OpenAI und Broadcom haben den KI-Chip Jalapeno entwickelt. Er soll ab Ende 2026 die Inferenz von ChatGPT kostengünstiger und effizienter verarbeiten.
Das KI-Unternehmen OpenAI hat in Zusammenarbeit mit dem Halbleiterhersteller Broadcom seinen ersten maßgeschneiderten KI-Chip mit dem Namen Jalapeno vorgestellt. Bei dem Prozessor handelt es sich um einen anwendungsspezifischen integrierten Schaltkreis (ASIC). Branchenexperten zufolge sind solche anwendungsspezifischen Chips weniger flexibel als die Grafikprozessoren (GPUs) von Nvidia, dafür jedoch kostengünstiger und exakt auf spezifische KI-Aufgaben wie die Inferenzverarbeitung von ChatGPT und anderen Diensten ausgerichtet.
OpenAI hat den Chip nach eigenen Angaben innerhalb von neun Monaten entworfen und parallel dazu auch weite Teile des Computersystems entwickelt, in dem die Hardware künftig eingesetzt wird. Das Unternehmen verfolgt damit das Ziel, die technologische Infrastruktur hinter seinen Modellen eigenständig aufzubauen. OpenAI erklärte dazu:
„Indem wir mehr vom Stack selbst entwerfen, können wir mehr Intelligenz mit größerer Effizienz bereitstellen und fortschrittliche KI weiter in Richtung eines breiteren Zugangs vorantreiben.“
OpenAI
Zeitplan für die Infrastruktur des OpenAI-Chips und Auslieferung
Die beiden Partner bezeichnen den Chip als Intelligenz-Prozessor und beschreiben ihn als den ersten KI-Beschleuniger innerhalb einer neuen Plattform. Diese soll dazu beitragen, fortschrittliche Anwendungen künstlicher Intelligenz schneller, zuverlässiger und für mehr Menschen zugänglich zu machen.
Ein physisches Muster des neuen Prozessors wurde am Mittwoch an OpenAI übergeben. Die Unternehmen planen den ersten operativen Einsatz der Jalapeno-Chips für das Ende des Jahres 2026. In den darauffolgenden Jahren soll die Nutzung der Eigenentwicklung kontinuierlich ausgeweitet werden.
(red)