Anzeige

Social Media

Als Unternehmen in den sozialen Netzwerken aufzufallen ist eine große Herausforderung. Die Zielgruppe zu erreichen und im Idealfall zu begeistern, die Meisterleistung. Den einen Plan, der garantiert zum Erfolg führt, gibt es nicht, auch wenn er oft versprochen wird. Beim Aufbau einer Marke gibt es trotzdem einige Dos und Dont’s zu beachten.

David Gohla, Product Manager Social Media bei kicker, verrät seine wichtigsten Prinzipien für einen erfolgreichen Social-Media Auftritt.

Do: Regelmäßiges Nachschärfen der Zielsetzung

Klassische Ziele von Markenstrategien sind beispielsweise die Generierung von Aufmerksamkeit und Reichweite, mehr Sales oder die Stärkung der eienen Marke. Social-Media-Experten sollten zunächst festlegen, wo die Reise mit dem Kanal hingehen soll und dieses Ziel dann stringent verfolgen.

Außerdem ist wichtig - unabhängig von der eingeschlagenen Strategierichtung - zusammen mit dem Team festzulegen, welche Ressourcen dafür zur Verfügung stehen. Social-Media-Profis müssen Klarheit über die Prioritäten schaffen: „In welchem Zeitraum möchte ich wie viel Reichweite generieren?“, wäre da eine passende Frage. Zudem ist eine Differenzierung zwischen kurz- und langfristigen Zielen wichtig. Kurzfristige Maßnahmen sollten schlussendlich jedoch stets auf die langfristige Vision einzahlen. Trotzdem müssen Social-Media-Experten ihre Zielsetzungen regelmäßig analysieren. Wo soll die Reise mit den Social-Media-Kanälen des Unternehmens hingehen? Stimmt der Kurs noch oder muss nachgeschärft werden?

Don’t: Nur die reine Zahl der Follower betrachten

Den Erfolg, oder vermeintlichen Misserfolg, des eigenen Social-Media Auftritts nur an der Anzahl der Follower zu messen ist zu eindimensional. Natürlich sind Follower relevant, jedoch sind sie – neben Posts und Interaktion – nur eine Seite einer in diesem Fall dreiseitigen Medaille. Die drei Punkte bedingen sich gegenseitig. Auch mit einer kleinen Community ist beispielsweise ein großes Engagement möglich. Abhängig von der gewählten Zielsetzung kann so langfristig ein guter Auftritt aufgebaut werden. Es gilt: Kennzahlen schaffen Vergleichbarkeit. Sie ermöglichen einen Überblick über die Bewertung der Maßnahmen. Eine gute Frage, um den Erfolg des eigenen Kanals zu überprüfen, ist Folgende: “Wie viele Interaktionen wurden bei wie vielen Followern durch welchen Beitrag in welchem Zeitraum erreicht?”

Do: Falle auf - heb dich mit deiner persönlichen Einzigartigkeit ab

Klar, dieser Tipp hört sich zuerst sehr offensichtlich an. Bei der Umsetzung scheitert es jedoch oftmals. Wenn der Wiedererkennungswert einer Marke gering ist, der Kanal zu sehr dem der Mitbewerber gleicht, werden die User nicht aktiv. Die Chance liegt darin, durch kleine Einzigartigkeiten aus der Masse herauszustechen.

Wie baut eine Marke einen Wiedererkennungswert auf? Grundlegend sollte man sich fragen, wo überhaupt das Besondere, der USP im Vergleich zur Konkurrenz liegt. Ist man sich dessen bewusst, müssen Social-Media-Experten ihn auch nach außen an die Zielgruppe kommunizieren. Neben der Kommunikation gilt es auch, visuelle Unterschiede herauszuarbeiten. Hübsche, professionelle Bilder reichen heute nicht mehr. Wiedererkennungswerte können durch eine klare Designlinie, ein stimmiges Farbkonzept oder auch spezifische Sounds geschaffen werden. Ziel hierbei: Bevor es dem Nutzer bewusst ist, erkennt er die Marke durch die Bildsprache, bleibt hängen und scrollt nicht weiter. Social-Media-Profis sollten außerdem auf exklusive Inhalte, schnelle Information und detailtiefe Ausarbeitung achten.

