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Es vergeht kein Tag, an dem nicht ein Professor, Forscher oder Technologiepapst äußert, dass in einer Welt von Automatisierung und Künstlicher Intelligenz (KI) mehr Arbeitnehmer zur Verfügung stehen werden als die Wirtschaft gebrauchen kann. KI fährt bereits Autos, diagnostiziert Krankheiten und hat sich im Herzen des globalen Finanzsystems etabliert. Wenn Maschinen alles tun, was bleibt dann übrig für den Menschen?

Eine neue Studie von Cognizant trägt den Titel: „21 Jobs der Zukunft - ein Leitfaden wie man einen Arbeitsplatz findet und ihn in den nächsten 10 Jahren behält“. Darin haben die Leiter des Cognizant Centre for the Future of Work mittels Analysen und realen Beispielen zusammengetragen, welche Arten von Berufen bzw. Tätigkeiten im nächsten Jahrzehnt für die Unternehmen und die Gesellschaft als Ganzes von entscheidender Bedeutung sein werden.

Der Weg bis 2028

Die 21 in dem Bericht vorgestellten Tätigkeiten sind keine Science Fiction – es handelt sich um Stellen, die von den Personalabteilungen im nächsten Jahrzehnt besetzt werden müssen. Einige der Tätigkeiten sind hoch technisch, etwa ein Edge Computing Master, während andere, wie etwa ein persönlicher Gedächtniskurator, nicht viel technologisches Wissen mitbringen müssen. Auch wenn manche darauf bestehen, dass eines Tages alle Tätigkeiten auf Technologie basierende Jobs sein werden, so zeichnen die Ergebnisse der Studie ein anderes Bild.

Zu den neuen Jobs, die im nächsten Jahrzehnt entstehen werden, gehören:

  • Datendetektiv: Recherchiert in den organisatorischen Daten im gesamten Unternehmen, generiert betriebliche Antworten und Vorschläge auf Basis der untersuchten Informationen aus verschiedenen Quellen
  • Digitaler Schneider: Besucht Kunden zu Hause, um Kleidung, die diese im Online-Handel bestellt haben, perfekt anzupassen und fertigzustellen
  • Persönlicher Gedächtniskurator: Hilft bei Gedächtnisverlust älterer Kunden, virtuelle Umgebungen zu erschaffen, in denen sie sich aufhalten können
  • Ethikbeauftragter: Stellt sicher, dass die Verteilung des Unternehmenseinkommens den Standards entspricht, die von Kunden und Mitarbeitern erstellt und von einer Ethikkommission des Unternehmens festgeschrieben wurden
  • Spaziergänger/Gesprächspartner: Agiert als Gesprächspartner für ältere Menschen und vernetzt sich mit Senioren über eine Plattform ähnlich wie Uber
  • Edge Computing-Meister: Definiert die IoT-Roadmap, kalkuliert sorgfältig die technischen Anforderungen und bewertet die Machbarkeit des Aufbaus einer Edge Processing-Einheit auch unter Rendite-Gesichtspunkten
  • Cyber-Stadtplaner: Stellt sicher, dass „gesunde“ Daten in den Städten ungehindert fließen können – darunter auch Biodaten, Einwohnerdaten und Investitionsgüterdaten – und sorgt dafür, dass alle Technik- und Übertragungsanlagen störungsfrei funktionieren

Fokus auf die menschliche Note – drei Themenfelder

Die 21 erwähnten Tätigkeiten decken eine Vielfalt von Disziplinen, Märkten und Technologien ab; sie alle bespielen jedoch drei Themenfelder:

  • Coachen: Hilfestellung geben bei dem, was die Menschen tun (z.B. deren Finanzen oder Gewicht managen)
  • Umsorgen: Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen verbessern
  • Vernetzen: Mensch und Maschine; das Physische und Virtuelle; Wirtschaft und Ethik; traditionelle IT und Schatten-IT, bei der Lösungen im Unternehmen erzeugt und genutzt werden, die nicht genehmigt sind, z.B. persönliche Smartphones.

Diese drei Felder zeigen, dass, egal wie technologisch durchsetzt unser Zeitalter auch sein wird, letztlich die menschliche Note gefragt ist. Menschen möchten, dass ihnen Technologie als Werkzeug hilft, aber sie wollen Technologie nicht um der Technologie willen.

Euan Davis, European Head des Cognizant Centre for the Future of Work, erläutert: „Die Arbeit und die dafür erforderlichen Kenntnisse sind über die Jahrhunderte einem beständigen Wandel unterworfen gewesen. Die Tätigkeiten, die in Cognizants neuer Studie beschrieben werden, machen deutlich, dass Technologie ein Werkzeug ist und kein Selbstzweck. Die 21 Jobs in diesem Bericht sind die Basis für einige der – wenn auch nicht für alle – 21 Millionen neuen Arbeitsplätze, die unserer Überzeugung nach in den nächsten 10 bis 15 Jahren entstehen werden. Viele der Jobs der Zukunft gibt es bereits heute: Lehrer, Ärzte und Polizisten werden nicht einfach bald verschwinden, aber viele ihrer Tätigkeitsprofile werden sich mit den neuen Technologien verändern. Die Berufe unserer Eltern werden unseren Kindern mit der Zeit wohl lächerlich vorkommen. Die Technologierevolution wird jeden Aspekt der Gesellschaft erfassen und verändern. Uns steht jedoch keine Cyber-Dystopie ins Haus – eine trostlose, dunkle Singularität –, sondern eher eine wiedererkennbare Welt, in der Technologie die Dinge für uns Menschen verbessert und uns nicht dessen beraubt, woran uns am meisten liegt: unserer eigenen Menschlichkeit.“

Die Studie sollte hier zum Download stehen.

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