KI-Spezialist gekauft

Adobe schließt Übernahme von Topaz Labs ab

Adobe
Bildquelle: Mats Wiklund / Shutterstock.com

Adobe hat die Übernahme von Topaz Labs abgeschlossen und integriert dessen KI-Technologie zur Bild- und Videoverbesserung in seine Creative-Cloud-Produkte.

Adobe hat am 23. September die Übernahme von Topaz Labs abgeschlossen, einem auf KI-gestützte Bild- und Videoverbesserung spezialisierten Unternehmen. Die Transaktion war bereits am 25. Juni 2026 angekündigt worden und stand zuletzt noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen sowie weiterer üblicher Abschlussbedingungen.

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Bereits seit Juli 2025 Teil von Firefly und Photoshop

Topaz Labs ist bekannt für Anwendungen wie Topaz Photo, Topaz Video und Topaz Gigapixel, die Bild- und Videomaterial hochskalieren, Rauschen reduzieren und archiviertes Filmmaterial restaurieren können, ohne dabei den natürlichen Look der Aufnahmen zu verlieren. Teile dieser Technologie waren bereits seit Juli 2025 in Adobe Firefly und Photoshop integriert. Zeke Koch, VP of Product Management für den KI-Bereich Firefly bei Adobe, hatte die damalige Kooperation seinerzeit so kommentiert: „Topaz Labs ist wirklich interessant … sie machen das, was wir für das beste Upsampling halten.“

Neurostream als zentrale Technologie

Zentrales Element der Übernahme ist Topaz‘ eigene Neurostream-Technologie, mit der sich komplexe KI-Modelle entweder direkt auf dem eigenen Gerät oder über eine Cloud-Option von Topaz Labs verarbeiten lassen. Nach Angaben von Topaz reduziert die Technologie den Bedarf an Grafikspeicher (VRAM) für große KI-Modelle um bis zu 95 Prozent. Adobe kündigte an, die Leistung der Topaz-Labs-Modelle künftig weiter zu optimieren und schrittweise tiefer in bestehende Creative-Cloud-Arbeitsabläufe zu integrieren, etwa zur Restaurierung von Archivmaterial, zur Verbesserung von Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen, zur Aufwertung mobiler Videoclips sowie zur Vorbereitung von Inhalten für die große Leinwand.

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Topaz bleibt eigenständige Marke

Topaz Labs bleibt nach Angaben von Adobe als eigenständige Marke bestehen, sämtliche Apps und Modelle des Unternehmens sollen weiterhin auch als eigenständige Produkte verfügbar sein. Topaz-Labs-CEO Eric Yang wechselt im Zuge der Übernahme in Adobes Digital-Video-and-Audio-Team. Adobe erklärte zudem, der Support für Bestandskunden beider Unternehmen bleibe unverändert bestehen. Nach eigenen Angaben von Topaz Labs setzen 20 der 50 größten Unternehmen der Welt sowie nach eigener Aussage „Millionen von Kunden“ auf die Werkzeuge des Unternehmens; die eigenständigen Abonnements beginnen bei 12 US-Dollar im Monat und reichen bis 34 US-Dollar im Monat für den unbegrenzten Zugriff auf alle Topaz-Labs-Werkzeuge.

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Finanzielle Details bleiben unklar

Über den finanziellen Umfang der Übernahme machte Adobe keine Angaben. Topaz Labs war zuletzt bereits mit einem Emmy Award für Videotechnologie im Jahr 2025 ausgezeichnet worden. Mit der Übernahme reiht sich Adobe in eine Reihe großer Technologiekonzerne ein, die zuletzt gezielt spezialisierte KI-Anbieter im Bereich Bild- und Videobearbeitung aufgekauft haben, um eigene generative KI-Produkte wie Firefly auszubauen.

(red)

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