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Deutschland setzt auf Pilotprojekte

KI-Einführung: 68 Prozent sehen Standard-KI als unpassend

Laut YouGov-Umfrage für Infor erfüllt generische KI bei zwei Dritteln der Firmen die Branchenanforderungen nicht. Oft fehlt ein Verantwortlicher.

KI-Einführung: 68 Prozent sehen Standard-KI als unpassend

68 Prozent der Unternehmen sehen ihre Anforderungen durch allgemeine KI-Lösungen nicht ausreichend erfüllt. Das ergab die zweite Ausgabe des „Enterprise AI Adoption Impact Index”, den das Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag des ERP-Anbieters Infor erstellt hat. Befragt wurden im August 2026 insgesamt 2.111 Entscheider in Großbritannien, den USA, Singapur, Japan, Frankreich, Australien und Deutschland, davon 258 in Deutschland. Gefragt wurde, ob generische KI-Lösungen die regulatorischen Anforderungen sowie die Abläufe und Daten der jeweiligen Branche angemessen abdecken. In sechs der sieben Märkte verneinte dies eine Mehrheit. Infor bietet selbst branchenspezifische KI-Lösungen an.

Industrie und Großhandel besonders unzufrieden

Im produzierenden Gewerbe sehen 73 Prozent der Befragten ihre Anforderungen durch Standard-KI nicht erfüllt. In der Distribution sind es 76 Prozent, im Einzelhandel 69 Prozent.

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Deutschland setzt auf Pilotprojekte

59 Prozent der Unternehmen planen, ihre KI-Investitionen in den kommenden zwölf Monaten zu erhöhen. Im Vergleich zur ersten Erhebung vom April 2026 haben US-Unternehmen die Einführung von KI beschleunigt. Deutsche Unternehmen weiten nach den Ergebnissen eher schrittweise Pilotprojekte aus. In Großbritannien nahm die KI-Nutzung leicht zu, die berichtete Effizienz jedoch ab. 54 Prozent der Führungskräfte trauen autonomen Agenten zu, kritische Geschäftsprozesse ohne Überwachung jedes einzelnen Schritts zu übernehmen. 11 Prozent wünschen sich, dass wichtige Entscheidungen ohne KI getroffen werden.

Verantwortung oft ungeklärt

Wer die Verantwortung trägt, wenn KI Fehler macht, ist in vielen Unternehmen nicht eindeutig geregelt. 23 Prozent nennen den CEO oder die Unternehmensleitung, 22 Prozent den CIO oder CTO, 15 Prozent ein KI-Komitee und 10 Prozent einzelne Abteilungsleiter. Weitere 15 Prozent geben an, dass keine einzelne Person zuständig oder die Zuständigkeit unklar ist. Einen Chief AI Officer haben 10 Prozent der Unternehmen. Als größte Herausforderung für ihre KI-Strategie nennen 33 Prozent Datensicherheit, Datensouveränität oder Compliance.

(red/Infor)

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