vergangenheit gab es immer mal wieder Probleme mit Updates unterschiedlicher Anbieter. Im vergangenen November beispielsweise sorgte ein Microsoft-Patch für Ärger, da nach dem Aufspielen ein Systemstart bei einigen Rechnern unmöglich war. Und auch Apple ist vor Update-Fehlern nicht gefeit. Hier konnten viele Nutzer nach einem Update den Buchstaben „i“ nicht mehr eintippen, stattdessen wurde eine Zeichenfolge angezeigt. Solche Fälle sind sicherlich ärgerlich, sollten aber niemanden von der regelmäßigen Durchführung der ausgelieferten Updates abhalten, denn die Folgen eines Hackerangriffs können wesentlich gravierender sein als ein fehlendes i.

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