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CIO

Wie können IT-Führungskräfte sicherstellen, dass Mitarbeiter alle technologischen Tools, Informationen und Unterstützung erhalten, die sie benötigen, um ihr Unternehmen durch Unsicherheiten und Disruptionen zu führen? Für CIOs eine wichtige Frage.

Die Covid-19-Pandemie war eine Gelegenheit, zu zeigen, wie schnell Unternehmen Remote-Arbeit unterstützen können. Gleichzeitig ging es auch darum, die digitale Transformation zu beschleunigen und völlig neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Organisationen nahmen die Herausforderung an – und viele schlossen sie erfolgreich ab.

Heute geht es für die meisten Unternehmen darum, angesichts schwacher Umsätze und sich verändernder Kundenerwartungen anpassungs- und widerstandsfähiger zu werden. Im Gegensatz zum Anfang 2020 abrupt einsetzenden reaktiven Wandel, ist es nun an der Zeit, einen proaktiveren und durchdachteren Ansatz zu verfolgen. Die Mitarbeiter spielen eine enorm wichtige Rolle: Eine Organisation, die belastbar ist, sich schnell und flexibel anpassen kann, ist auf die Erfahrungen ihrer Belegschaft angewiesen. Durch ihre Initiative und Entscheidungen gewährleisten sie den Erfolg der Firma. 

Es überrascht daher nicht, dass die Ausbildung von Mitarbeitern eine der wichtigsten Prioritäten ist, um die Resilienz sicherzustellen. In einer kürzlich von Forrester Consulting im Auftrag von Elastic durchgeführten Studie unter 1.000 IT-Führungskräften und -Entscheidern gaben mehr als zwei von drei Befragten (67 Prozent) an, dass eine schnellere Reaktionsgeschwindigkeit auf Marktveränderungen oberste Priorität hat. Weitere Ziele sind ein beschleunigter Wandel zu einem digitalen Unternehmen (59 Prozent), eine verbesserte Kundenerfahrung (54 Prozent) und die bessere Einhaltung von Vorschriften und Anforderungen (52 Prozent). Im Vergleich dazu war eine schnellere Reaktionsgeschwindigkeit vor der Pandemie nur bei weniger als der Hälfte der Befragten (48 Prozent) die wichtigste Priorität. Die IT-Verantwortlichen werden sich jedoch anstrengen müssen, damit ihre Zielgruppen die Bemühungen um ein hervorragendes Mitarbeitererlebnis (EX) wirklich begrüßen und schätzen.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie von EY zeigt, dass für die Mehrheit der Befragten eine Rückkehr zur Arbeitsweise vor der Pandemie nicht in Frage kommt. Drei Viertel der Teilnehmer freuen sich auf die neue Arbeitswelt und 80 Prozent begrüßen die höhere Flexibilität hinsichtlich der Arbeitszeiten und die Möglichkeit einer Kombination von Home-Office und Arbeit im Büro. Für die Zeit im Home-Office erwarten sie aber auch einiges – 94 Prozent würden beispielsweise gerne tägliche Video-Konferenzen mit ihrem jeweiligen Team durchführen. 

CIOs, deren Unternehmen bereits seit längerer Zeit mit einer verteilten Belegschaft arbeiten, sind hier im Vorteil – und können bereits auf gewisse Erfahrungen zurückblicken. Bei diesen Organisationen stand die Mitarbeitererfahrung schon lange im Mittelpunkt, doch auch hier wurde sie durch neue bzw. zusätzliche Tools weiter verbessert. Anwendungen für Videokonferenzen gehören sicherlich zu den Applikationen, deren Nutzung steil angestiegen ist. Eine aktuelle Umfrage des Branchenverbandes BITKOM zeigt, dass die Zahl der Videokonferenzen weiter steigt. Die knapp 1.000 Teilnehmer der Umfrage gaben an, durchschnittlich acht Videokonferenzen pro Tag zu absolvieren. 27 Prozent haben mehr als zehn Telkos pro Tag, 33 Prozent liegen eher bei einer bis fünf. 77 Prozent nutzen Videotelefonie jetzt häufiger als vor der Pandemie. Dies ist nur ein Beispiel für ein notwendiges Tool, das Teams die Arbeit erleichtert.

Im Folgenden weitere Empfehlungen, mit denen Firmen ihre Mitarbeiter unterstützen können, effizient zu arbeiten.

