Warum ist digitale Transformation so wichtig für Unternehmen?

Zunächst ist es wichtig, den Begriff zu definieren. Was ist digitale Transformation? Hinter der Formulierung verbirgt sich der Prozess, den viele Bereiche unseres Lebens zunehmend gehen: vor Jahrzehnten verschwanden die Zeiger der Armbanduhr, digital schluckte analog. Ebenso analog sind physische Geschäfte, Papiergeld, reale Treffen in der Realität mit realen analogen Menschen. Ist das nun etwas, was wir wollen und vorantreiben sollten oder sollten bestimmte Bereiche lieber nicht digital transformiert werden?

Flexibilität, Optimierung, Effizienz

Das sind Worte, die das Unternehmerherz höher schlagen lassen, aber alles hat seinen Preis. Stellen Sie sich vor, Sie möchten einen neuen Mitarbeitenden einstellen. Hier ist die digitale Transformation schon sehr deutlich zu spüren, denn nur sehr wenige Unternehmen schreiben noch Stellen in der Zeitung aus und empfangen zukünftige Mitarbeitende in den Räumen der Firma zum Erstgespräch. Sie vergeben die Suche nach dem optimalen Kandidaten an ein darauf spezialisiertes Unternehmen, wie eine IT-Personalberatung, welche aufgrund der von Ihnen vorgegebenen Parameter die besten Aspiranten vorschlägt. Idealerweise haben Sie dann wenigstens ein Zoom Meeting, so dass Sie sich ein persönliches Bild von den Bewerbenden machen können. Der Anheuerungsprozess neuer Mitarbeitenden kann heute also durchaus digital ablaufen. Auch im weiteren Verlauf vom Onboarding bis hin zum Büroalltag hat die Digitalisierung von Arbeit viele Vorteile. Überregionalität und interdisziplinäres Arbeiten sind nur zwei Stichworte dazu. 

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Wie sieht es aber aus mit der Abschaffung von Papiergeld? Solange wir die Kontrolle darüber haben, was sich unter unserem Kopfkissen befindet, wie wir Geld ‘verdienen’ und wofür wir Geld ausgeben, ist alles gut. Welche Probleme könnten auftreten mit der Einführung rein digitaler Währung? 

Auswirkungen digitaler Transformation

Schon heute kann man absehen, dass die Unternehmen der Zukunft digital aufgestellt sein müssen, um wettbewerbsfähig zu sein. Selbst Artikel, von denen man denken könnte, dass sie nicht digital vermarktet werden können, lassen sich online verkaufen. Denken Sie an Schuhe. Noch vor zwei Jahrzehnten wäre es undenkbar gewesen, Schuhe online zu bestellen – heute ist das Gang und Gäbe. Dazu beigetragen hat aber ein entscheidender analoger Faktor: man kann heute Dinge bestellen und sie dank Widerrufsrecht ohne Angabe von Gründen zurückschicken – ohne für den Rücktransport zu bezahlen. Das ist ein ökologisches Problem geworden, denn die meiste Ware befindet sich auf der Straße, was für die Firmen eine Ersparnis in Bezug auf Lagerstätten bedeutet, aber für die Umwelt Gift ist. Abhilfe würde geschaffen werden, wenn der oder die Konsument:in das Rücksendepäckchen wieder aus eigener Tasche finanzieren müsste. 

Viele Angestellte stellen sich die Frage, ob ihr Arbeitsplatz morgen noch sicher sein wird, denn digitale Transformation und die Einführung von künstlicher Intelligenz verunsichern die Menschen. Es sieht so aus, als würde in nicht allzu ferner Zukunft eine Bereinigung des Marktes stattfinden und so hoffentlich das Überangebot, welches wir heute in jedem Supermarkt vorfinden, auf ein verträglicheres Niveau gesenkt. Denn digitale Transformation hat auch ihre guten Seiten. So könnten Firmen Personalkosten einsparen und Produkte und Dienstleistungen günstiger anbieten.

Das größte Wachstumspotential haben derzeit Firmen, die mit dem Sammeln von Daten beschäftigt sind, denn wir – die Bevölkerung – sind das lukrativste Produkt. Der gläserne Mensch ist sehr viel wert auf dem Datenmarkt, weiß man doch genau über seine Gewohnheiten Bescheid und kann ihm so gezielt das zuspielen, was er ‘braucht’. Personalinformationssystem heißt das Zauberwort, welches alle Daten, die über einen Mitarbeitenden in Erfahrung gebracht werden, bündelt und auf Knopfdruck zur Verfügung stellt. Ob die Datenerfassung vor dem privaten Computer Halt machen sollte, wird gerade in einigen Firmen diskutiert.

Wer Arbeitskräfte vermittelt, wie das eine IT-Personalberatung macht, der hat keinerlei Probleme mit digitaler Transformation, da der gesamte Prozess der Anwerbung und Vermittlung sehr einfach auf digitaler Ebene abzuwickeln ist. Geschäftsmodelle, die ihre Wirtschaftslogik bereits angepasst haben, können mit Wachstum rechnen, da sie sich rechtzeitig einen Marktvorteil gesichert haben. Hauptsächlich geht es hierbei um Vernetzung und Digitalisierung von Prozessen – das Produkt kann nach wie vor ein analoges sein, wie im Beispiel der Schuhe.

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