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Straße

Die digitale Transformation verändert die (Geschäfts-)Welt wie bislang nur die industrielle Revolution. Unternehmen müssen sich auf strategischer Ebene mit den sich wandelnden Märkten sowie der neuen Lebens- und Arbeitswelt auseinandersetzen.

Die Unternehmen und ihre IT befinden sich im Umbruch: Automation, Big Data, Mobility, Internet of Things (IoT), Blockchain und Cloud Computing sind nur einige von vielen technologischen Entwicklungen, die massive Auswirkungen auf die Geschäftsprozesse und -modelle von Unternehmen haben. Immer mehr Produktionsprozesse werden vernetzt und selbststeuernd. Die bisher übliche zentrale Steuerung wird durch sich selbststeuernde Einheiten ersetzt. Das zeigt: Die digitale Transformation ist längst in vollem Gang.

Daten, Daten, Daten

Grundsätzlich wird keine Branche von der Digitalisierung und der sich entwickelnden Plattformökonomie ausgenommen bleiben. Die Basis der Digitalisierung sind einzig und allein Daten. Das dazugehörige Stichwort lautet Big Data. Das Unternehmen, das die Macht der Daten versteht und für sich nutzen kann, wird auch in einer digitalen Zukunft wettbewerbsfähig bleiben.

„Die größte Herausforderung für den Mittelstand wird es sein, den Anschluss nicht zu verlieren. Fragt sich nur, wie man neben dem Alltagsgeschäft den Überblick behalten und beurteilen kann, welche Ansätze für das eigene Unternehmen oder das Geschäftsmodell geeignet sind“, sagt Michael B. Schröder, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater bei Ecovis in Düsseldorf.

Digitale Welt als Ergänzung sehen

Von Anfang an ist der Eindruck zu vermeiden, dass die neue Welt eine bessere ist als die alte. Der Ansatz sollte darauf gerichtet sein, dass sich beide Welten ergänzen und somit einen positiven Wertbeitrag erzeugen. Dieser technische und wirtschaftliche Wandel zwingt Organisationen, noch beweglicher zu werden, und macht flexible Strukturen und agile Prozesse notwendig. Um diesen Transformationsprozess zu steuern, braucht es Digital Leader, die den Wandel organisieren und begleiten. Es hat sich bewährt, disruptive Ansätze zuzulassen, die unabhängig von traditionellen Denkmustern unvoreingenommen auf das Geschäftsmodell und die Themen der Branche blicken. Allerdings bedarf es dabei einer internen Unabhängigkeit. Und: Unternehmensgröße und -kultur, aber auch das Branchenumfeld sind zu berücksichtigen.

Um Digitalisierung voranzubringen, ist nicht gleich die Kooperation mit einem Start-up, Think-Tank, einem Digital Hub oder gar die Benennung eines internen Chief Digital Officers notwendig. „Eine Digitalisierungsstrategie im Mittelstand kann auch mit kleinen Schritten beginnen. Das Unternehmen sollte jedoch nicht von der Veränderung getrieben werden, sondern diesen Wandel aktiv gestalten“, empfiehlt Schröder.

Vielfach ist der externe Blick auf das Unternehmen, das Geschäftsmodell, die Strukturen und die etablierten Prozesse ein erster Schritt. Einen externen Berater hinzuzuziehen kann helfen, Ressourcen zu sparen und mögliche Betriebsblindheit zu vermeiden. Zudem können bereits etablierte Denkanstöße aus vergleichbaren Situationen oder Best Practices helfen, eigene Lösungen schneller zu finden. „Neben ergänzenden Aspekten wie Datenanalyse und Datensicherheit sollte auch die rechtliche und wirtschaftliche Umsetzbarkeit in den Entscheidungsfindungsprozess integriert werden“, rät Schröder.

Michael B. Schröder, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater bei Ecovis in Düsseldorf

Weitere Informationen:

Weißbuch Digitale Plattformen: Das Bundeswirtschaftsministerium hat ein Weißbuch vorgelegt, in dem die Grundelemente einer digitalen Ordnungspolitik festgeschrieben sind. Es basiert auf einer viermonatigen Konsultationsphase, bei der sich Unternehmensvertreter, Verbände und interessierte Bürgerinnen und Bürgern beteiligen konnten.

www.ecovis.com
 

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