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remote work

Inzwischen sind verschiedene Formen des Arbeitens denkbar und möglich. Unternehmen stehen in der Verantwortung, ihren Mitarbeitenden diese neue Flexibilität nun auch zuzugestehen. Alles andere wäre weder angemessen noch wertschätzend!

In den vergangen 18-20 Monaten haben wir alle Erfahrungen mit neuen Arbeitsmodellen gemacht. Inzwischen erlauben höhere Impfquoten vielerorts wieder die Rückkehr in die Büros, doch ist diese längst nicht bei allen gewünscht. Laut einer Studie von Tivian wollen aktuell gerade einmal 8 Prozent der befragten Arbeitnehmenden wieder vollständig im Büro arbeiten. Dieser Trend stellt Unternehmen vor große Herausforderungen und hat eine intensive Debatte über die Zukunft der Arbeit entfacht. Das Spektrum reicht von Unternehmen, die sämtliche Büros räumen und vollständig auf Remote Working setzen bis hin zu denen, die all ihre Mitarbeitenden wieder ins Büro bestellen. Beide Positionen limitieren die Wahlmöglichkeiten der Arbeitnehmenden. Jeder Einzelne hat individuelle Präferenzen und findet sich in einer spezifischen Lebenssituation wieder. In meinen Augen folgt daraus ein klarer Auftrag: Unternehmen müssen verschiedene Möglichkeiten des Arbeitens schaffen und die Arbeitnehmenden selbst darüber entscheiden lassen, in welcher Form sie arbeiten möchten. 

Warum flexibles Arbeiten? 

Es besteht kein Zweifel: Die Mitarbeitenden sind das Herzstück eines jeden Unternehmens, ohne sie läuft nichts. Tagtäglich treffen sie Entscheidungen, die über den Erfolg des Geschäfts bestimmen, wobei im Unternehmen auf die Kompetenz der Entscheidenden vertraut wird. Ist es dann nicht absurd, die Mitarbeitenden gerade bei der Entscheidung, wie sie arbeiten möchten, zu bevormunden?  

Selbstverständlich bringt jede Position gewisse Verbindlichkeiten mit sich, die eingehalten werden müssen und es teilweise nicht erlauben, an einem unbestimmten Ort zu arbeiten. Dennoch sollten Unternehmen das Ziel verfolgen, ihren Mitarbeitenden so viele Freiheiten und Autonomie wie möglich zu geben. Es geht hierbei nicht zuletzt um Wertschätzung und Respekt gegenüber den vielfältigen Lebensumständen der Arbeitenden. Diese Philosophie in einem Unternehmen zu etablieren, geschieht nicht von heute auf morgen und erfordert einen klaren Fahrplan. Im Folgenden einige entscheidende Punkte.
 


Faire Behandlung – egal ob im Büro oder Homeoffice 

Die oberste Priorität sollte es für Unternehmen sein, ihre Mitarbeitenden fair zu behandeln, unabhängig davon, wo sie arbeiten. Beide Arbeitsmodelle, ob von Zuhause oder im Büro, haben unterschiedliche Vor- und Nachteile. Unternehmen müssen sicherstellen, dass die Arbeitenden in beiden Fällen effizient arbeiten können und untereinander nicht das Gefühl einer ungleichen Behandlung entsteht. Bei diesem Balanceakt kommt es auf Fingerspitzengefühl und kleinere Maßnahmen an. Restriktionen und Strafen sind definitiv der falsche Weg. Vielmehr sollten Anreize für Mitarbeitende geschaffen werden, sich ein ideales Arbeitsumfeld zu schaffen. Vorteile des Büroalltags wie frei verfügbare Snacks und Getränke können im Homeoffice beispielsweise durch eine finanzielle Unterstützung bei der Einrichtung des heimischen Arbeitsplatzes ausgeglichen werden.

Ein erfolgreiches System passt sich an 

Nichts ist von Anfang an perfekt. Das Arbeiten freier und flexibler zu gestalten, ist eine Aufgabe, die viel Mut, Engagement und Zeit erfordert. Um die entsprechenden Hürden zu meistern, ist es für Unternehmen von essenzieller Wichtigkeit, auf die Stimmen ihrer Mitarbeitenden zu hören. Auf sich verändernde Bedürfnisse und Umstände müssen sich die Entscheidungstragenden einlassen und entsprechend reagieren. Nur wer über die Anliegen der Mitarbeitenden im Bilde ist, kann Rahmenbedingungen schaffen, unter denen sie effizient arbeiten können. In diesem Zusammenhang ist es wichtig, Mitarbeitenden die Chance zu geben, ihre Bedürfnisse offen zu artikulieren. Hierbei bieten sich regelmäßige Meetings oder Unterstützung durch speziell ausgebildetes Personal an. 

Kommunikation ist das A und O 

Flexibles Arbeiten wird durch moderne Technologien überhaupt erst möglich. Dennoch ist Technologie per se noch nicht die Lösung aller Herausforderungen. Die neuen Kanäle müssen dazu genutzt werden, eine Kommunikationskultur aufzubauen, in der man sich frei äußern kann und Informationen ohne Hindernisse ausgetauscht werden können. Die Mitarbeitenden müssen online genauso ungezwungen miteinander interagieren können wie offline im Büro. Insbesondere um den Flurfunk online nicht zu verlieren, ist es wichtig eine Routine zu etablieren, bei der die Mitarbeitenden in engem Austausch miteinander stehen. Nicht nur geplante Gruppen-Calls, sondern auch informelle Meetings und Chats sind hierbei nicht zu unterschätzen.

Die Zukunft der Arbeit ist offen. Unternehmensvorstände haben jetzt die Chance, ihren Mitarbeitenden mehr Flexibilität im Berufsalltag einzuräumen. Diese Autonomie haben unsere Mitarbeitenden mehr als verdient. Denn es sind schließlich sie, die das Geschäft am Laufen halten. Und am Ende des Tages sind die glücklichsten und produktivsten Arbeitnehmenden diejenigen, die über ihre Arbeit und ihr Arbeitsleben die Kontrolle innehaben.

Andy Ingham, Senior Vice President of Sales
Andy Ingham
Senior Vice President of Sales, Bullhorn
Andy Ingham ist ein erfahrener Sales Leader. Bevor er zu Bullhorn kam, leitete er 10 Jahre lang Teams aus verschiedensten Branchen, die er dabei unterstützte, die betriebliche Effizienz und das Unternehmenswachstum durch den Einsatz von Technologie zu steigern. Während seiner Zeit bei Bullhorn war er zunächst für die Bestandskundenpflege und die Neukundenakquise in Großbritannien zuständig. Jetzt ist er als Senior Vice President of Sales für das Wachstum von Bullhorn in den Regionen EMEA und APAC verantwortlich.


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