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3. Schritt: Das „Backlog“ befüllen

Das Product Backlog „befüllen“ – damit meinen Fachleute genügend Anforderungen zu ermitteln, um das Projekt in Gang zu setzen. Was erwartet der Kunde von dem Ergebnis des Projekts? Im agilen Projektmanagement fragt man laufend nach dem Nutzen für den Kunden: Was braucht welcher Kunde – und warum? Vor allem das „Warum“ ist wichtig, denn es macht die Anforderungen des Kunden deutlich. Profis nehmen beim Kunden sogenannte „User-Stories“ zu Protokoll: Der Kunde legt seine Anforderungen in Alltagssprache dar und berichtet darüber, welchen Nutzen er aus bestimmten Anforderungen zieht. Praxistipp für den Projektstart: Mindestens ein bis zwei Wochen vor dem ersten Sprint sollte das Product Backlog mit User Stories befüllt sein, damit das Projekt reibungslos in Gang kommt.

4. Schritt: Zum Sprint starten

Klassische Projekte werden von A bis Z geplant, umgesetzt und dann dem Kunden präsentiert. Anders agile Projekte: Bei ihnen stellt das Team dem Kunden immer wieder Zwischenergebnisse vor. „Sprints“ werden diese kurzen Zwischenschritte genannt. Ein Beispiel: Ein Team erstellt eine Homepage für Mitarbeiterschulungen. Für diese Homepage wünscht der Kunde einen Wissensspeicher sowie einen weltweit funktionierenden Chat, über den Mitarbeiter mit Experten Kontakt aufnehmen und Fragen stellen können. Der Product Owner wählt diese beiden wichtigen Anforderungen aus dem Product Backlog aus. Mit ihnen startet das Team in den ersten Sprint; es entwickelt für den Kunden zunächst die Katalogfunktion und das Chatfenster.

5. Schritt: Feedback & Retrospektive

Das Ergebnis des Sprints sollte mehr sein als nur ein Provisorium oder ein vorläufiger Dummy. „Jeder Sprint sollte mit potentiell auslieferbar Ergebnissen enden“, sagt Heidi Seidl, „also etwas, das das Team guten Gewissens seinen Kunden zeigen kann.“ Der Kunde testet dann dieses Zwischenergebnis und kommentiert es. Auf Basis dieser Rückmeldung verändert das Team das Ergebnis und startet einen neuen Sprint, an dessen Ende wieder das Feedback des Kunden steht. So wächst das Projekt Schritt für Schritt zum Ziel.

Feedback ist ein wesentliches Element im agilen Management. Doch nicht nur die Rückmeldung des Kunden nach jedem Sprint zählt, sondern auch die Retrospektive des Teams selbst. „Ich empfehle Scrum Mastern darauf zu achten, dass sich Teams regelmäßig Zeit nehmen für die Reflexion des Vorgehens und des Ablaufs“, erklärt Heidi Seidl das Prinzip der Team-Rückschau. Da geht es um Fragen, ob das Team seine Aktivitäten richtig gewählt hat, ob ausreichend Kompetenz im Team war oder ob der Umgang der Teammitglieder untereinander stimmt. „Diese Retrospektiven sind Gold wert“, sagt Heidi Seidl, „nicht nur die Teams lernen aus Erfolgen und Fehlern, sondern auch die Unternehmen für ihren weiteren Weg des agilen Projektmanagements.“

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