Der Produktivitätsdienst Notion stellt Notion Mail am 22. September ein. Grund ist der verstärkte Fokus auf die Verwaltung durch autonome KI-Agenten.
Das Softwareunternehmen Notion hat angekündigt, seinen E-Mail-Client Notion Mail zum 22. September 2026 einzustellen. Der Schritt betrifft die Anwendungen auf allen Plattformen wie Web, Desktop und Mobilgeräte. Nach Angaben des Anbieters resultiert diese Entscheidung aus einer veränderten Nutzung durch die Anwender. Mehr als die Hälfte der Nutzer verwalte elektronische Nachrichten bereits über integrierte KI-Agenten, ohne den klassischen Posteingang direkt zu öffnen. Aus diesem Grund verlagert das Unternehmen seine Entwicklungsprioritäten von einer traditionellen Nutzeroberfläche hin zu agentenbasierten Arbeitsabläufen. Zu dieser strategischen Änderung hieß es vonseiten des Unternehmens:
„Da die Agenten von Notion immer leistungsfähiger geworden sind, haben wir festgestellt, dass mehr Nutzer ihre E-Mail-Workflows an sie übergeben.“
Notion
Fristen für den manuellen Datenexport bei Notion
Da Notion Mail im Hintergrund mit Google Gmail synchronisiert wurde, verbleiben die empfangenen und gesendeten E-Mails im regulären Gmail-Posteingang der Anwender. Bestimmte Daten und Einstellungen, die ausschließlich innerhalb des Clients von Notion existieren, werden jedoch zum Stichtag dauerhaft gelöscht. Betroffene Nutzer müssen bis zum 21. September 2026 Entwürfe, geplante E-Mails, Textbausteine und automatisierte Regeln für die Zuweisung von Labels manuell exportieren, um Datenverlusten vorzubeugen.
Neben dem Posteingang wird zum 22. September auch die automatische Synchronisierung von E-Mails in bestehende Notion-Datenbanken beendet. Bereits importierte Datenzeilen bleiben in den Datenbanken erhalten, es werden jedoch keine neuen Nachrichten mehr automatisch hinzugefügt. Das Unternehmen hatte den Dienst nach der Übernahme des verschlüsselten E-Mail-Startups Skiff im Jahr 2024 aufgebaut.
(red)