Die neue Wiederherstellungsoption lädt Windows-Image und Treiber über Windows Update, auch wenn der Rechner nicht mehr startet. Lokale Daten gehen verloren.
Windows 11: Cloud Rebuild installiert PCs aus der Cloud neu

Microsoft verteilt mit Cloud Rebuild eine neue Wiederherstellungsoption für Windows 11. Sie installiert das Betriebssystem neu, indem sie ein Windows-Image und die Treiber des Geräts über Windows Update herunterlädt, auch wenn Windows nicht mehr startet. Ein USB-Installationsmedium oder ein eigenes Wiederherstellungs-Image ist nicht nötig. Enthalten ist die Funktion im optionalen Vorschauupdate KB5127936 vom 28. Oktober 2026 für Windows 11 25H2 und 26H2. Die Einführung erfolgt schrittweise, sodass die Funktion nicht auf allen berechtigten Geräten sofort verfügbar ist. Getestet hatte Microsoft sie seit Juli im Windows-Insider-Programm.
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Windows 11 bietet bereits über „Diesen PC zurücksetzen” die Option, Windows aus der Cloud herunterzuladen. Cloud Rebuild geht laut Microsoft weiter: Die Funktion lädt zusätzlich die Treiber und ist nicht darauf angewiesen, dass die bestehende Windows-Installation intakt ist. Voraussetzung sind eine funktionierende Windows-Wiederherstellungsumgebung (WinRE), ein kompatibler Netzwerktreiber, ein Internetzugang und Hardware, die die Anforderungen von Windows 11 erfüllt.
Bei der Neuinstallation wird das Systemlaufwerk formatiert. Apps, Einstellungen, Benutzerkonten und lokale Dateien gehen verloren, erhalten bleiben nur Daten, die etwa über OneDrive in der Cloud gesichert sind. Zudem können Nutzer vor der Neuinstallation Dateien entfernen oder Daten über die Löschfunktion der Speicherhardware sicher löschen lassen, etwa bevor ein Gerät weitergegeben wird.
Start über Einstellungen oder WinRE
Starten lässt sich Cloud Rebuild unter Einstellungen > System > Wiederherstellung über die Option „Rebuild PC“. In der deutschen Windows-Version kann die Bezeichnung abweichen, etwa „PC neu aufbauen“ oder „PC neu erstellen“. Startet Windows nicht mehr, ist die Funktion in der Wiederherstellungsumgebung unter Problembehandlung zu finden. Scheitert der Start wiederholt, kann WinRE automatisch geladen werden.
Administratoren können Cloud Rebuild über den Recovery CSP aus der Ferne auslösen und dabei die aktuell installierte oder eine bestimmte Windows-Version wählen. Mit Windows Autopilot und Microsoft Intune verwaltete Geräte werden danach automatisch neu registriert, Richtlinien und Apps neu verteilt. Microsofts Dokumentation bezeichnet die Funktion allerdings weiterhin als Vorschau und rät, sie nur auf Geräten außerhalb des Produktivbetriebs zu testen.
Cloud Rebuild ergänzt die Funktion Quick Machine Recovery, die Microsoft im Oktober auch auf Windows Server 2025 ausgeweitet hat. Sie soll schwerwiegende Startprobleme über gezielte Korrekturen aus Windows Update beheben, ohne das System neu zu installieren.
(red)




