Anzeige

Digitalisierung

Mit dem Beginn des zweiten harten Lockdowns und den damit verbundenen Schulschließungen wurde erneut spürbar, wie groß die Lücken in Sachen Digitalisierung an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen noch immer sind.

Auch beinahe ein Jahr, nachdem Schulen das erste Mal geschlossen wurden, können viele Bildungseinrichtungen immer noch keine großen Fortschritte bei Digitalisierungsinitiativen aufweisen.

Doch woran liegt das genau? Welche Hürden müssen Schulen und andere Bildungseinrichtungen nehmen, um erfolgreich zu digitalisieren? Welche Hilfe benötigen sie und was sind sinnvolle erste Schritte? reichelt elektronik hat kürzlich mehr als 270 Lehrkräfte, Universitätsdozenten und andere Mitarbeiter in Bildungseinrichtungen zu diesem Thema befragt. Das Ergebnis: Die meisten Bildungseinrichtungen investieren in neue Technik, doch fehlendes Budget, zu wenig Zeit und ein fehlendes Konzept erschweren die Umsetzung.

Welche technische Ausrüstung am dringendsten gebraucht wird

Ein Großteil der Bildungsreinrichtungen unternehmen bereits Anstrengungen zur technischen Modernisierung. So geben zum Beispiel 61 Prozent der Befragten an, in den nächsten zwölf Monaten eine Investition in technische Ausstattung zu planen. Nur elf Prozent planen keine Investitionen in diesem Bereich ein.

Am wichtigsten ist es für die Schulen, den Lernenden adäquate Ressourcen an die Hand zu geben, um digitale Formen des Lernens und Unterrichtens zu ermöglichen – ob Hardware, Software, eine stabile IT-Infrastruktur, VPN-Zugänge oder Expertise. So zeigt die Umfrage, dass vor allem Grundausstattung in den Bildungseinrichtungen benötigt wird: 74 Prozent sagen, sie benötigen Laptops und Tablets. Beinahe ebenso dringend gebraucht wird Netzwerktechnik für die Bereitstellung eines Internetzugangs oder WLAN (66%). Auf Platz Drei der Wunschliste (54%) stehen Beamer, Leinwände, Mikrofone und Kameras.

Überblick zu technischer Ausrüstung, die am meisten in Bildungseinrichtungen benötigt wird

  • 74% Laptops & Tablets
  • 66% Netzwerktechnik
  • 54% Beamer, Leinwände, Mikrofone, Kameras
  • 50% Stationäre Computer
  • 36% Video-bzw. Web-Konferenzsysteme, Headsets, Webcams
  • 32% Smarte Whiteboards
  • 20% IT & Elektronik zum Erlernen technischer Kompetenzen

 

 

 

Größte Hürde: Fehlendes Budget

Gefragt nach den größten Hürden bei Digitalisierungsprojekten nannten 71 Prozent – und damit die klare Mehrheit der Befragten – fehlendes Budget. Diese Last hat der Bund versucht, durch die Bereitstellung von Fördergeldern im Zuge des Digitalpakts zu mindern. 37 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, einen Antrag für Fördermittel gestellt zu haben. Davon haben zumindest die Hälfte (53 %) bereits eine positive Rückmeldung erhalten.

Für einen langfristigen Plan müssen alle an einem Strang ziehen

Abgesehen von budgetären Einschränkungen stehen die Lehrer, Dozenten und andere Entscheider vor einer Reihe weiterer Probleme:

Knapp die Hälfte (46 %) sagt, ihnen fehlt die Zeit oder eine Person, die sich um das Thema kümmert. Für ebenso viele (46 %) ist Uneinigkeit oder fehlende Unterstützung seitens der Entscheider eine große Hürde. Diese hohe Zahl deutet darauf hin, dass es vor allem die Erarbeitung eines übergeordneten Konzepts ist, die Schwierigkeiten bereitet. So sagen 42 Prozent der Befragten, dass ihnen Informationen dazu fehlen, welche Maßnahmen sinnvoll sind. Und auch ungeklärte Fragen zur Instandhaltung oder die Angst vor Folgekosten hält einen wesentlichen Anteil der Befragten zurück (45%).

Langfristig und flexibel planen, um Fehlinvestitionen zu vermeiden

„Schulen und andere Bildungseinrichtungen stehen weiterhin vor großen konzeptionellen und budgetären Herausforderungen.“, kommentiert Christian Reinwald, Head of Product Management & Marketing bei reichelt elektronik. „Im Bereich IT und Office-Equipment zeichnen sich allerdings parallel erhebliche Preissteigerungen und längere Lieferzeiten ab. Wir empfehlen Bildungseinrichtungen daher, der Planung und Antragsstellung eine höhere Priorität zu geben und deutlich zu beschleunigen“.

Die Umfrage wurde unter 273 Lehrenden und Mitarbeitern unterschiedlicher Bildungseinrichtungen (Grundschulen, sekundären Schulen, Universitäten, weitere Bildungseinrichtungen) in Deutschland durchgeführt. Die Daten wurde im Dezember 2020 über SurveyMonkey erhoben.

http://www.reichelt.de


Artikel zu diesem Thema

Selbsttest
Jan 25, 2021

Selbsttest: Wie sicher ist Ihre kritische Infrastruktur?

Neben der Sicherheit auf der informationstechnischen Ebene unterschätzen viele…
VPN
Jan 05, 2021

Eine sichere Alternativen zum klassischen VPN?

IT-Administratoren hören seit einigen Jahren die Totenglocke des VPN läuten. Es ist zu…
Digitales Lernen
Okt 22, 2020

Das digitale Klassenzimmer setzt ein smartes Netzwerk voraus

Netzwerke sind das Fundament für die Digitalisierung in Bildungseinrichtungen, Schulen…

Weitere Artikel

Kontrolle

Verbraucher:innen fordern Prüfzeichen für Künstliche Intelligenz

Automatisierte Fahrzeuge, neue Methoden für die Krebserkennung, Gesichtserkennung im öffentlichen Raum oder Software-Unterstützung bei der Personalauswahl: Künstliche Intelligenz (KI) kommt zunehmend in sicherheitskritischen Bereichen zum Einsatz oder…
nachhaltigkeit

Technologie als Wegbereiter für nachhaltigere Geschäftspraktik

Obwohl der Druck auf Unternehmen steigt, ihre ESG-Performance zu verbessern, sieht nur ein Drittel der Führungskräfte Technologie als Wegbereiter für nachhaltigere Geschäftspraktik.
Home Office

Intelligente Team-Zusammenarbeit im Homeoffice

Die Digitalisierung ist wohl der größte Innovationstreiber unserer Zeit. Durch Online-Banking, mobiles Trading oder Social-Media ist die Welt deutlich kleiner geworden, alltägliche Dinge können in vielen Fällen von jedem Ort der Welt aus per Internet erledigt…
Digitalisierung

Digitalisierung als Chance begreifen

In den letzten Jahren nimmt das Thema der digitalen Transformation in sämtlichen Lebensbereichen – egal ob auf der Arbeit oder im Privaten – immer mehr Raum ein.
Digitalisierung

Der steigende Druck nach schnellerer Digitalisierung

Von effizienter Verwaltung bis zur intelligenten Mobilität: Die Digitalisierung am eigenen Wohnort geht der Mehrheit der Deutschen zu langsam.

Anzeige

Jetzt die smarten News aus der IT-Welt abonnieren! 💌

Mit Klick auf den Button "Zum Newsletter anmelden" stimme ich der Datenschutzerklärung zu.