Wachsender Widerstand

Sam Altman über KI-Transformation: „Wir waren alle zu ehrgeizig mit den Zeitplänen“

Sam Altman
Bildquelle: Photo Agency/Shutterstock.com

OpenAI-Chef Sam Altman räumt ein, dass der Wandel durch KI langsamer verläuft als gedacht. Grund sei die Beharrungskraft gewohnter Abläufe.

OpenAI-CEO Sam Altman hat in einem Gespräch mit dem Podcaster David Senra eingeräumt, dass die KI-Branche die Geschwindigkeit des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandels überschätzt hat. Obwohl die Nutzung von KI-Chatbots in den USA zunimmt – rund 49 Prozent der Erwachsenen nutzen die Technologie mittlerweile –, hinkt der flächendeckende Umstieg den ursprünglichen Prognosen der Tech-Konzerne hinterher. Der Hauptgrund liege in der Trägheit des Marktes und der Gewohnheit der Menschen, an vertrauten Werkzeugen und etablierten Anbietern festzuhalten. Sam Altman erklärte rückblickend zu seinen bisherigen Annahmen:

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„Ich glaube, ich habe mich in ein paar Dingen geirrt. Eines davon ist einfach die Tatsache, dass die Wirtschaft so viel Trägheit besitzt. Die Menschen tun weiterhin dieselben Dinge… sie kaufen bei demselben Unternehmen, sie wollen ihre Werkzeuge weiterhin auf dieselbe Weise nutzen.“

Sam Altman, OpenAI-CEO

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Altman bewertet diese gesellschaftliche Beharrungskraft dennoch positiv: Sie sorge dafür, dass der große Transformationsprozess geordneter und langsamer ablaufe, wofür er letztlich dankbar sei.

Wachsender Widerstand und Kritik an der Branchenkommunikation

Die verlangsamte Akzeptanz geht einher mit wachsendem Gegenwind aus der Bevölkerung. Sorgen vor Arbeitsplatzverlusten durch Automatisierung, der Bau energieintensiver Rechenzentren, Vorfälle mit fehlerhaften KI-Agenten sowie die Schwemme minderwertiger KI-Inhalte im Netz belasten das Vertrauen.

Altman vergleicht die aktuellen Vorbehalte mit den Ängsten während der Industriellen Revolution, übt aber auch deutliche Kritik an der Argumentation der KI-Branche. Das Versprechen, einige wenige Konzerne sollten die Kontrolle über KI behalten und im Gegenzug für Sicherheit und Überfluss sorgen, bezeichnete er als „antihumanen“ Verkaufsansatz. Eine breite Akzeptanz könne nur gelingen, wenn KI das Individuum stärkt, das Unternehmertum fördert und echte Autonomie ermöglicht.

(red)

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