Keine Zuordnung zu einem konkreten Anbieter

Apple verschickt erneut Warnungen vor gezielten Spyware-Angriffen

Warnung

Apple hat erneut Threat Notifications an einzelne iPhone-Nutzer verschickt, die vor gezielten Angriffen mit Söldner-Spyware warnen.

Nach Berichten mehrerer Nutzer auf der Plattform Reddit erhielten Betroffene am 13. August eine Mitteilung, wonach Apple einen gezielten Söldner-Spyware-Angriff auf ihr iPhone festgestellt habe. Apple benennt bei einzelnen Warnungen grundsätzlich nicht die konkrete dahinterstehende Schadsoftware, weshalb sich aus den aktuellen Meldungen kein direkter Rückschluss auf einen bestimmten Anbieter wie etwa Pegasus der NSO Group ziehen lässt. Apple selbst nennt Pegasus in eigenen Support-Dokumenten jedoch als historisches Beispiel für diese Art von Software, forensische Untersuchungen früherer Warnungen hatten in einzelnen Fällen tatsächlich Pegasus-Infektionen bestätigt.

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Laut einem Support-Dokument von Apple verschickt das Unternehmen solche Warnungen an Nutzer in mehr als 150 Ländern, sobald es einen hochgradig gezielten Söldner-Spyware-Angriff gegen einzelne iPhone-Nutzer feststellt. Zu den historisch am häufigsten betroffenen Personengruppen zählen dabei Journalisten, Aktivisten, Politiker und Diplomaten. Apple beschreibt derartige Angriffe als äußerst kostspielig, hochentwickelt und in aller Regel auf eine sehr kleine Zahl an Personen ausgerichtet:

„Söldner-Spyware-Angriffe kosten Millionen von US-Dollar und haben oft eine kurze Lebensdauer, was sie deutlich schwerer zu erkennen und zu verhindern macht. Die überwiegende Mehrheit der Nutzer wird niemals Ziel solcher Angriffe.“

Apple

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Apple rät zu ernsthafter Behandlung der Warnung

Nach eigenen Angaben stützt sich Apple bei der Erkennung auf eigene Bedrohungsanalysen und Untersuchungen, wodurch es sich bei den verschickten Meldungen um Warnungen mit hoher Zuverlässigkeit handle, nicht um bloße Vorsichtshinweise. Apple erklärte dazu: „Auch wenn unsere Untersuchungen niemals absolute Gewissheit erreichen können, handelt es sich bei Apple-Bedrohungsbenachrichtigungen um Warnungen mit hoher Zuverlässigkeit, dass ein Nutzer individuell Ziel eines Söldner-Spyware-Angriffs war, und diese sollten sehr ernst genommen werden.“ Aus welchem konkreten Anlass eine solche Warnung ausgelöst wird, gibt Apple bewusst nicht bekannt, um Angreifern keine Hinweise zur künftigen Umgehung der eigenen Erkennung zu liefern.

Betroffene erhalten die Warnung sowohl per E-Mail als auch per iMessage an die mit dem jeweiligen Apple-Konto verknüpften Adressen und Telefonnummern, üblicherweise von der Absenderadresse [email protected]. Da auch gefälschte Versionen solcher Warnungen im Umlauf sind, weist Apple ausdrücklich darauf hin, dass eine echte Warnung niemals dazu auffordert, auf einen Link zu klicken, eine Datei oder App zu öffnen oder das eigene Passwort beziehungsweise einen Bestätigungscode preiszugeben. Zur Überprüfung empfiehlt Apple, sich direkt über account.apple.com anzumelden, wo eine tatsächlich versendete Warnung oben auf der Seite angezeigt wird. Wer sich betroffen sieht, sollte den sogenannten Blockierungsmodus aktivieren und sich an einen Cybersicherheitsexperten wenden.

(red)

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