Studie

Einführung von KI nimmt weiter zu, während Governance hinterherhinkt

Juniper Networks präsentiert die Ergebnisse eines globalen Forschungsprojekts. Dieses zeigt, dass der Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten stark zugenommen hat, was den Organisationen deutliche Vorteile verschafft. Allerdings besteht nach wie vor ein Mangel an Fachkräften, und die Governance-Richtlinien sind nicht ausgereift.

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Beides ist jedoch notwendig, um das KI-Wachstum verantwortungsvoll zu steuern und dabei Fragen des Datenschutzes, der Einhaltung von Vorschriften, Hackerangriffe und KI-Terrorismus zu berücksichtigen.

Juniper hat in Zusammenarbeit mit Wakefield Research eine Umfrage unter 700 Führungskräften auf der ganzen Welt – mit 201 Teilnehmern in Europa – durchgeführt, die direkt an der Planung oder dem Einsatz von KI und/oder Machine Learning (ML) in ihrem Unternehmen beteiligt sind. Die Umfrage gibt Aufschluss über den Wert von KI, den wahrgenommenen Reifegrad von Implementierungen und die bestehenden Herausforderungen.

Die diesjährige Umfrage ergab, dass Unternehmen die Phase der Proof-of-Concepts und der begrenzten Erprobung von KI weitgehend hinter sich gelassen haben und nun KI – dank der pandemiebedingten digitalen Beschleunigung und der Verbesserung der verfügbaren KI-Tools – in ihrer gesamten Organisation implementieren. Während in der Juniper Studie 2021 nur sechs Prozent der Führungskräfte von der Einführung von KI-Lösungen in ihrer Firma berichteten (und dabei technologische, fachliche und Governance-Herausforderungen anführten), gaben in diesem Jahr 63 Prozent der befragten Führungskräfte an, dass sie ihre geplanten KI-Einführungsziele zumindest „größtenteils“ erreicht haben.

Für europäische KI/ML-Führungskräfte ist Aufsicht und Kontrolle im gesamten Unternehmen eine Schlüsselkomponente für die erfolgreiche Einführung von KI. Außerdem sind 45 Prozent der Befragten in Europa der Meinung, dass mehr getan werden muss, um KI wirksam zu steuern, da sie in immer mehr Bereichen des Geschäfts- und Privatlebens eingesetzt wird. Darüber hinaus gaben 35 Prozent der Befragten in Europa an, dass die Datenverfügbarkeit die kritischste Komponente für die Einführung von KI in ihrer Branche ist, während die nordamerikanischen Befragten die Fähigkeiten der KI-Tools als die kritischste unter den Faktoren einstuften.

Weltweit halten jedoch nur neun Prozent der IT-Führungskräfte (zehn Prozent in Europa) ihre KI-Governance und -Richtlinien, zum Beispiel die Ernennung eines unternehmensweiten KI-Verantwortlichen oder verantwortliche KI-Standards und -Prozesse, für „vollständig ausgereift“. Gleichzeitig sehen immer mehr globale Führungskräfte die Governance als Priorität an: 95 Prozent sind der Meinung, dass eine angemessene KI-Governance wichtig ist, um der künftigen Gesetzgebung einen Schritt voraus zu sein. 2021 waren es noch 87 Prozent. Obwohl die Führungskräfte die Bedeutung der KI-Governance anerkennen und über Richtlinien zur Verwaltung, Steuerung und Wartung verfügen, ist fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) der Meinung, dass mehr getan werden muss, um KI effektiv zu steuern.

„In den vergangenen Jahren haben viele europäische Regierungen die Erhebung, Speicherung und Nutzung von Daten reguliert. Dies hat Organisationen dazu veranlasst, einen proaktiveren Ansatz für die interne KI-Governance zu verfolgen, um der Gesetzgebung einen Schritt voraus zu sein und ihre KI-Lösungen sicher ausbauen zu können. Infolgedessen entwickeln Unternehmen umfassende KI- und Data-Governance-Richtlinien, um sich vor finanziellen und Reputationsverlusten zu schützen. Die KI-Nutzung nimmt weiter zu und wir müssen sehen, dass mehr getan wird, um sie effektiv zu steuern und zu sichern.“

– Laurence Pitt, Global Security Strategist, Juniper Networks

Weitere Ergebnisse:

