Die Universität Paderborn baut ihren Hochleistungsrechner „Otus“ weiter aus.
Wie die Hochschule mitteilt, wird das erst 2025 in Betrieb genommene HPC-System (High Performance Computing) mit zusätzlichen Rechenknoten und mehr Speicherkapazität ausgestattet. Für das Vorhaben stehen mehr als 12 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln bereit. Die Inbetriebnahme der erweiterten Anlage ist für Ende 2026 vorgesehen.
Mehr Rechenleistung für wissenschaftliche Projekte
Von der Erweiterung sollen insbesondere Forschungsbereiche profitieren, die auf besonders hohe Rechenkapazitäten angewiesen sind. Dazu zählen unter anderem Materialforschung, Molekularsimulationen, Physik und Chemie sowie Anwendungen aus den Bereichen Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen.
Der Kaufvertrag für den Ausbau wurde mit der pro-com DATENSYSTEME GmbH geschlossen. Das bestehende Lenovo-System erhält zusätzliche CPU- und GPU-Rechenknoten sowie eine Erweiterung des Massenspeichers.
Fokus auf moderne Hardware
Geplant ist unter anderem der Einsatz weiterer Rechenknoten mit AMD-Prozessoren und größerem Arbeitsspeicher. Darüber hinaus wird das System um neue GPU-Technologien erweitert. Neben NVIDIA-Hopper-GPUs kommen erstmals auch Rechenknoten mit NVIDIA-B200-GPUs und ARM-Prozessoren zum Einsatz. Zusätzlich wird das IBM-Speichersystem technisch und kapazitiv ausgebaut.
Bedeutung für das nationale Hochleistungsrechnen
Die Investition kommt nicht nur der Universität Paderborn zugute. Ein Teil der zusätzlichen Rechenkapazität steht dem landesweiten hpcFachCluster.nrw sowie dem bundesweiten Netzwerk für Nationales Hochleistungsrechnen (NHR) zur Verfügung. Damit soll die Infrastruktur für rechenintensive Forschungsprojekte in Deutschland weiter gestärkt werden.
NHR-Konferenz findet in Paderborn statt
Bereits vom 14. bis 17. September wird die Universität Paderborn Gastgeber der NHR-Konferenz sein. Forschende, Ingenieurinnen und Ingenieure sowie Vertreter aus Wissenschaft und Politik diskutieren dort aktuelle Entwicklungen im Hochleistungsrechnen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Anwendungen der Künstlichen Intelligenz, atomare Simulationen und neue Hardware-Technologien.
(red/Universität Paderborn)