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Unproduktive Mitarbeiterin

Folgendes Szenario: Es ist ein durchschnittlicher Montag. Kevin Müller sitzt an seinem Schreibtisch, um einen Bericht fertigzustellen. Vorher geht es allerdings noch für eine knappe Stunde ins wöchentliche Team-Meeting. Zwischenzeitlich erhält Kevin fünf Mails, die jeweils weiteren Handlungsbedarf erfordern.

Bevor er sich versieht, ist es Mittag, und der eigentliche Bericht wurde gerade erst begonnen. Szenarien wie diese klingen in Deutschland nur allzu vertraut.

Laut aktuellem State-of-Work-Report verschwenden deutsche Mitarbeiter rund die Hälfte ihrer Arbeitszeit mit unproduktiven Aufgaben. Dabei liegt das nicht an mangelnder Arbeitsmoral. Im Gegenteil: 70 Prozent der befragten deutschen Arbeitnehmer stimmen der Aussage zu, dass ihr Job für sie mehr bedeutet als ihr bloßes Gehalt, 85 Prozent sind sogar stolz auf ihre geleistete Arbeit. Die überwiegende Mehrheit der Arbeitnehmer ist heute also engagiert und leistungswillig.

Die Studie zeigt jedoch auch, dass Mitarbeiter durch veraltete Technologien und Ablenkung am Arbeitsplatz in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt werden. Übermäßiger Mailverkehr verschlingt alleine 13 Prozent der wöchentlichen Arbeitszeit. Langatmige Meetings (10 Prozent) und Unterbrechungen wegen nicht betriebsnotwendiger Aufgaben (9 Prozent) sind ebenfalls Produktivitätskiller. Insgesamt gehen Unternehmen so im Durchschnitt rund zwei Arbeitstage pro Woche verloren.

Der Sinn der Arbeit

Trotz fortschreitender technologischer Innovationen, die heute den modernen Arbeitsplatz antreiben, hat sich an der Art und Weise, wie wir arbeiten, seit den 1900er Jahren nicht viel geändert. Für einen regelmäßigen Gehaltsscheck leisten wir nach wie vor zum größten Teil eine 40-Stunden-Woche. Allerdings sind Mitarbeiter heute nicht mehr bereit, Sklave des eigenen Posteingangs zu sein. Stattdessen wollen sie effektiv und effizient arbeiten und stolz auf das sein, was sie tun.

Unsere Studie bestätigt außerdem die Erkenntnisse von Gallup, dass Millennials mehr von der Arbeit wollen und erwarten als eine kräftige Lohnerhöhung. Auch wenn der Wunsch nach einer angemessenen Work-Life-Balance manchmal als Faulheit oder mangelnde Belastbarkeit abgetan wird, kann das Nichtbeachten dieser Bedürfnisse das gesamte Unternehmen beeinträchtigen. Das kann wiederum zu mehr Stress und damit gegebenenfalls zu einem Burnout der Mitarbeiter führen – der wiederum mit Kosten und Ausfällen verbunden ist. Laut World Economic Forum belaufen sich die geschätzten Kosten weltweit auf 322 Milliarden US-Dollar, da freie Zeit des Mitarbeiters, verlorene Arbeitszeit und damit verbundene Kosten wie Umsatz und niedrige Produktivität einkalkuliert werden. Bis zum Jahr 2020 sollen 50 Prozent der weltweiten Belegschaft aus Millennials bestehen, die Herausforderung bleibt also. Es ist an der Zeit, dieser Generation von Mitarbeitern Aufmerksamkeit zu schenken und Arbeit neu zu erfinden.

Mehr Technik führt nicht zu effizienterer Arbeit

Heutige Mitarbeiter sehnen sich nach moderner Technologie, die ihnen hilft, ihre Arbeit strategischer und effizienter zu erledigen. 84 Prozent der deutschen Arbeitnehmer sagen, dass die Art und Weise, wie wir über Technologie am Arbeitsplatz denken, neu definiert werden muss. Aufgrund der ständigen Nutzung von Instagram und Google sind Millennials und Mitarbeiter der Generation Z an einfache, optimierte und ansprechende Technologie-Tools gewöhnt – und erwarten diese auch am Arbeitsplatz. Nahezu jeder Mitarbeiter (94 Prozent) gibt an, dass die Suche nach Informationen bei der Arbeit genauso einfach sein sollte wie bei Google. Es ist also eine einzige, unkomplizierte Methode für den Zugriff auf Updates und Nachrichten innerhalb und über die Arbeit erforderlich.

Obwohl europäische Unternehmen 256 Milliarden US-Dollar für Initiativen zur digitalen Transformation, Kommunikations-Apps und Tools zur Verbesserung unseres Arbeitsansatzes ausgeben, verbessern sie die Dinge noch nicht. Heutzutage sind 79 Prozent der deutschen Arbeitnehmer der Ansicht, dass Unternehmen Chancen verpassen, wenn sie nicht auf modernere Lösungen umsteigen.

Da der Softwareeinkauf häufig auf Abteilungs- oder sogar Teamebene stattfindet und nicht allgemein geregelt ist, sind Mitarbeiter mit so vielen verschiedenen Büroanwendungen konfrontiert, so dass sie Probleme haben, damit zu arbeiten. Tatsächlich hindert die Anzahl an unterschiedlichen Programmen sie daran, ihre Arbeit zu tun. Während die Tools häufig eingeführt werden, um die Arbeit zu erleichtern, geben 38 Prozent der Beschäftigten in Deutschland an, dass ihr Unternehmen tatsächlich über zu viele technische Optionen verfügt, was ihre Produktivität beeinträchtigt.

Wie moderne Arbeit funktionieren kann

Es ist Zeit für eine neue Arbeitsweise. Modernes Work Management verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz für alle Bereiche – von technischen Lösungen hin zur Möglichkeit, dass Teams sich auf die Arbeit konzentrieren, für die sie beauftragt wurden, und dass alle Mitarbeiter an den strategischen Zielen des Unternehmens ausgerichtet sind. Indem Unternehmen auf die Bedürfnisse ihrer Belegschaft eingehen und diese erfüllen, fördern sie eine effiziente Arbeitsweise und können so die Unternehmensziele vorantreiben.

Engagierte Mitarbeiter, die hart arbeiten, aber nicht effizient genug sind, sind für Unternehmen eine verpasste Chance. Aus diesem Grund ist es Zeit, dass Führungskräfte einen neuen Ansatz in Sachen Arbeiten verfolgen. Mitarbeiter sind stolz auf ihre Arbeit und möchten ein ablenkungsfreies Umfeld, in dem es einfach ist, Aufgaben zu erledigen. Dafür brauchen sie jedoch bessere Lösungen. Auf dem Weg zu einer neuen Arbeitsweise müssen Unternehmen ein modernes Work Management einführen, um strategische Ziele in Einklang zu bringen und ihre Teams befähigen, außergewöhnliche Dinge zu erledigen.

Jada Balster, Vice President of Marketing EMEA bei Workfront

www.workfront.com/de
 


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