Erneuter Angriff

Iran meldet „Zerstörung“ von AWS-Rechenzentrum in Bahrain

AWS
Bildquelle: JHVEPhoto/Shutterstock.com

Nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden (IRGC) wurde ein Rechenzentrum von Amazon in Bahrain durch mehrere Marschflugkörper zerstört.

Die Information stammt aus einem Telegram-Beitrag der staatsnahen Nachrichtenagentur Fars, die als Sprachrohr der IRGC gilt. Eine unabhängige Bestätigung durch Amazon, bahrainische Behörden oder westliche Medien gibt es bislang nicht.

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Bereits zweiter Vorfall dieser Art

Sollten sich die Angaben bewahrheiten, wäre es nicht das erste Mal, dass Amazons Cloud-Infrastruktur in der Golfregion ins Visier gerät. Im März waren bereits AWS-Rechenzentren in den Vereinigten Arabischen Emiraten durch Drohnenangriffe beschädigt worden, in deren Folge zeitweise Apps und Onlinedienste ausfielen. Auch damals war eine Anlage in Bahrain betroffen. Im April sollen die Revolutionsgarden zusätzlich mit Angriffen auf weitere US-Technologiekonzerne mit Standorten im Nahen Osten gedroht haben, unter anderem auf Nvidia, Apple, Microsoft und Google.

Hintergrund: erneute Eskalation im Nahen Osten

Der mögliche Angriff ereignet sich inmitten einer deutlichen Zuspitzung des Konflikts zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump hatte einen bestehenden Waffenstillstand für beendet erklärt. Seither fliegt das US-Zentralkommando seit zehn Nächten in Folge Luftschläge gegen iranische Ziele. Als Begründung nennt Washington die Schwächung iranischer Fähigkeiten, mit denen die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus angegriffen wird. Der Iran wird zudem mit dem Tod mehrerer US-Soldaten in Verbindung gebracht, die bei Angriffen auf US-Stützpunkte in der Region getötet wurden.

(red)

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