Fehlende Investitionen in hybride Arbeitsformen gefährden Rückkehr ins Büro

Dass mangelnde Planung und Investitionen in hybrides Arbeiten die erfolgreiche Rückkehr ins Büro zu gefährden drohen, zeigt eine neue Ricoh Europe Studie, die von Opinium durchgeführt wurde. Die Ergebnisse der 500 befragten Büroangestellten verdeutlichen die anhaltende Skepsis der Arbeitnehmer:innen in Bezug auf die vollständige Rückkehr ins Büro und unterstreichen die Wichtigkeit flexibler Arbeitsmodelle.

Weniger als ein Fünftel der Befragten (16 %) geben an, dass ihr Arbeitsplatz über Richtlinien für hybrides Arbeiten verfügt. Gleichzeitig erschweren unzureichende Technologien und kollaborative Arbeitsumgebungen die Verwirklichung von flexibleren Arbeitsformen. So bestätigen beispielsweise weniger als die Hälfte der Befragten (47 %) einen Ausbau der Kommunikationsausstattung in Besprechungsräumen zur Unterstützung hybrider Arbeitsformen und fast jeder Vierte (23 %) gab an, dass der Raum für die Zusammenarbeit im eigenen Büro kleiner geworden ist.  Darüber hinaus beobachten weniger als ein Drittel (28 %) Fortschritte beim sicheren, kontaktfreien Zugang zu Arbeitsmitteln – z. B. durch die Abholung von IT-Geräten aus Schließfächern. Diese skizzierte Situation könnte bei der Rückkehr ins Büro zu erheblichen Reibungsverlusten führen und Beschäftigte davon abhalten, regelmäßig in Präsenz zu erscheinen. Ohne entsprechende Gegenmaßnahmen könnte die Produktivität am Arbeitsplatz leiden und Toptalente zu flexibleren Arbeitsplätzen abwandern.

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In einer Zeit, in der die Nachfrage nach Arbeitskräften historische Höchststände erreicht, fühlen sich fast ein Drittel der Beschäftigten (31 %) von ihrem Arbeitgeber unter Druck gesetzt, ins Büro zurückzukehren – ein Anstieg um 29 % gegenüber einer ähnlichen Studie aus dem Jahr 2020. Zwei Drittel (66 %) sind der Meinung, dass die Rückkehr ins Büro im Jahr 2022 jedem selbst überlassen bleiben sollte. Führungskräfte sind daher mehr denn je gefragt, bei der Gestaltung der Regelungen für hybrides Arbeiten die geschäftlichen Anforderungen mit den Präferenzen der Beschäftigten in Einklang zu bringen.

David Mills, CEO von Ricoh Europe, erklärt: „Für Arbeitgeber ist es von entscheidender Bedeutung, die richtigen Tools für die Zusammenarbeit zur Verfügung zu stellen, um ein positives Arbeitserlebnis für alle zu schaffen, unabhängig davon, wo sie sich befinden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass zwischen Präsenzarbeit und Remote Working eine Kluft in Bezug auf die Arbeitserfahrung entsteht.“

Bemerkenswert ist darüber hinaus, dass sich das Vertrauen zwischen Unternehmen und Belegschaften im Verlauf der Pandemie verbessert hat. Mehr als die Hälfte (52 %) der Befragten glauben zudem, dass das Vertrauen ihres Arbeitgebers in ihre Fähigkeit, im Homeoffice motiviert und produktiv zu arbeiten, zugenommen hat.

Mills ergänzt: „Nach zwei Jahren, in denen es immer wieder Einschränkungen gab, entwickelt sich die Arbeitswelt weiter. Arbeitnehmer:innen erwarten mit Fug und Recht, dass sich ihr Unternehmen an die Spitze dieses Wandels setzt. Die neue Studie zeigt, dass Arbeitgeber beim Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zu ihren Beschäftigten ein gutes Stück vorangekommen sind. Der nächste wichtige Schritt auf diesem Weg ist die Schaffung einer Arbeitsumgebung, die hybrides Arbeiten wirklich unterstützt. Trotz der unbestrittenen Vorteile der Zusammenarbeit in einem Raum werden uns hybride Arbeitsformen auf absehbare Zeit erhalten bleiben. Wer heute in hybrides Arbeiten investiert, investiert in die Zukunft, denn dadurch werden sowohl Produktivität als auch die Mitarbeiterbindung verbessert.“

www.ricoh.de

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