Supply Chain: Unvorhersehbare Umstände berechenbar machen

Supply Chain, Lieferkette

Wissen ist Macht und ermöglicht den frühzeitigen Eingriff

Wie sehen das Lager und die Logistik der Zukunft aus? Was ist zukünftig alles miteinander im IIoT vernetzt? Und wo stehen wir bereits heute? Nur die Logistik mit einem optimalen Zusammenspiel aus Menschen, Cobots, Fahrzeugen, Rechnern, Algorithmus und modernsten Geräten, alles miteinander vernetzt, haben eine erfolgreiche Zukunft vor sich. Entscheidend ist zu wissen, was in Echtzeit an welchem Ort passiert. Daraus lassen sich Schlüsse ziehen, welche Stellschraube geändert werden muss, um den reibungslosen Ablauf in der Zukunft nicht zu stören.

Zwei einfache Beispiele: Die MDM-Software erkennt, dass bei einem Picker der Batteriestatus des Scanners niedrig ist, gleichzeitig weiß das System aber, das in 45 Minuten ein LKW zum Abladen eintrifft. Also schickt das System den Mitarbeiter rechtzeitig zum Laden, damit der Scanner genügend Batteriekapazität hat, um den Ladevorgang in der vorgesehenen Zeit durchzuführen. Oder ein LKW meldet einen Stau, so dass sich die Ankunftszeit im Lager verändert. Das System prüft automatisch alle Möglichkeiten und sorgt dafür, dass Mitarbeiter nicht auf den LKW warten, sondern andere Aufgaben erfüllen und auch die Rampe nicht unnötig freigehalten wird. Solange ein übergeordnetes System alle Daten hat, und in der Lage ist diese zu verarbeiten, kann es auch entscheiden, welche Schlüsse zu ziehen sind, um die Prozesskette nicht zu stören. Auch vermeintliche banale Abläufe können optimiert werden: Beim Händewaschen nach der Pause nimmt ein Mitarbeiter das letzte Papierhandtuch aus dem Halter, ein Sensor erkennt dies und ordert automatisch ein Nachfüllpack im Lager des Facility Managers. Dieser wird per Sprachinformation darüber informiert und zum Lagerort der Handtücher geführt, um diese anschließend nachzufüllen.

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Ebenfalls ganz entscheidend um Ausfälle zu vermeiden, ist die vorbeugende Wartung: Oft werden Dinge erst repariert, wenn sie kaputt gehen, was sich negativ auf die Produktivität auswirkt. Ein Beispiel, um dies zu ändern sind etwa intelligente Vibrationssensoren an Förderbändern. Diese erkennen, wenn die Motoren nicht richtig laufen, oder einen Abstandssensor über einem Etikettenstapel, der automatisch nachbestellt, wenn der Bestand zu gering wird. Als zukunftssichere und skalierbare Technologie bietet die Ivanti Velocity eine Plattform, die eine durchgängige Supply-Chain-Transparenz ermöglicht und durch die Orchestrierung der Workflow-Automatisierung und -Integration ein kontinuierliches Wachstum ermöglicht. Sie ist dabei so konzipiert, dass sie mit den Anforderungen des Lagers mitwächst und in jeder Situation hilft Abläufe zu optimieren.

