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IIoT

Technologie ist heute der Gamechanger für die Supply Chain: Sie sorgt für schlanke Prozesse, verkürzte Bestell-, Kommissionier- und Lieferzeiten und hohe Produktivität.

Vernetzte und kommunikative Technologien wie das Industrial Internet of Things stellen sicher, dass Kundenerwartungen übertroffen werden, während Fehler der Mitarbeiter reduziert werden und die gesamte Lieferkette sowohl intern als auch extern transparent wird. 

Online-Shopping hat durch die Corona-Krise 2020 einen deutlichen Schub erfahren: Der Umsatz mit Waren im E-Commerce stieg um 14,6 Prozent im Jahresvergleich. Optimierte Lagerhaltung und Versand sind also mehr denn je von entscheidender Bedeutung und dabei spielt das Industrielle Internet der Dinge (IIoT) eine wichtige Rolle. Technologie hat die Lieferkette zweifelsohne revolutioniert. Hinzu kommt, dass diese digitalen Lösungen nicht in Silos untergebracht sind. Stattdessen handelt es sich um vernetzte und kommunikative Technologien. 

Integration und Steuerung

Kurz gesagt ist das IoT ein Netzwerk von Geräten, die mit dem Internet und damit untereinander verbunden sind, um effektiv zu kommunizieren und Daten zu übertragen, ohne dass ein menschliches Eingreifen erforderlich ist. Wenn es auf industrielle Umgebungen angewendet wird, entsteht das IIoT, das die Effizienz von Unternehmensabläufen verbessern und Ausfallzeiten reduzieren kann, indem es die erweiterte Konnektivität nutzt, um Probleme frühzeitig zu erkennen. Für jeden Supply-Chain-Logistikprofi wird es daher keine Überraschung sein, dass es viele Möglichkeiten für das IIoT gibt, um Lagerprozesse zu verbessern. 

Wenn praktisch jedes Element des Online-Handelsprozesses vernetzt ist, erhält der Verbraucher die Kontrolle und kann seine Bestellung von der Sekunde, in der er auf "Kaufen" klickt, bis hin zu dem Moment, in dem er für die Lieferung unterschreibt, verfolgen. Mit mehr Kontrolle und Transparenz entsteht ein positiveres digitales Erlebnis, das derzeit für viele der Marken, die für erfolgreiche Verkäufe im Ladengeschäft bekannt sind, aber noch nie eine so komplexe eCommerce-Infrastruktur implementiert haben, oberste Priorität hat. Mehr Kontrolle für die Beteiligten in der Lieferkette wirkt sich auch positiv auf den Kundenservice aus, da das Bestandsmanagement einen konstanten Fluss an sichtbaren und zugänglichen Daten benötigt, um erfolgreich zu sein. Unternehmen müssen in der Lage sein, ihre Artikel zu verfolgen, sicherzustellen, dass ihr Bestand mit der Nachfrage übereinstimmt und die Online-Kommunikation zu priorisieren, um die Erfüllung zu garantieren und Enttäuschungen zu vermeiden. 

Mit einem IoT-fähigen Order Management System (OMS), das die Lieferkettentechnologie zusammenführt, können Websites auf der Grundlage von Daten aus dem Lager live und aktuell bleiben. Auch die Produktivität der Mitarbeiter verbessert sich mit einem vernetzten OMS, was wiederum die Wahrscheinlichkeit von Fehlern verringert. IIoT-Geräte sind innerhalb der Lieferkette von großem Nutzen, da die Konnektivität, die sie bieten, Echtzeitüberprüfungen ermöglicht: So können etwa der Live-Warenbestand oder das Tracking der Waren durch die Lieferkette sowie eine vorausschauende Wartung von Maschinen und Anlagen erfasst werden. Darüber hinaus kann ein IIoT-Netzwerk typische Prozesse wie das Picking und die dafür relevanten Geräte und Informationen so verbinden, dass die Automation ausgebaut und der Ablauf effektiver wird. Werden beispielsweise in einem Lager neue Devices wie etwa Scanner angeschafft, können diese mit Ivanti Velocity schnell und einfach in bestehende Web- und Telnet-Anwendungen integriert werden. So löst etwa der Scan eines Pakets die Waage aus, welche den Wert ans System zurückliefert und prüft, ob die Menge korrekt ist. Wenn ja, wird automatisch ein Label gedruckt und der Cobot beauftragt das Paket abzuholen, während der Mitarbeiter gleichzeitig per Sprachbefehl den Ort des nächstens Pick Up Auftrages erhält. Alle diese Systeme basieren auf Daten und mit der Analyse dieser Daten wie mit Ivanti Neurons können Prozesse verbessert werden. Das können beispielsweise Hyper-Automatisierungs-Bots für die selbstständige Reparatur und Absicherung von Geräten sowie proaktiven Support sein. 

