Der anhaltende Engpass bei Arbeitsspeichern beschert Samsung einen Rekordmarktanteil im globalen DRAM-Geschäft.
Samsung Electronics hat im weltweiten DRAM-Markt einen historischen Höchststand beim Marktanteil erreicht. Haupttreiber dieser Entwicklung ist die anhaltende globale Speicherkrise, die durch den enormen Bedarf an Hardware für Künstliche Intelligenz (KI) und Rechenzentren angefeuert wird.
Durch die Fokussierung der Chipbranche auf extrem nachgefragten HBM-Speicher (High Bandwidth Memory) für KI-Beschleuniger kam es bei herkömmlichen DRAM-Bausteinen (wie DDR5 und LPDDR5X) zu gravierenden Lieferengpässen und drastischen Preisanstiegen. Samsung konnte dank seiner enormen Fertigungskapazitäten diese Lücke am effizientesten füllen und seine Marktführerschaft weiter ausbauen.
KI-Boom treibt Preise und Absatzzahlen
Während Wettbewerber wie SK Hynix und Micron stark in der HBM-Spezialfertigung gebunden sind, nutzte Samsung seine Skaleneffekte, um die weltweite Nachfrage sowohl bei Server-DRAM als auch bei Speicherbausteinen für PCs und Smartphones bedienen zu können. Hauptfaktoren für den Rekordwert sind:
- Steigende Verkaufspreise (ASP): Die weltweite Verknappung trieb die Preise für Arbeitsspeicher über alle Segmente hinweg drastisch nach oben.
- Hohe Fertigungskapazitäten: Samsung konnte Chipleistungen schneller skalieren als die Konkurrenz.
- Starkes Server- und Mobile-Geschäft: Hohe Nachfrage nach modernem DDR5- und LPDDR5X-Arbeitsspeicher.
Ausblick auf den Speichermarkt
Marktanalysten gehen davon aus, dass die Anspannung auf dem globalen Speichermarkt vorerst anhalten wird. Die knappen Fertigungskapazitäten bei den führenden Halbleiterherstellern sorgen weiterhin für ein hohes Preisniveau, von dem Großproduzenten wie Samsung überproportional profitieren.
(red)