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Cloud Computing

Eine Studie von Devoteam zeigt, dass nur 15 Prozent der Unternehmen das Potenzial der Cloud voll ausschöpfen. Dieser Umstand liegt unter anderem darin begründet, dass es Unternehmen mit anspruchsvollen Strukturen in Organisation und IT schwerfällt, Meilensteine  bei der Cloud Transformation zu definieren und Erfolge zu messen.

 Das Cloud Foundation Maturity Model schafft hier Abhilfe und ermöglicht Organisationen, den Reifegrad ihrer Cloud Journey zu bestimmen. 

Mit dem Cloud Foundation Maturity Model können Unternehmen ihren Cloud-Transformationsprozess bewerten und vorantreiben. Unabhängig von eingesetzten Tools für die Verwaltung ihrer Cloud-Landschaft, nutzen Unternehmen das Modell, um vier Fragen bezüglich ihrer Cloud-Journey zu beantworten:

  • Wo befinden sie sich auf ihrer Cloud-Journey?

  • Welche Lücken gibt es in ihrem derzeitigen System?

  • Wie sieht die Vision ihrer Cloud Foundation aus?

  • Wo kann man Prozesse optimieren und Kosten sparen?

Eine Cloud Foundation ist ein organisatorischer Ansatz, um die Cloud-Adoption und Cloud-Nutzung im Unternehmen zu steuern. Sie ist die zentrale Anlaufstelle, über die Software-Entwicklungsteams ihre Cloud-Umgebungen, Zugriffe, Services und die Abrechnung von Cloud-Kosten verwalten.

Darauf sollten Unternehmen bei der Cloud Foundation achten

Die Integration von Cloud-Plattformen in eine Organisation ist komplex. So kann gerade die Umsetzung von Multi-Cloud-Strategien bei Organisationen schnell zur Überforderung führen. Um dem entgegenzuwirken, hilft es, eine Cloud Foundation anhand folgender Leitlinien aufzubauen:

Veränderung begrüßen

Wenn Prozesse und Organisationsstrukturen nicht an das Paradigma Cloud angepasst werden, drohen die Ergebnisse der Transformation hinter den Erwartungen zurückzubleiben und das Potenzial des Technologie-Wandels nicht ausgeschöpft zu werden: Starke Automation, On-Demand-Verfügbarkeit von Infrastruktur und eine integrierte User Experience sollten also auch im Unternehmenskontext bei der Cloud-Nutzung gegeben sein.

Früh starten

Cloud-Landschaften gewinnen über die Zeit an Komplexität: Es entstehen immer mehr Cloud-Umgebungen, die Bestehenden entwickeln sich weiter, die Kosten steigen. Wer sich also nicht frühzeitig um eine gute Struktur, klare Verantwortlichkeiten und übergreifende Security-Standards kümmert, läuft Gefahr dem schleichenden Komplexitätszuwachs langfristig nicht gerecht zu werden. Früh starten lohnt sich also.

Die Nutzer:innen in den Mittelpunkt stellen

Meist ist der Geschwindigkeitsgewinn ein wichtiger Entscheidungsfaktor für den Schritt in die Cloud. Wer durch die Nutzung von Cloud-Technologien den Entwicklungsprozess beschleunigen will, sollte sich bei der Gestaltung organisatorischer Prozesse an den Cloud-Nutzer:innen orientieren: Ist der Prozess für sie einfach? Oder müssen sie sich ihre Cloud-Umgebung über verschiedenste funktionale Portale und Prozesse umständlich zusammensuchen? Nur wer administrative Prozesse einfach hält, umgeht Schatten-IT und hebt die angestrebten Geschwindigkeitspotenziale.

Iterativer Aufbau

Ist die Entscheidung “Cloud” getroffen, soll es möglichst schnell losgehen. Häufig führt das zu improvisierten Übergangslösungen, die den langfristigen Skalierungsanforderungen des Unternehmens nicht gerecht werden und früher oder später einer ressourcenintensiven Grunderneuerung bedürfen. Besser ist hier ein iterativer Ansatz: Schmal starten, mit einer Foundation, die kontinuierlich an Funktionalität gewinnt. Hier setzt das Cloud Foundation Maturity Modell an und zeigt auf, welche Grundvoraussetzungen gegeben sein müssen, um nach und nach neue Anwendungsfälle abzudecken.

