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Skepsis gegenüber Regulierung

Integration bremst softwaredefinierte Fahrzeuge

Deutsche Automotive-Entwickler verwenden 31 Prozent ihrer Arbeit auf grundlegende Integration. Als größtes Risiko für SDVs sehen sie die Komplexität.

Integration bremst softwaredefinierte Fahrzeuge

Softwareentwickler in der deutschen Automobilbranche verwenden im Schnitt 31 Prozent ihrer Entwicklungsarbeit auf grundlegende Integrationsaufgaben statt auf Funktionen, mit denen sich Hersteller vom Wettbewerb abheben. International sind es 35 Prozent. Das zeigt der „Under the Hood: SDV Developer Report 2026″ von QNX, einem Geschäftsbereich von BlackBerry, der Betriebssysteme für Fahrzeuge und andere sicherheitskritische Systeme anbietet.

Das Marktforschungsunternehmen OnePoll befragte dafür zwischen dem 20. Juli und dem 4. August 2026 online 1.100 Embedded-Softwareentwickler aus der Automobilbranche weltweit, darunter 150 in Deutschland. Die Studie erscheint zum zweiten Mal.

Komplexität vor Cyberrisiken

Als größtes Risiko für die erfolgreiche Einführung softwaredefinierter Fahrzeuge (SDVs) in den kommenden fünf bis zehn Jahren nennen 43 Prozent der deutschen Entwickler technische Komplexität und Integration. Es folgen Cyber-Schwachstellen mit 37 Prozent und das Vertrauen der Verbraucher mit 35 Prozent. International ist die Reihenfolge umgekehrt: Cyber-Schwachstellen liegen mit 47 Prozent vor Komplexität und Integration mit 39 Prozent.

Im Arbeitsalltag nennen deutsche Teams Debugging und Tests mit 39 Prozent als größte Herausforderung, knapp vor der Integrationskomplexität mit 38 Prozent. Letztere stieg gegenüber 2025 deutlich von 28 Prozent. Der Anteil der Entwickler, die ihre Entwicklungsumgebung als hervorragend bewerten, sank von 33 auf 19 Prozent. 47 Prozent integrieren Softwarekomponenten verschiedener Anbieter selbst, 20 Prozent entwickeln ihre grundlegende Softwareplattform vollständig intern.

„Wenn ein Drittel der Entwicklungsleistung dafür aufgewendet wird, bereits Vorhandenes neu aufzubauen, fehlt genau dieses Drittel für die differenzierenden Funktionen, die Autofahrern tatsächlich auffallen.”
Justin Moon, Vice President Core Product Engineering bei QNX

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Wiederverwendung als Hebel

89 Prozent der deutschen Befragten setzen dieselbe Basisplattform zumindest teilweise über mehrere Fahrzeugprogramme oder Steuergeräte-Domänen hinweg ein, umfassend jedoch nur 17 Prozent. 68 Prozent sagen, dass eine fehlende gemeinsame Softwarebasis die SDV-Entwicklung bremst, weltweit sind es 75 Prozent. Als wichtigsten Hebel, um Zeit für differenzierende Funktionen zu gewinnen, nennen 39 Prozent der deutschen Entwickler die Wiederverwendung von Software über Fahrzeugprogramme hinweg.

Skepsis gegenüber Regulierung

Cybersicherheitsvorgaben wie der Cyber Resilience Act, die UNECE-Regelung WP.29 und die Norm ISO/SAE 21434 sind in Deutschland mit 45 Prozent die am häufigsten genannte regulatorische Herausforderung. 77 Prozent der deutschen Entwickler halten es für möglich, dass Regulierung mit der technischen Entwicklung Schritt hält, nach 85 Prozent im Vorjahr. Weltweit sind es 86 Prozent. Als wichtigste Kompetenz der kommenden fünf Jahre nennen deutsche Entwickler Echtzeitsysteme (52 Prozent), gefolgt von Cybersicherheit (47 Prozent) und funktionaler Sicherheit (46 Prozent).

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KI wird Teil des Arbeitsalltags

Als „transformativ” bezeichnen nur noch 22 Prozent der deutschen Entwickler KI, 2025 waren es 39 Prozent. Der Anteil derjenigen, die KI eine bedeutende und in Entwicklungsabläufe integrierte Rolle zuschreiben, stieg dagegen von 53 auf 66 Prozent. International sank der Anteil „transformativer” Erwartungen von 36 auf 25 Prozent.

(red/QNX)

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