Einfachheit und Effizienz 

Die kontrollierte Konnektivität des Industriellen Internets der Dinge sorgt auch für ein effizienteres und einfacheres System für die Mitarbeiter hinter der Technologie. Onboarding-Prozesse werden ebenfalls optimiert, da die Benutzeroberfläche dieser modernen Geräte die eines Smartphones besser widerspiegelt, was bedeutet, dass ein Großteil der neuen Mitarbeiter in der Lage sein wird, sofort loszulegen und schnell zu lernen. In ähnlicher Weise haben sprachgesteuerte Kommissioniertechnologien die Effizienz der Lieferkette in zweifacher Hinsicht erhöht, da freihändige sprachgesteuerte Lösungen sowohl eine höhere Genauigkeit als auch eine höhere Geschwindigkeit ermöglichen. Während der Druck auf Lagerteams steigt, so schnell und genau wie möglich zu kommissionieren und zu verpacken, sind einfach zu bedienende IIoT-Geräte der Schlüssel zur Steigerung der Produktivität. 

Dies kann jedoch ein zweischneidiges Schwert sein, denn während das IIoT die Effizienz steigern und den Mitarbeitern der Lieferkette ein effizienteres Arbeiten ermöglichen kann, bedeutet es auch, dass mehr Geräte verwaltet und kontrolliert werden müssen, um sicherzustellen, dass nichts schiefgeht. Unternehmen der Lieferkette müssen daher Maßnahmen ergreifen, um IIoT-Probleme zu entschärfen, einschließlich der Sicherstellung, dass alle Edge-Geräte ordnungsgemäß verwaltet und gepflegt werden. In diesem Zusammenhang beginnen Unternehmen auch, ihre Denkweise dahingehend zu ändern, dass Unified Endpoint Management (UEM), also die einheitliche Verwaltung und Einrichtung der Endgeräte, das neue Mobile Device Management (MDM) ist. Die MDM-Lösungen von Ivanti und MobileIron sind entscheidend, um die Kontrolle über vernetzte Geräte und Anlagen in der Lieferkette zu behalten und sie sicher, verfügbar und zugänglich zu halten. Sie optimieren die Geräteleistung, indem sie es Unternehmen ermöglichen, alle Geräte in einem einfachen System zu konfigurieren, bereitzustellen, zu aktualisieren und zu warten. Darüber hinaus ermöglichen sie einen "hands-off"-Ansatz für das Gerätemanagement, der manuelle Eingriffe überflüssig macht, indem alle angeschlossenen Geräte aus der Ferne verwaltet werden.

Während Endgeräte wie Wearable Tech oder Handheld-Tablets wie isolierte Technologien erscheinen mögen, ermöglicht das IIoT, dass sie zu einem zusammenhängenden Netzwerk werden. Es ist jedoch auch wichtig, jedes Gerät – und das Netzwerk als Ganzes – über ein übergreifendes Enterprise Mobility Management System (EMM) verwalten zu können, was bedeutet, dass alles von Etikettendruckern über Scanner bis hin zu Voice-Picking-Lösungen integriert ist. MDM-Funktionen sind entscheidend, um die Kontrolle über die angeschlossenen Geräte zu behalten und ihre Leistung zu optimieren, indem Unternehmen alle Geräte auf einer Plattform konfigurieren, bereitstellen, aktualisieren und warten können. Es gibt eine Vielzahl von Supply-Chain-Technologien auf dem Markt, daher ist es wichtig, Optionen zu wählen, die es ermöglichen, verschiedene Hardware und Software zu integrieren. Je mehr Geräte in der Kette vorhanden sind, desto größer ist der Verwaltungsaufwand. Mit verbesserter Konnektivität können die Prozesse jedoch gestrafft und die Mitarbeiter produktiver werden. Solange ein Unternehmen die beste IIoT-Technologie auf dem Markt optimiert und einsetzt, werden sich die Lieferketten nur weiter verbessern.  

Wenn uns das vergangene Jahr eines gelehrt hat, dann, dass niemand vorhersagen kann, was auf uns zukommt. Supply-Chain-Unternehmen können sich jedoch ihren Platz in der Welt von morgen sichern, indem sie Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Produktivität und Agilität ergreifen, die sich sowohl auf den Umsatz als auch auf den Gewinn auswirken werden. Ganz gleich, ob dies durch Upgrades der Software für mobile Geräte, die Integration zusätzlicher Geräte in das IIoT oder die Reduzierung von Ausfallzeiten durch automatisiertes Gerätemanagement erreicht wird - es ist wichtig, dass Unternehmen unterstützende Technologien nutzen, die ihnen die Möglichkeit geben, diese Entscheidungen zu optimieren.

Patrick Molemans, Territory Manager Central Europe
Patrick Molemans
Territory Manager Central Europe, Ivanti Supply Chain
Patrick Molemans ist seit über acht Jahren Territory Manager Central Europe bei Ivanti Supply Chain (ehemals Wavelink). Ivanti hilft Unternehmen dabei, moderne Technologien im Lager und in der gesamten Lieferkette zu nutzen, um die Prozesse zu verbessern, ohne die Backend-Systeme zu ändern. Insgesamt beschäftigt Molemans sich seit mehr als 25 Jahren mit automatischer Identifikation, Datenerfassung und mobiler Datenkommunikation.

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