itsa 2025

IT-Teams schaffen nur 85% ihrer Tickets – Automatisierung als Rettungsanker

Überlastung und Burnout prägen den IT-Alltag. Andre Schindler von NinjaOne zeigt, wie Unternehmen Technical Debt überwinden und IT-Automatisierung erfolgreich implementieren.

IT-Teams schaffen nur 85% ihrer Tickets – Automatisierung als Rettungsanker

IT-Teams unter Druck

IT-Abteilungen stehen heute unter enormem Druck. Sie müssen mit rasantem technologischem Wandel Schritt halten, wachsende Cyber-Bedrohungen abwehren und eine Vielzahl von Endgeräten in zunehmend dezentralen Arbeitsumgebungen verwalten – und das unter den Vorzeichen von Budgetrestriktionen und Einstellungsstopps. Teams sind kleiner als je zuvor, sollen aber gleichzeitig komplexere Infrastrukturen mit weniger Ressourcen bewältigen.

Die Folge: Überlastung und Burnout. Studien zeigen, dass ein durchschnittlicher IT-Fachmann lediglich 85 % der täglichen Tickets abarbeiten kann. Viele Unternehmen setzen daher auf Automatisierung, um die Belastung abzufedern. Doch nicht jede Initiative erzielt den gewünschten Erfolg – häufig scheitert die Einführung oder bleibt hinter den Möglichkeiten zurück.

In diesem Beitrag beleuchten wir, was Unternehmen und IT-Abteilungen benötigen, um Automatisierung nachhaltig erfolgreich einzusetzen. Der Fokus liegt auf den Grundlagen: Warum Automatisierung so wirkungsvoll ist, wie mit Legacy-Systemen umzugehen ist und welche Best Practices helfen, Implementierungs­hürden zu überwinden.

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Die Stärke der Automatisierung verstehen

Im Kern bedeutet Automatisierung, wiederkehrende Aufgaben softwaregestützt ohne manuelles Eingreifen abzuwickeln – sei es durch die Optimierung von Workflows, die Automatisierung von Helpdesk-Prozessen, die Skalierung administrativer Tätigkeiten, die Sicherstellung von Compliance und Security oder die strukturierte Onboarding-Unterstützung neuer Mitarbeitender. Ziel ist Effizienzsteigerung, Kostenreduktion, Fehlervermeidung und eine Beschleunigung von Abläufen – und damit die Freisetzung von Ressourcen für strategisch wertschöpfende Aufgaben.

Ein prägnantes Beispiel ist das automatisierte Endpoint-Management. Es adressiert die wachsende Zahl physischer und virtueller Endgeräte – von Laptops über Smartphones bis zu Desktops. Ohne Automatisierung muss jedes System manuell konfiguriert, Software installiert und Patches eingespielt werden – ein fehleranfälliger, zeitintensiver Prozess.

Mit zunehmender Komplexität der IT-Landschaften werden manuelle Tasks zum Engpass. Automatisiertes Endpoint-Management reduziert diesen Druck, sorgt für zeitnahe Sicherheits-Updates und entlastet das IT-Personal spürbar. Es ersetzt keine komplexen Entscheidungen, sondern übernimmt repetitive Aufgaben, sodass sich IT-Fachkräfte auf strategisch relevante Themen konzentrieren können. Kein Wunder also, dass bis 2025 rund 80 % der Unternehmen auf intelligente Automatisierung setzen werden.

Keine schwachen Grundlagen

Der Erfolg jeder Automatisierungs­strategie hängt von soliden Grundlagen ab. Besonders ältere Software und Infrastrukturen stellen eine große Hürde dar. Mit der Zeit entsteht sogenannter „Technical Debt“ – Systeme, die nicht zukunftssicher konzipiert sind, blockieren nachhaltiges Wachstum.

Legacy-Systeme bringen zahlreiche Probleme mit sich: veraltete Schnittstellen, mangelnde Sicherheits­mechanismen, eingeschränkte Interoperabilität und Abhängigkeiten von proprietären Technologien. IT-Teams müssen daher Brücken zwischen Alt- und Neusystemen schlagen. Grundsätzlich gibt es zwei Optionen: interne Modernisierungs­initiativen oder die Zusammenarbeit mit spezialisierten Drittanbietern, die den Übergang in die Cloud erleichtern.

Unabhängig vom Ansatz gilt: Ohne strukturierte Daten ist keine Automatisierung erfolgreich. Automatisierung benötigt präzise, indexierte und klar kategorisierte Daten. Unternehmen, die diese Basis schaffen, automatisieren im Schnitt 70 % ihrer Prozesse. Hier gilt es, entweder auf interne Teams mit Management-Buy-in zu setzen oder externe Partner mit spezialisierten Tools einzubinden, die Datenqualität bewerten und Altdaten automatisiert aufbereiten.

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Sicherheit von Beginn an mitdenken

Ein weiterer zentraler Pfeiler ist Cybersecurity. Gerade im Remote-Work-Umfeld wird Automatisierung erschwert, wenn Geräte über verteilte Netzwerke hinweg sicher verwaltet werden müssen. Werden Sicherheits­aspekte nicht von Beginn an berücksichtigt, können neue Technologien sogar zusätzliche Schwachstellen schaffen.

Da Automatisierung auf Daten und vernetzten Systemen basiert – bevorzugte Ziele von Cyberangriffen – ist ein robuster Sicherheitsansatz unerlässlich. Nur so können Mitarbeitende, Kunden und Stakeholder Vertrauen in die Zuverlässigkeit automatisierter Prozesse gewinnen.

Ist die Basis gelegt, bieten moderne Endpoint-Management-Lösungen nicht nur erhöhte Transparenz über Alt- und Neusysteme, sondern erleichtern auch die Identifikation von Bottlenecks, Ineffizienzen und Automatisierungs­potenzialen. Kurz gesagt: IT-Teams verbringen weniger Zeit mit „Firefighting“ und mehr mit der gezielten Weiterentwicklung ihrer Systeme.

Den Weg regelmäßig überprüfen

Automatisierung reduziert Belastungen erheblich – ist aber kein Selbstläufer. Damit sie den größtmöglichen Nutzen entfaltet, müssen Prozesse kontinuierlich evaluiert und optimiert werden. Jede automatisierte Aufgabe sollte klaren Business-Zielen dienen – sei es Effizienzsteigerung, Kostenreduktion oder Sicherheitsverbesserung.

Eine regelmäßige Überprüfung der Automatisierungs­prozesse stellt sicher, dass diese wirksam bleiben und sich an veränderte Anforderungen anpassen. Ein strukturierter Review-Zyklus ist hierfür essenziell.

Unternehmen, die strategisch und iterativ vorgehen, schaffen effizientere IT-Ökosysteme, steigern die Produktivität und positionieren ihre IT-Teams nachhaltig für den Erfolg.

Sind Sie auf der it-sa 2025 dabei? Besuchen Sie uns in Halle 7, Stand 504 und erleben Sie selbst, wie Sie Ihre täglichen IT- und Sicherheitsherausforderungen mit der Kraft der Automatisierung meistern können.

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