  • Mitarbeiter sollten leicht Zugriff auf die benötigten Informationen erhalten. Niemand möchte seine Zeit mit der Suche nach Dokumenten und Daten verbringen, die über verschiedene Content-Quellen und Anwendungen des Unternehmens verstreut sind – eine frustrierende Zeitverschwendung. Idealerweise haben Teams und Abteilungen schnellen Zugriff auf alle benötigten Daten über eine interne Suchmaschine. So können sie von einem einzigen Ort aus nach relevanten Informationen suchen, die alle diese Quellsysteme vereinen.
  • Mitarbeitern den Schutz von Unternehmensinformationen erleichtern. Es ist kein Geheimnis, dass ausgefeilte Ransomware und Phishing-Angriffen während der Pandemie stark anstiegen. Eigene Endpoint Protection Anwendungen können Cyber-Risiken überwachen und verwalten. Schulungen sind ein gutes Mittel, um Mitarbeiter zum Thema zu sensibilisieren.
  • Mitarbeiter sollten leicht die Unterstützung zu finden, die sie benötigen – und zwar, wenn sie sie benötigen. Remote-Arbeit kann isolierend sein und die Pandemie ist eine große (zusätzliche) Belastung. Der Zugang zu psychischen Gesundheitsdiensten auf Abruf ist eine gute Möglichkeit, Teams zu unterstützen. Sie können auch flexiblere Arbeitszeiten anbieten, damit die Mitarbeiter ihre Aufgaben mit anderen Verpflichtungen vereinbaren können.

Mitarbeitererfahrungen verbessern

Noch ist nicht jedes Unternehmen so weit, diesen Weg zu gehen. Tatsächlich rangiert die „Verbesserung der Mitarbeitererfahrung“ in der Forrester Consulting Umfrage auf der Liste der Prioritäten von IT-Führungskräften enttäuschend weit unten: Sie wurde nur von 41 Prozent genannt. Der Tenor von 40 Prozent der Befragten ist jedoch positiv: „Wir verfügen über die richtigen Tools, Richtlinien und Verfahren, um Remote-Mitarbeiter und flexible Arbeitsvereinbarungen zu unterstützen.“

Kein Wunder also, dass die Teilnehmer einer aktuellen Umfrage des Strategieunternehmens McKinsey unter mehr als 5.000 Arbeitnehmern angeben, sich Sorgen um die Zukunft der Arbeit zu machen. Vierzig Prozent sind der Meinung, dass ihre Arbeitgeber noch keine detaillierte Vision für die Arbeit nach der Pandemie skizziert haben. Weitere 28 Prozent sagen, dass sie bislang nur vage Aussagen gehört haben. Ihre Top-Priorität: robuste, standardisierte und integrierte Tools für die virtuelle Zusammenarbeit. Diese Anwendungen steigern ihre Produktivität und stellen ihr Wohlbefinden sicher. An zweiter Stelle steht der Wunsch nach klaren Arbeitszeiten und Erwartungen.

Einige Führungsteams haben die Verbindung zwischen der Mitarbeitererfahrung und der Widerstandsfähigkeit eines Unternehmens noch nicht hergestellt. Allerdings gibt es positive Anzeichen, dass sie diese Verbindung herstellen. 

Seit Beginn der Pandemie sehen 36 Prozent der Befragten eine höhere Verantwortung, adaptive Geschäftspraktiken einzuführen – so das Ergebnis der Forrester Consulting Umfrage. Ziel ist es, die Organisation dadurch widerstandsfähiger zu machen. Auch in weiteren Bereichen haben sich die Anforderungen an die IT-Führungskräfte erheblich verändert. Dazu gehören beispielsweise die Verantwortung für die Mitarbeitererfahrung sowie deren Engagement (28 Prozent) und Wohlbefinden (29 Prozent).

Mit anderen Worten: Die Aufgaben des CIOs verändern sich. Die Forrester Consulting Studie fordert IT-Führungskräfte auf, die Bedürfnisse der Mitarbeiter in den Mittelpunkt aller Technologieentscheidungen zu stellen – und zwar auf der „Arbeits-, Wellness- sowie persönlicher Ebene.“

Jörg Hesske, Area Vice President CEMEA
Jörg Hesske
Area Vice President CEMEA, Elastic

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