Don‘t: Low Hanging Fruits mitnehmen

Auf den ersten Blick ist die süße Frucht (a.k.a. kurzweilige Trends) verlockend. Sie stellt für viele Social-Media Abteilungen ein gefundenes Fressen dar, ist jedoch mit Vorsicht zu genießen. Internettrends poppen häufig auf – und verschwinden meistens genauso schnell wieder vom Erdboden. Keine Frage, manchmal passen die Trends perfekt zur eigenen Vorgehensweise und lassen sich optimal aufgreifen. Generell stärkt ein kurzer Hype jedoch kaum die eigene Markenstrategie. Deshalb sollten Social-Media-Experten sich im Vorhinein darüber klar werden, ob und wenn ja, welche Challenges und welcher Content aufgegriffen werden sollen.

David Gohla ist Product Manager Social Media beim kicker, www.kicker.de


Artikel zu diesem Thema

2021
Jan 04, 2021

Online-Marketing-Trends 2021

Online-Marketing, Social-Media, neue Apps und Technologien – heutzutage ist es schwierig,…
Instagram
Sep 15, 2020

Follower kein Garant für Instagram-Verifizierung

Eine hohe Anzahl an Followern garantiert auf der Social-Media-Plattform Instagram künftig…
Soziale Netzwerke
Sep 05, 2020

Wie sich Unternehmen authentisch in sozialen Netzwerken präsentieren

Soziale Medien wie Facebook, Instagram und Co. gewinnen immer mehr an Bedeutung – mehr…

Weitere Artikel

Kundenbewertung

Personalisierung in der Contentausspielung ein Muss

Wie steht es um das Trend-Thema Personalisierung in der Content- und Produktausspielung? Dazu hat Optimizely insgesamt 100 Technologieexperten aus Unternehmen in Nordamerika, Europa, Asien, Afrika sowie in Australien und Neuseeland befragt.
SEO Keywords

SEO: Neues KI-Tool erleichtert Keyword-Analyse

Eine umfassende Keyword-Recherche bleibt die Voraussetzung für eine erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung (SEO). Nur wenn fortlaufend wertvolle Keyword-Potenziale identifiziert werden, kann die Auffindbarkeit zu bestimmten Themen in den Suchergebnissen…
YouTube

YouTube-SEO: Auf welche Ranking-Faktoren kommt es an?

Mit rund 2,3 Milliarden aktiven Nutzern weltweit gilt YouTube nach Google als zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Direkt nach Facebook gehört die Videoplattform außerdem zu den meistgenutzten Social-Media-Kanälen. Daher sollten sich Unternehmen unbedingt die…
Black Friday

Black Friday 2021: Umsatz- und Traffic-Quellen

Black Friday verlief dieses Jahr anders als erwartet, und zwar weltweit. Der Gesamtvolumen der Online-Bestellungen am letzten Freitag im November war etwas niedriger als im Vorjahr; der Zeitraum für Sonderangebote verlängerte sich von einigen Tagen auf einige…
Digitales Marleting

Google-Ranking verbessern mit passenden SEO-Tools

Die Suchmaschinenoptimierung ist eine wirksame Methode für organisches Online-Marketing, aber ihre Inhalte sind ein Fachgebiet für sich. Um den Überblick behalten zu können, wurden SEO-Tools entworfen.
Retour

Behavioral Design senkt Retourenquote im E-Commerce

Retouren haben einen massiven Einfluss auf die CO2-Bilanz der gesamten Branche, kosten E-Commerce-Unternehmen Geld und Kund:innen Zeit. Keine Frage also, dass eine Retourensenkung im Interesse aller Beteiligten liegt. Doch wie können Online-Händler ihre…

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.