Typische Fehler bei der Störungsbehebung

Auch bei Netzwerkausfällen gilt Murphys Gesetz

Ausfall

Netzwerkausfälle gehören zu den kritischsten Szenarien in der IT. Wenn Systeme plötzlich nicht mehr erreichbar sind, steigt der Druck auf Administratoren schlagartig.

Laut dem Anbieter von Lösungen für kritische IT-Infrastrukturen Opengear sind es jedoch oft nicht nur technische Ursachen, sondern vermeidbare Fehler im Umgang mit solchen Situationen, die die Wiederherstellung verzögern.

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Zeitdruck ersetzt keine Analyse

Insbesondere der Zeitdruck, der bei einem Netzwerkausfall entsteht, verleitet Administratoren dazu, möglichst schnell einen Fix zu implementieren.”, sagt Opengear. Dabei gerät die eigentliche Ursache leicht aus dem Blick. Wird das Problem nicht gründlich analysiert, kann es jederzeit erneut auftreten. Eine strukturierte Ursachenanalyse sei daher unverzichtbar, auch wenn sie zunächst mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Kommunikationsprobleme bremsen die Reaktion

Ein weiteres Hindernis sei die mangelnde Abstimmung zwischen verschiedenen IT-Bereichen. Arbeiten Teams isoliert voneinander, entstehen Informationslücken, gerade in kritischen Momenten. Effektive Zusammenarbeit über Abteilungsgrenzen hinweg sei entscheidend, da Ausfälle selten nur einen Teilbereich betreffen.

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Fehlende Transparenz im Netzwerk

Ohne ausreichende Sicht auf die Infrastruktur wird die Fehlersuche zur Herausforderung. Besonders problematisch sei es, wenn Monitoring-Tools vom gleichen Netzwerk abhängen, das gerade ausgefallen ist. In solchen Fällen fehlt der Zugriff auf zentrale Systeme. Separate Management-Strukturen, etwa über Out-of-Band-Lösungen, können hier den entscheidenden Unterschied machen.

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Kurzfristige Lösungen mit langfristigen Folgen

“Manchmal erkennen Netzwerkadministratoren kritische Probleme erst zu spät und eskalieren daher nicht rechtzeitig. Das passiert häufig, wenn mehrere Probleme gleichzeitig auftreten”, sagen die Experten weiter. Strukturierte Abläufe helfen, den Fokus schnell auf die wichtigsten Aufgaben zu richten.

Sogenannte Quick Fixes erscheinen im ersten Moment attraktiv, da sie schnelle Ergebnisse liefern. Häufig führen sie jedoch zu weiteren Problemen oder instabilen Systemen. Nachhaltige Lösungen und klar definierte Wiederherstellungsprozesse sind daher die bessere Wahl.

Ein häufiger Auslöser für Ausfälle sind ungetestete Änderungen. Updates oder neue Konfigurationen werden mitunter zu schnell eingespielt, ohne ausreichend geprüft zu sein. Um Risiken zu minimieren, sollten alle Anpassungen vorab getestet und durch Rollback-Strategien abgesichert werden.

Moderne Tools und KI-Systeme können die Arbeit erheblich erleichtern. Dennoch ist es riskant, sich vollständig auf deren Ergebnisse zu verlassen. Gerade in kritischen Situationen bleibt die Erfahrung von Administratoren unverzichtbar, um Entscheidungen zu überprüfen und richtig einzuordnen.

Vorbereitung entscheidet im Ernstfall

„Fehler passieren, gerade im Ernstfall“, sagt Dirk Schuma, Sales Manager EMEA North bei Opengear. „Daher ist es wichtig, sich von Zeit zu Zeit potenzielle Gefahrenquellen vor Augen zu führen und das eigene Verhalten in Krisensituationen zu evaluieren. Nur dann funktionieren Admins im Ernstfall wie eine gut geölte Maschine. Und das ist unbedingt nötig, denn die nächste Downtime kommt bestimmt.“

Pauline Dornig

Pauline

Dornig

Online-Redakteurin

IT Verlag GmbH

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