Netzwerksicherheit: Verbindungswege ohne Risiko

Das mit der Pandemie verschärfte mobile Arbeiten stellt auch die Netzwerksicherheit vor große Probleme. Es hat neue Risiken verursacht und bestehende verschärft. Mit fünf Grundprinzipien können IT-Administratoren die Cyber-Sicherheit auf dieser Ebene erhöhen.

Aktuell gefährden mehrere Faktoren die Sicherheit in Netzen:

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  • Überstürztes Home Office: Laut Bitdefender hatte im Frühjahr 2020 jedes zweite Unternehmen keine Pläne, um über Nacht auf Home Office umzustellen. Dies war und ist umso kritischer, als sich dadurch die Angriffsfläche der Unternehmens-IT erhöhte.
     
  • Netzprotokolle unter Beschuss: Viele Angriffe zielen laut Bitdefenders Business Threat Landscape Report 2020 auf für mobile Protokolle besonders wichtige Dienste: 48 Prozent auf Server Message Block (SMB) für Datei-, Druck- und andere Serverdienste, 42 Prozent auf das Remote Desktop Protocol (RDP) und das File Transfer Protocol (FTP).
     
  • Breiteres Internet of Things: Laut demselben Report gehen 20 Prozent der CIOS und CISOs davon aus, dass Anwender IoT-Hardware schneller installieren, als die IT sie schützen kann.
     
  • Schwachstelle Mitarbeiter im Home-Office: Drei von zehn CIOs und CISOs fürchten, dass Mitarbeiter zuhause das Offenlegen von Daten verursachen.
     
  • Suche nach geeignetem Personal: 43 Prozent der Verantwortlichen leiden nach eigener Aussage unter dem weltweiten Fachkräftemangel an Cyber-Sicherheitsexperten.

Die folgenden fünf Tipps helfen, die IT-Netzwerke von Unternehmen wieder enger und sicher zu knüpfen.

Tipp 1: Netzwerke und ihre Bestandteile inventarisieren

Vor jeder Sicherheitsstrategie steht die vollständige Bestandsaufnahme aller Geräte und Netzwerkkomponenten sowie ein Grundriss der Netzwerkinfrastruktur. Das Verständnis der Topologie, der Architektur und der geographischen Verteilung der Komponenten hilft, eine effektive und für jedes Netz maßgeschneiderte Strategie zu entwickeln.

Dabei ist auch das Internet of Things zu berücksichtigen: Wenn diese Geräte die Installation von Sicherheits-Clients nicht unterstützen, ist deren Schutz eine Aufgabe der Netzwerksicherheit. Das gilt im Home Office, aber auch besonders in der Industrie, Medizintechnik und in anderen Branchen.

Tipp 2: Teilen und Herrschen – Netzwerke segmentieren und segregieren

Nicht segmentierte Netze beeinträchtigen unter Umständen den Datenverkehr und bieten andererseits erfolgreichen Angreifern eine hohe Bewegungsfreiheit. Ein untergliedertes Netz schafft ein Mehr an Sicherheit. Dank einer Zugangskontrolle für die einzelnen Bereiche können IT-Security-Teams den unautorisierten Zugriff auf kritische Bereiche von vornherein unmöglich machen. Sie setzen Sicherheitsrichtlinien fest, je nachdem wie unternehmenskritisch ein Bereich ist.

Angreifer können sich in einem solchen Netz nicht mehr so leicht lateral bewegen, um auf wichtige Daten zuzugreifen. Eine strikte Kontrolle und Sichtbarkeit im Netz helfen zudem, verdächtigen oder untypischen Datenverkehr zu erkennen.

Liviu Arsene

Bitdefender -

Senior Threat Analyst

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