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Search Marketing Expo 2018
20.03.18 - 21.03.18
In München, ICM – Internationales Congress Center

AppsNotes-Applikationen funktionieren dank guter Programmierung und individueller Entwicklung in den Unternehmen auch nach 15 Jahren noch. Daher herrschte in vielen IT-Abteilungen lange Zeit kein Druck, die Anwendungen zu überarbeiten oder neu zu entwickeln.

Dementsprechend sehen viele davon heute aus: Veraltet. Auch wenn sie nach all den Jahren noch einwandfrei funktionieren, fordern die Anwender heute zu recht moderne Applikationen mit erweitertem Funktionsumfang und frischem Look and Feel. Hohe Neuinvestitionen sind deshalb aber nicht unbedingt nötig, denn es gibt in vielen Fällen eine kostengünstige Alternative: Applikations-Modernisierung.

Was die Kompatibilität zu älteren Versionen anbelangt ist die Notes/Domino-Plattform ein Vorzeigeprodukt. Hier entscheidet sie sich eindeutig von anderen Systemen, bei denen regelmäßig komplizierte Updates und Anpassungen nötig sind, damit alles wieder einwandfrei funktioniert. Dabei gibt es jedoch Tücken: Applikationen, die auf der Plattform laufen und in Unternehmen nach wie vor gute Dienste tun, haben oft gehörig Patina angesetzt. Wegen des recht historischen Erscheinungsbilds werden sie von den Mitarbeitern nicht gerne genutzt. Berechtigterweise sollen Apps heute nicht nur funktional, sondern auch benutzerfreundlich, nach den Vorgaben des Corporate Designs modern und die Ergebnisse beim Kunden vorzeigbar und beindruckend sein.

Mit der Zeit ändern sich auch andere Rahmenbedingungen, wie etwa ein Wechsel des Messaging-Systems, andere Infrastrukturen oder ein neues Intranet. Immer öfter müssen zusätzliche Funktionen implementiert werden, beispielsweise Schnittstellen zu anderen Applikationen. Darüber hinaus benötigen die meisten Fachabteilungen für mobiles Arbeiten Zugriff über alternative Endgeräte – Tablet, Smartphone oder Browser – insbesondere wenn es um ‚Internet of Things‘ und Industrie 4.0 geht. Dadurch wird der Handlungsdruck immens, obwohl bis vor kurzem noch alles einwandfrei funktionierte. Anstatt sich jedoch gleich Gedanken über die Neuentwicklung einer multifunktionalen Business-App zu machen, lohnt es sich zu überlegen, inwieweit die bestehende Applikation angepasst und erweitert werden kann.

Auf alternativen Wegen zur modernen Applikation

Der Domino-Server wird oft nur als Basis für den Notes-Client verwendet, jedoch nicht als Anwendungsserver, der auch moderne Web-Applikationen und -Services zur Verfügung stellen kann. Mit den neuen Möglichkeiten, die der Domino Server den Entwicklern bietet, können sie moderne und benutzerfreundliche Applikationen entwickeln und sogar in die Jahre gekommene Anwendungen erweitern. Durch die Unterstützung vieler offener Standards sind diese Applikationen einfach in andere Plattformen zu integrieren.

Von Fall zu Fall, je nach Anforderungen, gibt es unterschiedliche Strategien für die Modernisierung von Notes-Applikationen. Sei es nun die „in-place“ Modernisierung auf der Notes/Domino Plattform, der Wechsel zu anderen Systemen oder die sinnvolle Integration verschiedenster Plattformen und Applikationen ineinander und miteinander. Man muss jeweils einzeln bewerten, welche Herangehensweise sich am besten eignet:

  • Bei einer Modernisierung auf der Notes/Domino-Plattform bleibt die Basis erhalten, in die man seit Jahren investiert hat.
  • Der Wechsel auf eine neue Plattform ist in den meisten Fällen mit einer kompletten Neuentwicklung und Datenimmigration verbunden.
  • Im Falle einer Teilmigration auf oder einer Integration in eine andere Plattform bleibt die bestehende Applikation erhalten. Sie wird aber zum Beispiel in ein anderes Frontend-System integriert und nur noch im Hintergrund verwendet.
  • Bei der Implementierung von Schnittstellen für andere Systeme werden die eigenen Daten und Funktionen als Schnittstelle bereitgestellt, die von anderen Applikationen sehr einfach verwendet werden können.

Deshalb ist vor einer Entscheidung eine Ist-Analyse unabdingbar. Was ist alles im Einsatz und was davon wird noch verwendet? Wofür ist eventuell gar keine Migration notwendig, sondern eher eine Archivierung oder gar Löschung? Zu klären ist auch, welche Komplexität die Applikationen aufweisen. Ist dies beantwortet, können geeignete Zielsysteme und -Plattformen ausgewählt werden, sollte Notes/Domino aus strategischen Gründen zur Diskussion stehen. Auch die Portierung von Applikationen auf andere Plattformen ist eine Option. Falls dies für einzelne Applikationen nicht möglich oder zu aufwendig sein sollte, kommt gegebenenfalls auch eine Betriebsübernahme durch einen Dienstleister oder eine Migration in die Cloud in Frage.

Applikationsmodernisierung

Vorteile: Zeit-, Ressourcen- und Kostenersparnis

Applikationen können jedoch meistens mit einfachen Möglichkeiten, etwa mit wirkungsvoller Frontend-Modernisierung in die neue Welt zu überführen. Oft sind mit zusätzlichen, kleinen Erweiterungen und Anpassungen enorme Arbeitserleichterungen für die Mitarbeiter realisierbar. Eine bessere, intuitivere Nutzbarkeit ist meist einfach umzusetzen, ohne dass die Mitarbeiter neue Abläufe lernen müssen. So sind hochwertige Auswertungs-Grafiken im Corporate Design plötzlich ein großer Mehrwert bei Kundenterminen. Nach dem Motto „kleiner Aufwand, große Wirkung“ sind die Daten meist einfach nur übersichtlicher und ansprechender aufbereitet.

Das bedeutet im Vergleich zu einer Neuentwicklung eine große Zeit- und Kostenersparnis. Eine Modernisierung kann zudem schrittweise erfolgen und gerade die Nutzung von Schnittstellen bietet großes Verbesserungspotential. Auch das automatisierte Auslesen von Daten aus anderen Systemen erleichtert den Mitarbeitern die tägliche Arbeit oft sehr, da nicht ständig alle Daten doppelt oder dreifach in die Systeme eingegeben werden müssen. Somit werden auch die Ressourcen enorm entlastet.

Wenn eine Applikation also schon ziemlich Staub angesetzt hat und Funktionen verbessert oder ergänzt werden müssen, ist Applikations-Modernisierung meist die kostengünstigere, schnellere und effektivere Alternative zu einer komplett neuen App-Entwicklung.

Stephan KoppStephan Kopp, Senior IBM Consultant und Developer bei Fritz & Macziol

www.fum.de

 

 

 
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