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Programmierer

Wer heute eine Ausbildung in der IT absolvieren möchte und frei wählen kann, sollte seinen Ausbildungsschwerpunkt auf die Software-Entwicklung und das Programmieren legen. Der Grund: Entwickler und Software-Experten sind die gefragtesten IT-Nachwuchskräfte. Sie sind heute bereits Mangelware und werden künftig noch häufiger im Einsatz sein, um die Anforderungen der nach Digitalisierung lechzenden Wirtschaft überhaupt stemmen zu können. 

Dass der IT-Bedarf an Fachkräften hoch ist, ist unbestritten. Nur die Lösungen, die in den einzelnen Ländern angestrebt werden, um den Fachkräfte-Gap zu stopfen, unterscheiden sich in der Praxis stark. Ein Blick in die DACH-Region zeigt drei verschiedene Herangehensweisen an die Aufgabe der IT-Fachkräfteausbildung. 

In Deutschland präsentiert sich die IT-Ausbildung ab August 2020 mit neuen Berufen

Deutschland rüstet in puncto Ausbildung um, um die nötigen Fachkräfte im IT-Bereich zu sichern. Mit dem Relaunch der IT-Berufe beauftragt wurde das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB). Unter bibb.de stellt das Institut nun vor, welche neuen Berufe Azubis ab 2020 erlernen können. Einiges jedoch soll ausbildungsübergreifend zum Einsatz kommen: Datenschutz und IT-Sicherheit werden zu wichtigen Themenbereichen in allen Berufen. Personale und soziale Kompetenzen müssen im Zuge der Ausbildung ebenfalls erlernt werden. Das sind die alten und neuen Ausbildungsberufe, die zur Sicherung der IT-Nachwuchskräfte beitragen sollen:

  • Neu ist die Möglichkeit, die Ausbildung zum Fachinformatiker zu machen. Bis dato gab es die Ausbildungsrichtungen System- und Anwendungsentwicklung. Künftig kann die Ausbildung auch mit einem Schwerpunkt auf Daten- und Prozessanalyse oder auf Digitale Vernetzung absolviert werden. Während die Daten- und Prozessanalysten im Bereich digitaler Geschäftsprozesse aktiv werden, fokussiert sich die digitale Vernetzung auf die Schnittstellen zwischen Systemen und Netzwerkkomponenten.
  • Überarbeitet werden die Lehrinhalte der Ausbildung zum IT-System-Elektroniker.
  • Aus der Ausbildung zum Informatikkaufmann wird künftig die Ausbildung für Kaufleute für Digitalisierungsmanagement. Der Fokus wird hier deutlich auf dem operativen Geschäft liegen.
  • Auch die Ausbildung zum IT-System-Kaufmann wird es künftig nicht mehr geben. Stattdessen werden Kaufleute für IT-System-Management ausgebildet. Ihr Aufgabengebiet erstreckt sich über die Bereiche Angebot und Vermarktung von IT-Dienstleistungen. Auch Managementfähigkeiten kommen hier stärker zum Tragen.

In Österreich gibt es Jobgarantien, um den Nachwuchs zu motivieren

Die österreichische Hauptstadt Wien setzt auf den IT-Nachwuchs und will sich die Förderung dieser speziellen Fachkräfte sogar etwas kosten lassen. Das Kooperationsprojekt der waff (Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfond) und des AMS Wien läuft unter dem bereits etablierten Erfolgskonzept „Jobs mit Ausbildung“ und wird natürlich auch von der örtlichen Politik wohlwollend betrachtet. Peter Hanke, der in Wien das Thema Wirtschaft im Stadtrat vertritt, berichtet von zehn Unternehmen aus der Praxis, die sich aktiv an der Sicherung der Nachwuchsfachkräfte beteiligen wollen. Angeboten werden drei Lehrgänge; geplant ist die Teilnahme von 70 Ausbildungswilligen innerhalb der nächsten 20 Jahre, die nach Abschluss der Projektausbildung einen sicheren Job in der IT haben.