Nur wenn alles vernetzt ist, entsteht der Wissensvorteil, um sowohl Echtzeit als auch zukünftige Abläufe zu verändern. Und diese Vernetzung geht weit über das Lager hinaus: Von Paletten, Containern, LKWs und Schiffen bis hin zum Produzenten Tausende Kilometer entfernt. Der Konnektivität mit Ivanti Neurons für IIoT sind kaum Grenzen gesetzt und jeder Use Case ist damit abbild- und umsetzbar.
Ein Beispiel für eine unvorhergesehene Störung im Picking-Prozess in einem Lager könnte sein, dass ein wichtiger Mitarbeiter plötzlich krank wird oder sich ein technisches Problem mit einem der Lagergeräte wie z.B. Gabelstapler ergibt. Um dieses Problem zu lösen, kann das Lager folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Mitarbeiter-Cross-Training: Das Lager kann seine Mitarbeiter regelmäßig darauf trainieren, mehrere Aufgaben im Lager zu übernehmen, um die Auswirkungen von Ausfällen zu minimieren.
  • Redundanz von Ausrüstungen: Das Lager kann sicherstellen, dass es mehrere Gabelstapler oder andere Ausrüstungen hat, um die Auswirkungen von Ausfällen zu minimieren.
  • Priorisierung von Aufträgen: Das Lager kann Prioritäten setzen, welche Aufträge am wichtigsten sind, um sicherzustellen, dass die wichtigsten Aufträge auch bei Personalengpässen oder Ausrüstungsproblemen bearbeitet werden können.
  • Flexibilität im Prozess: Das Lager kann seine Prozesse so gestalten, dass sie flexibel auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren können, zum Beispiel durch Verwendung von barcode-scanner, pick-by-voice oder pick-by-light systeme, die unterstützen Mitarbeiter schnell und flexibel handeln zu können.
  • Notfallplan: Das Lager sollte einen Notfallplan haben, der beinhaltet, wie man mit solchen unvorhergesehenen Ereignissen umgehen kann, z.B. Personalnotdienst, Ersatzteile, und auch die Prozesse, die durchgeführt werden müssen, um die normalen Abläufe schnellstmöglich wiederherzustellen.

Ein getriebener Markt

Die Technologieführer auf dem Markt werden von dem Ziel einer einheitlichen, digitalisierten Lieferkette angetrieben. Dieses Segment ist technikaffin, funktionshungrig und hat sich dem vollkommenden Ziel verschrieben, mehr Agilität und Transparenz durch verwertbare Datenerfassung zu schaffen. Der größte Anreiz für eine bestimmte Art der Datenbereitstellung ist die Flexibilität, schnell neue Funktionen hinzuzufügen, da ihre Vision nicht auf das beschränkt ist, was derzeit verfügbar ist. Dieses Segment nutzt vernetzte mobile Frontline-Lösungen in größerem Umfang als der Rest des Marktes; es setzt auch verstärkt Elemente der Robotik und Automatisierung ein, und es ist wichtig, dass diese sicher und synchron mit den menschlichen Arbeitskräften arbeiten. Die industrielle Lieferkette macht insgesamt Fortschritte auf der Reifekurve der IIoT-Technologie.

Einige Unternehmen setzen fortgeschrittene Automatisierungselemente ein und nutzen effektiv die Datenanalyse, um ihre Arbeitsabläufe zu optimieren, andere haben gerade erst Stift- und Papierprozesse aufgegeben und zum ersten Mal mobile Geräte in die Hände ihrer Angestellten gegeben. Um den Wert des IIoT zu maximieren, müssen sich Menschen und Prozesse ändern, um die Vorteile dieser datengesteuerten Erkenntnisse zu nutzen. Wer Echtzeitdaten erhält, um schneller reagieren zu können oder bessere Informationen erhalten, kann viel gezieltere Maßnahmen ergreifen. Dies erfordert das Engagement der Führung, um sicherzustellen, dass das IIoT nicht nur eine IT-Initiative, sondern eine unternehmensweite Anstrengung ist.

Letztendlich demokratisieren IIoT-Lösungen Informationen, erhöhen die Sicherheit und die Transparenz und machen KPIs einfach sichtbar – die Anwendungsfälle sind nahezu grenzenlos. Die Supply Chain der nahen Zukunft ist vergleichbar mit der Zukunft des Verkehrs: Wenn alle Fahrzeuge vernetzt sind, kommen alle mit optimaler Geschwindigkeit und sicher ohne Unfälle und Verzögerungen ans Ziel. IIoT kann jetzt im Handel und der Lieferkette der Gamechanger sein, wenn es darum geht Prozesse weiter in der Effizienz zu steigern und den ganzen Prozess weiter nach oben zu skalieren und vor allem sicherer für alle Beteiligten zu machen.

Patrick Molemans

Ivanti Supply Chain -

Territory Manager Central Europe

Patrick Molemans ist seit über acht Jahren Territory Manager Central Europe bei Ivanti Supply Chain (ehemals Wavelink). Ivanti hilft Unternehmen dabei, moderne Technologien im Lager und in der gesamten Lieferkette zu nutzen, um die Prozesse zu verbessern, ohne die Backend-Systeme zu ändern. Insgesamt beschäftigt Molemans sich seit mehr als
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