Das Cloud Foundation Maturity Model

Bildquelle

Wie bereits angedeutet, gibt das Reifegrad-Modell Aufschluss darüber, auf welcher Entwicklungsstufe sich ein Unternehmen in Bezug auf verschiedene Kriterien befindet. 

Ein Assessment orientiert sich an den verschiedenen Verantwortungsbereichen, die in einer Cloud Foundation betrachtet werden: Tenant Management, IAM, Compliance, Managed Services und Chargeback. Innerhalb dieser Themen-Cluster werden mögliche Fähigkeiten aufgezeigt, die entlang der Cloud Journey aufgebaut werden. Um eine Umsetzungsstrategie zu definieren, kann man in diesen drei Schritten vorgehen:

1. Transparenz schaffen

Der erste Schritt dient dazu, Transparenz über aktuelle Fähigkeiten zu schaffen. Denn nur wer weiß, wo die Organisation in ihrer Cloud Journey steht, kann den weiteren Transformationsprozess in die richtige Zielrichtung lenken.

2. Reifegrad bewerten

Die Möglichkeiten, verschiedene Fähigkeiten der Cloud Foundation zu implementieren, reichen von der manuellen Umsetzung –  ein Entwickler ruft ein Mitglied des Cloud Foundation Teams an und bittet um die Bereitstellung einer neuen Cloud-Umgebung, die ihm nach Abfrage einiger Daten manuell angelegt wird – bis hin zur vollen Automatisierung. 

In einem Fall könnten die Entwickler:innen über ein Self-Service-Portal einen strukturierten Prozess durchlaufen, an dessen Ende ihm die gewünschte Umgebung, vorkonfiguriert, unmittelbar zur Verfügung steht. Ein geringer Reifegrad ist hier mit hohem operativen Aufwand und mangelnder Konsistenz verbunden. Die Bewertung nach diesem Kriterium erlaubt es Einsparpotenziale zu erkennen, die es zukünftig zu nutzen gilt.

3. Relevanz evaluieren

Natürlich wird nicht jedes Unternehmen jede mögliche Fähigkeit der Cloud Foundation im Rahmen seiner Cloud Journey aufbauen. Das hängt stets von den individuellen Anforderungen der Organisation ab. Umso wichtiger ist es, die Erwartungen der Entwicklungsteams zu verstehen und sie bei der Entwicklung der Vision für die Cloud Foundation einzubinden. Steht die Vision und mit ihr ein Zielbild, können fehlende Fähigkeiten abhängig von ihrer Relevanz auf die Roadmap für die iterative Weiterentwicklung der Cloud Foundation gesetzt werden.

Mit der Cloud in die digitale Zukunft

Dass das Potenzial der Cloud in vielen Unternehmen noch nicht voll ausgeschöpft wird, hat häufig den Hintergrund, dass bestehende organisatorische Rahmenbedingungen dem Cloud-Mindset entgegenstehen. Nur ein gesamtheitlicher Transformationsprozess, der sowohl Organisation als auch Technologie mit einbezieht, ebnet den Weg in eine digitale Zukunft.

Ein Assessment des Reifegrades der Cloud Journey gibt Klarheit über den aktuellen Stand, hilft ein angestrebtes Zielbild zu erreichen und dient letztlich auch als Kommunikationsinstrument innerhalb der Organisation.  Management, Cloud-Verantwortliche und Entwicklungsteams können so in Einklang handeln und die Potenziale der Cloud entlang ihrer Journey gemeinsam erkunden.

Christina Kraus, Mitgründerin
Christina Kraus
Mitgründerin, meshcloud
Christina Kraus (Bildquelle CLDES) ist Mitgründerin von meshcloud. Nach ihrem Studium der Wirtschaftsinformatik (TU Darmstadt), dem Abschluss des Masterstudiengangs Datenbanksysteme und Informationsmanagement (TU Berlin) sowie Studienerfahrungen in Frankreich und Belgien, war sie zunächst für das Smart Data Forum und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) tätig. Die 30-Jährige, die fünf Sprachen spricht, ist Expertin für Multi-Cloud-Governance und cloudbasierte Geschäftsmodelle. Bei meshcloud verantwortet sie die Bereiche Vertrieb und Kommunikation. Christina Kraus ist Vorstandsmitglied des BITKOM-Arbeitskreises Cloud Services & Digital Ecosystems sowie Mitglied des Rats für Digitalethik der hessischen Landesregierung.

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