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Attack ButtonDie Bedrohungen im Zusammenhang mit Exploit-Kits sind im dritten Quartal 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 75 Prozent angestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt der neueste DNS Threat Index, den Infoblox, Spezialist für Netzwerksteuerung und DNS-Sicherheit, gemeinsam mit dem Unternehmen Internet Identity (IID) herausgibt.

Der Infoblox DNS Threat Index misst die Erstellung bösartiger DNS-Infrastruktur, einschließlich der Exploit-Kits. Vier Exploit-Kits – Angler, Magnitude, Neutrino und Nuclear – waren demnach für 96 Prozent der Gesamtaktivität im dritten Quartal verantwortlich.

„Exploit-Kits stecken hinter einigen der profiliertesten Angriffe in den letzten Monaten“, erläutert Craig Sanderson, Senior Director Security Products bei Infoblox. „Zum Beispiel platzierte kürzlich ein Angler-Angriff fünf Tage lang bösartige Anzeigen auf der Website einer großen britischen Zeitung und setzte damit Millionen von Online-Besuchern einer möglichen Malware-Infektion aus.“

„Cyberkriminelle stehen niemals still. Sie entwickeln die Exploit-Kits ständig weiter, um neu entdeckte Schwachstellen auszunutzen und traditionelle Sicherheitssystemen zu umgehen“, kommentiert Rod Rasmussen, Chief Technology Officer bei IID. „Unternehmen müssen sich schützen, indem sie zuverlässige Threat-Intelligence-Services nutzen, um die Malware-Kommunikation über Protokolle wie das DNS zu unterbinden.“

Der DNS Threat Index von Infoblox ist der erste Report im IT-Security-Bereich, der die Erstellung bösartiger Domains analysiert. Er basiert auf einem Grundwert von 100 Punkten – dem Durchschnitt der Quartalsergebnisse für die Jahre 2013 und 2014. Im dritten Quartal 2015 lag der Index bei 122 – 19 Prozent über dem Wert aus dem dritten Quartal 2014 und 8 Prozent unter dem Spitzenwert von 133 im zweiten Quartal 2015.

Das DNS ist das Adressbuch des Internets, das Domain-Namen wie www.google.com in maschinenlesbare IP-Adressen (Internet Protocol) wie 74.125.20.106 übersetzt. Da das DNS für fast alle Internetverbindungen erforderlich ist, erstellen Cyberkriminelle ständig neue Domains, um das DNS für unterschiedliche Attacken zu nutzen, einschließlich Exploit-Kits, Phishing und DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service).

Bei Exploit-Kits handelt es sich um eine besonders alarmierende Malware-Kategorie, weil sie für die Automatisierung der Cyberkriminalität stehen. Eine kleine Anzahl hoch qualifizierter Hacker erstellt die Kits – Software-Pakete, die dazu dienen, Malware zu verbreiten – und verkauft oder vermietet sie an andere Kriminelle mit geringeren technischen Kenntnissen. Damit sind Einzelpersonen, Unternehmen, Schulen und Regierungsbehörden einer rasant steigenden Zahl von Angriffen ausgesetzt.

Die meisten Exploit-Kit-Angriffe werden durch Spam-Mails verbreitet oder in Online-Anzeigen eingebettet. Wenn Anwender einen Link in der E-Mail oder Anzeige anklicken, nutzt das Exploit-Kit Sicherheitsschwachstellen im Browser oder dessen Plug-ins, um Schadprogramme zu installieren. Ransomware im Netzwerk, Diebstahl von Passwörtern für den Zugang zu Bankkonten oder Abgriff von Unternehmensdaten sind weitere mögliche Folgen.

Cyberkriminelle benötigen das DNS (Domain Name System) zum einen, um neue Webseiten einzurichten, auf denen dann Exploit-Kits auf die Anwender lauern, zum anderen wird das DNS zur Kommunikation mit dem Command-and-Control-Server genutzt. Letzterer sendet Anweisungen an infizierte Geräte und extrahiert Informationen.

Weitere Informationen:

Der vollständige Bericht zum Infoblox DNS Threat Index für das dritte Quartal 2015 soll unter www.infoblox.com/dns-threat-index kostenfrei und ohne Anmeldung zur Verfügung stehen.

www.infoblox.de

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