Beliebte Möglichkeiten zur Ausbildung in der IT-Branche, lassen sich beispielsweise unter Bfi-ooe.at nachlesen. Für all jene, die sich ihre beruflichen Träume in der IT- und Kommunikationsbranche erfüllen wollen, werden dort aktuell online vier Ausbildungsschwerpunkte umrissen:

  • Die Applikationsentwicklung setzt auf die Ausbildung von Fachkräften im Bereich des Codings, das heißt: Wer diese Ausbildung absolviert, kann danach Software programmieren für Systeme, Computer und für mobile Endgeräte.
  • Die Informationstechnologie wird (mit dem Schwerpunkt Betriebstechnik) vor allem in jenen Unternehmen gefordert, die mit Produktionsmaschinen arbeiten. IT-Infrastruktur, Netzwerke, Software und Endgeräte gilt es hier zu erfassen und gezielt aufeinander abzustimmen. Einen anderen Schwerpunkt hat die Ausbildung mit der Fachrichtung Systemtechnik. Wer diese Fachrichtung einschlägt, wird anschließend zur Fachkraft im IT-Dienstleistungsunternehmen. Hier ist die Abstimmung von Hard- und Software die entscheidende Leistung.

Die Schweiz stockt die ICT-Branche auf, in der die Wertschöpfung aktuell bereits hoch ist

Die Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) bietet in der Schweiz über 200.000 Menschen einen Arbeitsplatz – Tendenz steigend, Nachfrage steigend. Um langfristig diese Branche mit ihrer enormen Wertschöpfung voll auskosten zu können, setzt auch die Schweiz auf zukunftsorientierte Ausbildungsberufe, die unter berufe-der-ict.ch detailliert dargestellt werden. Die Schweizer IT-Profis von morgen arbeiten in verschiedenen Fachrichtungen:

  • In der Planung, Steuerung und Beratung sind jene IT-Profis tätig, die die Grundlagen für ICT-Entwicklungen schaffen. Ihre Berufsbezeichnungen sind vielfältig. Sie arbeiten als ICT-Architekten, -Auditoren, -Berater, -Controller, -Qualitätsmanager, -Sicherheitsbeauftragte und -Sourcing-Manager.
  • Diejenigen, die das zu nutzende IT-System erstmals aufsetzen und damit quasi erschaffen, sind in der Gruppe Design, Engineering, Bereitstellung und Implementierung zu finden. Hier arbeiten Applikationsentwickler, Data-Scientists, Datenbank-Spezialisten, ICT-Requirement-Engineers, ICT-Security-Spezialisten, ICT-System-Ingenieure, ICT-Test-Ingenieure und -Manger, Netzwerk-Spezialisten, Software-Ingenieure, User-Experience-Architekten und Wirtschaftsinformatiker.
  • Wer menschen- und kundenaffin ist, findet im Fachbereich Betrieb, Administration und Unterstützung den passenden IT-Job. In dieser Sparte sind die Applikations-Manager, Datenbank-Manager, ICT-Change-Manager, ICT-Helpdesk-Manager, ICT-Operator, ICT-Produktionsplaner, ICT-Security-Operations-Manager, ICT-Service-Manager, ICT-Supporter, ICT-System-Administratoren, ICT-System-Controller, ICT-System-Spezialisten, ICT-Techniker und Netzwerk-Administratoren zu Hause.

Darüber hinaus setzt die Schweiz auf IT-Spezialisten im Projektmanagement (Projektmanagement-Officer, Projektleiter, Programm-Manager), in Organisation und Betriebswirtschaft (Business-Analyst, Prozess-Manager, Unternehmensorganisator, Organisations-Manager) sowie auf methodikbezogene Berufe (DevOps Engineer, Product Owner, Scrum Master) und Anwendungsinformatiker (Mediamatiker).
 


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