  • Aktuelle KI-Tools und -Infrastrukturen haben den größten Einfluss auf die KI-Einführung in europäischen Unternehmen (62 Prozent). Von den Firmen, die KI in ihre Netzwerkinfrastruktur und -kapazitäten integriert haben, konnten über 70 Prozent eine Verbesserung der Nutzererfahrungen für Endnutzer (75 Prozent) und Netzwerk- und IT-Teams (74 Prozent) feststellen.
  • Um das Wachstum von KI-Fachkräften zu unterstützen und Talente weiterzubilden, bauen 33 Prozent der Unternehmen in Europa bereits ihre KI-Talentpipeline durch Praktika und Partnerschaften mit Universitäten aus. Darüber hinaus plant etwa die Hälfte der europäischen Befragten (51 Prozent), KI-Fähigkeiten (Nutzung, Management und Entwicklung) in den nächsten 12 Monaten in die Lern- und Entwicklungsmaßnahmen für Mitarbeiter einzubeziehen. Dieser Anteil ist deutlich höher als in Nordamerika (31 Prozent).
  • Die Einstellung von Mitarbeitern mit KI-Fähigkeiten und -Qualifikationen ist einer der wichtigsten Investitionsbereiche zur KI-Optimierung. Für europäische IT-Führungskräfte sind diese drei Investitionsbereiche am bedeutsamsten: die Einstellung der richtigen Mitarbeiter für die Entwicklung und den Betrieb von KI-Funktionen (21 Prozent), die Schulung von Endanwendern für den effektiven Umgang mit KI-Tools (22 Prozent) und die Weiterentwicklung der KI-Modelle (22 Prozent).
  • Trotz der wachsenden Abhängigkeit von KI erwarten IT-Führungskräfte nicht, dass sie den Menschen ersetzt, sondern dass sie den Mitarbeitern Zeitersparnis bringt und sie sich so auf strategischere und differenziertere Aufgaben konzentrieren können. Mehr als die Hälfte der europäischen IT-Führungskräfte (55 Prozent) ist der Meinung, dass sich IT-Mitarbeiter dank KI auf mehr Innovation konzentrieren werden, ihre berufliche Entwicklung verbessern werden (54 Prozent) und sich mehr auf das Kundenerlebnis fokussieren können (52 Prozent).
  • Fast alle KI/ML-Führungskräfte (95 Prozent) weltweit und in Europa sind sich einig, dass Cybersicherheit eine entscheidende Komponente für die Aufrechterhaltung und Sicherung einer KI-Lösung in Unternehmen ist. Die Bedeutung der Cybersicherheit als kritischster Bereich für die Einführung von KI hat deutlich zugenommen: 29 Prozent der Befragten gaben an, dass die Cybersicherheit im Jahr 2022 der kritischste Bereich für die Einführung von KI ist, verglichen mit noch 14 Prozent im Jahr 2021.
  • Fast alle europäischen IT-Führungskräfte (91 Prozent) sind der Meinung, dass KI in den nächsten zwölf Monaten dazu beitragen wird, Risiken zu verringern und die Qualität in ihrer Organisation zu steigern. Dabei sind IT-Infrastruktur (21 Prozent), Vertrieb und Marketing (19 Prozent) und Netzwerk/Cloud (18 Prozent) die Geschäftsbereiche, die das größte Potenzial haben, von der Implementierung von KI zu profitieren.

„KI ist darauf ausgelegt, Aufgaben in gleichem Maße wie Menschen auszuführen – dank Automatisierung jedoch in größerem Umfang. Viele Kunden von Juniper setzen Cloud-KI in ihren Netzwerken ein, um die Anzahl der Support-Tickets zu reduzieren. Dies setzt Ressourcen bei IT-Teams frei, wodurch sie sich auf die Verbesserung der Endanwendererfahrung konzentrieren können. Bei all den positiven Aspekten müssen Unternehmen das Wachstum der KI jedoch verantwortungsvoll und mit einer angemessenen Governance steuern. Nur dann ist es ihnen möglich, der Regulierung voraus zu sein und mögliche negative Auswirkungen zu minimieren. In Europa beispielsweise stufen Aufsichtsbehörden bestimmte KI-Anwendungsfälle als riskant ein und fordern eine CE-Zertifizierung. Dies zeigt: Die KI-Regulierung ändert sich schnell, daher müssen Führungskräfte KI-Governance zu einer strategischen Priorität machen.“

– Bob Friday, Chief AI Officer, Juniper Networks

Methodologie Wakefield Research:

Im April 2022 führte Juniper Networks eine Primärforschung unter Unternehmen durch, um deren Einstellung zu KI zu ermitteln. Die Umfrage (700 Befragte mit einem Titel als Senior Manager oder höher) wurde in zahlreichen Branchen durchgeführt und befasste sich mit der Nutzung des KI-Marktes, der Akzeptanz, den Wachstumschancen, den Herausforderungen bei der Einführung, der KI-Governance und der strategischen Entscheidungsfindung.

Weitere Informationen:

Den vollständigen Report finden Sie hier.

www.juniper.net

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