Engpässe bei KI-Kapazitäten

Google drosselt KI-Zugang für Meta

Meta
Bildquelle: Koshiro K / Shutterstock.com

Google hat den Zugriff von Meta auf seine Gemini-Modelle eingeschränkt. Der Facebook-Mutterkonzern nutzte die fremde KI heimlich für interne Projekte.

Google hat die Nutzung seiner künstlichen Intelligenz Gemini durch den Facebook-Mutterkonzern Meta eingeschränkt. Berichten der Financial Times zufolge informierte Google das Partnerunternehmen bereits um den März 2026 herum darüber, dass die gewünschten Kapazitäten aufgrund der extrem hohen Nachfrage nach Rechenleistung nicht vollständig bereitgestellt werden können. Diese Drosselung ist weiterhin aktiv und hat zu Verzögerungen sowie Störungen bei internen KI-Projekten von Meta geführt. Infolgedessen wies das Management von Meta die Belegschaft an, sparsamer mit den sogenannten Token umzugehen, welche die verarbeiteten Dateneinheiten messen.

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Heimliche Nutzung für Kernbereiche des Meta-Konzerns

Obwohl Meta Milliarden in die Entwicklung der eigenen Llama-Modellfamilie investiert, greift das Unternehmen für wichtige interne Abläufe auf die Konkurrenztechnologie von Google zurück. Den Berichten zufolge setzte Meta die Gemini-Modelle für den Kundenservice, Chatbots für Werbekunden, Programmieraufgaben sowie für die Erkennung von Betrugsversuchen und das Entfernen schädlicher Inhalte ein.

Der Grund für diese Entscheidung war die höhere Leistungsfähigkeit von Gemini im Vergleich zu den eigenen Systemen. Neben Googles Technologie nutzt Meta offenbar auch Modelle des Anbieters Anthropic. Da Meta im Gegensatz zu Google, Microsoft oder Amazon keine eigene Cloud-Infrastruktur betreibt, ist der Konzern auf externe Kapazitäten angewiesen.

Hohe Auslastung der globalen Rechenzentren

Der Engpass betrifft nicht nur Meta, sondern auch andere Kunden von Google Cloud, wenn auch in geringerem Ausmaß. Die Nachfrage nach Rechenleistung wächst derzeit schneller, als neue Rechenzentren gebaut werden können. Im abgelaufenen Quartal verarbeiteten Googles eigene Modelle über die direkte Programmierschnittstelle mehr als 16 Milliarden Token pro Minute, was einem Zuwachs von 60 Prozent gegenüber dem Vorquartal entspricht.

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Der Auftragsbestand von Google Cloud stieg auf über 460 Milliarden US-Dollar. Meta versucht langfristig, die Abhängigkeit von Wettbewerbern durch den Ausbau eigener Rechenzentren und die Entwicklung maßgeschneiderter MTIA-Beschleunigerchips in Zusammenarbeit mit Broadcom zu verringern.

(red)

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