Nutzer berichten, dass eine KI-Funktion in iOS 27 bis zu 16 Gigabyte Speicherplatz belegt, selbst wenn sie deaktiviert oder nicht verfügbar ist.
Zahlreiche iPhone-Nutzer beklagen sich, dass die KI-Funktion Apple Intelligence unter iOS 27 einen ungewöhnlich großen Teil des lokalen Speicherplatzes belegt, auch wenn sie die Funktion gar nicht nutzen oder in ihrer Region noch nicht darauf zugreifen können. Einen einfachen Weg, den Speicherplatz zurückzugewinnen, gibt es bislang nicht.
Bis zu 16 Gigabyte ohne erkennbaren Nutzen
Betroffene Nutzer berichten von Werten zwischen 9 und 16 Gigabyte, die Apple Intelligence auf ihren Geräten beansprucht. Auf der Plattform Reddit teilte ein Nutzer mit: „Bevor ich auf iOS 27 aktualisiert habe, hatte ich 25 GB freien Speicher. Jetzt sind es 5,6 GB. Ich habe nichts mehr zum Löschen auf meinem Handy. Apple, was macht ihr da?“ Auch die Fachredaktion von Cybernews überprüfte den Effekt an einem eigenen iPhone 15 Pro Max, bei dem Siri und Apple Intelligence durchgehend deaktiviert waren: Das Gerät zeigte dennoch 11,59 Gigabyte an belegtem Speicher für Apple Intelligence, womit das gesamte iOS-System mehr als 10 Prozent des Gesamtspeichers eines 256-Gigabyte-Modells beanspruchte.
Betroffen sind offenbar auch Nutzer in Regionen, in denen die KI-gestützte Version von Siri derzeit noch gar nicht verfügbar ist. Ein Nutzer aus der EU, wo die KI-Version von Siri aus rechtlichen Gründen nicht angeboten wird, berichtete dennoch von 15,3 Gigabyte belegtem Speicher.
Kein einfacher Weg zur Freigabe
Das bloße Deaktivieren von Siri oder Apple Intelligence in den Einstellungen gibt den belegten Speicherplatz nach übereinstimmenden Nutzerberichten nicht automatisch wieder frei.
Sprachänderung als Workaround
Als wirksamer Workaround verbreitet sich in Nutzerforen die Umstellung der Siri-Sprache auf eine derzeit nicht offiziell unterstützte Variante. Nach Angaben von Apple ist die KI-Version von Siri in der EU nicht verfügbar, funktioniert nicht in China und steht regulär nur zur Verfügung, wenn sowohl Geräte- als auch Siri-Sprache auf Englisch eingestellt sind. Nutzer berichten, dass die Auswahl von britischem, kanadischem, irischem oder neuseeländischem Englisch für Siri beziehungsweise die Geräteregion den Speicherbedarf der KI-Funktion deutlich reduziert; bei einem Nutzer sank der Bedarf durch die Umstellung auf britisches Englisch auf lediglich 126 Megabyte.
Bei einem Test der Cybernews-Redaktion sank der belegte Speicher nach Umstellung der Siri-Sprache auf Niederländisch und einem anschließenden Geräteneustart von 11,59 auf 5,03 Gigabyte. Von einer Änderung des Länder- oder Regioneinstellung des Apple-Accounts selbst wird abgeraten, da dies unter Umständen die Kündigung bestehender Abonnements sowie den Verbrauch eines eventuell vorhandenen Guthabens erfordert.
Zusätzlicher Ärger durch Werbehinweise
Parallel dazu beschweren sich Nutzer über dauerhaft eingeblendete, nicht abweisbare Hinweise in den Einstellungen, die etwa für iCloud+-Speicher, kostenlose Testphasen von Diensten wie Apple Music und Apple TV sowie die erweiterte Garantie AppleCare+ werben. Die Hinweise erscheinen sowohl direkt auf dem App-Symbol der Einstellungen als auch weit oben innerhalb der Einstellungen-App selbst.
(red)