Der Wunsch nach digitaler Teilhabe ist groß

Der Fahrkartenkauf mit einer App, die Online-Buchung eines Arzttermins oder die Bedienung von Smart-Home-Anwendungen: Digitale Technologien verändern den Alltag und stellen gleichzeitig viele Menschen vor Herausforderungen.

Dabei ist der Wunsch nach mehr digitaler Teilhabe groß: Rund 48 Prozent der Deutschen würden gerne mehr an der digitalen Welt teilhaben, kennen sich aber zu wenig mit digitalen Technologien aus. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage anlässlich des dritten bundesweiten Digitaltags, wie die Initiative „Digital für alle“ mitteilt. Für jeden Dritten sind die fehlenden Kenntnisse sogar ein Grund, sich gegen die Nutzung bestimmter digitaler Technologien zu entscheiden. 

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„Die Ergebnisse zeigen, dass nicht alle Menschen die Chancen der Digitalisierung in gleichem Maße nutzen können – obwohl der Wunsch nach digitaler Teilhabe groß ist. Deshalb braucht es mehr Angebote, die Kompetenzen im Umgang mit digitalen Technologien fördern. Mit dem Digitaltag möchten wir ein niedrigschwelliges Kennenlernen und Eintauchen in die digitale Welt ermöglichen.“, sagt Anna-Lena Hosenfeld, Geschäftsführerin von „Digital für alle“. Die Initiative vereint 28 Organisationen aus Zivilgesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Wohlfahrt und öffentlicher Hand mit dem Ziel, digitale Teilhabe in Deutschland zu fördern. 

Bundesweiter Digitaltag lädt zum Erleben digitaler Technologien ein

„Digital für alle“ hat den bundesweiten Digitaltag ins Leben gerufen, der verschiedenste Aspekte der Digitalisierung beleuchtet und z.B. durch Workshops und Schulungen erlebbar macht. Der Aktionstag findet dieses Jahr am 24. Juni statt. Einige der bislang über 600 angemeldeten Veranstaltungen und Aktivitäten bieten die Möglichkeit, die eigenen Kenntnisse im Umgang mit digitalen Technologien zu stärken:

  • Digitaler Tag der offenen Tür: Gaming, Coding, Making in deiner Stadtbibliothek Bergheim | Stadtbibliothek Bergheim in Kooperation mit der Medien.Werkstatt.Bergheim: Der Tag der offenen Tür spricht Teilnehmerinnen und Teilnehmer jeden Alters an und lädt ganz niedrigschwellig dazu ein, an sieben Stationen neue Medien und Technik zu entdecken – von einem 3D-Drucker bis zur Coding Station. 
  • Mit dem Öffentlichen Nahverkehr unterwegs | Evangelische Arbeitsgemeinschaft Medien des Deutschen Evangelischen Frauenbundes, Landesverband Bayern e.V., Digital Kompass Standort München: Wie können Münchener Fahrpläne recherchiert werden? Wie funktioniert der Fahrkartenkauf in einer App? Und was muss bei einer Registrierung beachtet werden? Gemeinsam wird der digitale Fahrkartenkauf erprobt.
  • Mediensprechstunden für Senior*innen | Mehrgenerationenhaus Mühldorf am Inn: Das Beratungsangebot unterstützt Seniorinnen und Senioren bei den ersten Schritten in der digitalen Welt. Beraterinnen und Berater begleiten die Teilnehmenden praxisnah im Umgang mit dem eigenen Gerät.
  • Verbraucher*innen in der digitalen Welt | VerbraucherService Bayern im KDFB e.V.: Der Vortrag beleuchtet die Vor- und Nachteile verschiedener digitaler Angebote für die Verbraucherinnen und Verbraucher, z.B. im Bereich Mobilität, Gesundheit, Sprachassistenz, Soziale Netzwerke, Online Shopping, Scoring und Bezahlen.
  • Robotik-Workshop und Tag der offenen Tür | Mittelstand-Digital Zentrum Handwerk Schaufenster Bayreuth an der Handwerkskammer für Oberfranken: Am Tag der offenen Tür können Robotik- und Digitaltechnologien entdeckt werden: Wie bewegen sich Roboter und was können sie im Gegensatz zum Menschen (nicht)? Gemeinsam werden dabei kleine praktische Anwendungen programmiert. 

Die Anmeldung von Aktionen ist noch bis zum 15. Juni unter www.digitaltag.eu/aktion-anmelden möglich. Der Digitaltag 2022 wird gefördert durch das Bundesministerium des Innern und für Heimat.

Grundlage ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag der Initiative „Digital für alle“ durchgeführt hat. Im April 2022 wurden dabei 1.006 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt. Die Umfrage ist repräsentativ. Die Fragestellungen lauteten: „Nun lese ich Ihnen noch einige Aussagen zum Thema Technologien vor. Bitte sagen Sie mir, inwieweit Sie den folgenden Aussagen zustimmen / Ich würde gern mehr am digitalen Leben teilhaben, kenne mich aber zu wenig mit digitalen Technologien aus“ sowie „Wenn Sie sich gegen die Nutzung bestimmter digitaler Technologien entscheiden, welche Gründe hat das dann in der Regel?“. Die vollständigen Ergebnisse werden am 21. Juni veröffentlicht.

www.bitkom.org

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