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Freelancer

Dass zahlreiche Büro- und IT Arbeiten auch remote erfolgen können, lernen Unternehmen gerade. Für viele Arbeitnehmer ist das keine Dauerlösung, denn sie brauchen ihre Büroumgebung und auch die Kolleg*innen um sich herum. Andere hingegen merken, dass sie sehr effektiv arbeiten können, wenn sie die Arbeit nicht mehr als Zeitspanne, sondern als in Aufgaben aufgeteilt wahrnehmen. 

Für die sogenannten digitalen Nomaden oder auch Büronomaden ist das bereits selbstverständlich. Sie arbeiten von unterwegs oder erledigen ihre Aufgaben in Coworking-Spaces. Sie genießen die Freiheit, unabhängig von einem Ort ihre Arbeit erledigen zu können. Für andere hingegen ist das undenkbar, denn sie wollen Arbeit und Privatleben strikt trennen. Doch wie loggt man sich von unterwegs ein, und was braucht man, wenn man das mobile Arbeiten ausprobieren möchte?

Überall ins Netz

Ein mobiler Internetstick ist der Klassiker, wenn man unterwegs online gehen möchte. Man benötigt weder Kabel noch W-Lan Zugang. Der Stick wählt sich über das Mobilfunknetz ein. Ein Surfstick bietet sich dann an, wenn man über längere Zeit am Rechner online ist. Für ein Smartphone oder Tablet wird er nicht benötigt und ist auch nicht geeignet. Wer nur kurz ins Netz will, kann einen mobilen Hotspot über das Handy einrichten. Auf Dauer wird das aber nicht reichen.

Zu einem Surfstick braucht man auch einen geeigneten Datentarif. Standard ist momentan LTE, doch das kann sich durch den Ausbau von 5G noch ändern. Interessant ist der 5G Standard dann, wenn man im ländlichen Bereich unterwegs ist, wo es um die Netzabdeckung nicht ideal bestellt ist. Momentan zeigen sich bei der Nutzung von 5G noch keine deutlichen Verbesserungen bei der Geschwindigkeit, da es sich nicht um Stan¬dalone-Netze handelt. Das vorhandene LTE Netz wird nur dann um den 5G-Träger erwei¬tert, wenn es etwa für einen großen Down¬load gebraucht wird.

Wer im Ausland unterwegs ist und sich von dort ins Netz einloggen will, der sollte sich einen Datenstick vor Ort kaufen. Häufig wird er feststellen, dass er eine deutlich bessere Geschwindigkeit als in Deutschland erzielen kann, vorausgesetzt, das 5G Netz ist bereits ausgebaut. 

Ortsunabhängig arbeiten 

Wer unabhängig arbeiten will, braucht auch das passende Arbeitsgerät. Für unterwegs eignen sich leichte und kleine Rechner dafür am besten. Hier kommen besonders Netbooks infrage, kleine Notebooks, die nicht viel kosten und sehr leicht zu transportieren und zu händeln sind. Für IT Aufgaben, Texte und Marketingaufgaben sind sie sehr gut geeignet, für das Abspielen oder das Schneiden von Videos oder das Zocken von Games genügt die Rechenleistung nicht. Eine Ausnahme ist Apple, das mit seinem Macbook Air eine sehr handliche und leistungsstarke Alternative bietet. Als Ergänzung für den heimischen Rechner sind die kleinen Netbooks perfekt geeignet. Im besten Fall hat man auf allen Geräten dasselbe Betriebssystem, um sie leicht synchronisieren zu können.

Das Thema Sicherheit 

Die IT Sicherheit ist in allen Firmen ein großes Thema, vor allem, weil die Attacken immer ausgeklügelter werden und es einen immer größeren Aufwand braucht, um sie erfolgreich abwehren zu können. Der Wettlauf zwischen Angreifern und Verteidigern läuft seit den Anfangszeiten des Internets, und er wird immer schneller. Gerade, wer mit relevanten Daten arbeitet, muss auf die Sicherheit achten. Dazu zählt etwa, dass man seine Systeme stets aktuell hält und Sicherungen in einer geschützten virtuellen Umgebung vornimmt. 

Besonders gefährdet sind jedoch Daten, wenn man sich über ein öffentliches W-Lan einloggt. Da nutzt es auch nicht viel, diese Möglichkeit nur für die privaten Angelegenheiten zu verwenden, denn sobald man sich einwählt, sind auch die anderen Inhalte sichtbar und angreifbar. Leider haben die meisten Anbieter vom Thema Sicherheit nur wenig Ahnung, also muss man sich selbst schützen.

Das sollte man in öffentlichen Netzen beachten:

  • Die Freigaben werden abgeschaltet. Was im heimischen Netzwerk praktisch ist, wird unterwegs zu einer Gefahr. Die Netzwerkfreigaben sollten also abgeschaltet werden.
  • Remote-Dienste werden ausgestellt. In der Kommunikation mit dem Büro machen sich die Fernsteuerungs-Dienste bezahlt, doch wer sie nicht abstellt, ermöglicht ungewollt anderen den Zugriff auf seinen Rechner.
  • Die Firewall und das Betriebssystem sowie alle Programme sollten stets aktuell gehalten werden. Updates sind häufig auch dafür da, um Sicherheitslücken zu schließen. Sie sollten immer vorgenommen werden, wenn sie vorgeschlagen werden.
  • Daten sollten nur über verschlüsselte Verbindungen übertragen werden. Das gilt besonders für sensible Informationen, etwa beim Onlinebanking.
  • Am besten richtet man ein VPN ein und ist dann anonym im Netz unterwegs. Niemand kann auf die verschlüsselten Daten zugreifen oder diese abfischen.

Fazit

Es muss ja nicht gleich so sein, dass man seinen kompletten Büroalltag für immer umkrempelt und von nun an nur noch remote arbeitet. Doch viele Bildschirmarbeiter, die diese Arbeitsweise für sich entdeckt haben, wollen sie öfter in Anspruch nehmen. Wenn der Arbeitgeber einverstanden ist und man die nötigen Sicherheitsmaßnahmen einhält, dann sollte das kein Problem sein.

Wer sich freiberuflich eine Existenz aufbauen will, für den ist das ortsunabhängige Arbeiten besonders gut geeignet. Er kann nicht nur von Büro zu Büro hoppen, sondern tatsächlich auch unterwegs produktiv sein.


 


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