Wachsende Kontrolle Chinas

Meta-Deal: China stoppt Ausreise der Manus-Gründer

Meta
Bildquelle: Skorzewiak /Shutterstock.com

China hat zwei Gründer des KI-Start-ups Manus daran gehindert, das Land zu verlassen, während die Behörden prüfen, ob die Übernahme des Unternehmens durch Meta im Wert von rund zwei Milliarden US-Dollar gegen chinesische Investitionsvorschriften verstößt.

Dies berichtete die Financial Times unter Berufung auf Insiderinformationen.

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Gründer unter behördlicher Beobachtung

Die Manus-Geschäftsführerin Xiao Hong und der leitende Wissenschaftler Ji Yichao wurden zu einem Treffen mit der Nationalen Entwicklungs- und Reformkommission (NDRC) in Peking eingeladen. Nach dem Termin teilten die Behörden den beiden mit, dass sie vorerst nicht ausreisen dürfen. Innerhalb Chinas können sie sich jedoch frei bewegen.

Manus habe nach Angaben der Financial Times inzwischen rechtliche und beratende Unterstützung eingeschaltet, um die Situation zu klären.

Übernahme durch Meta und mögliche rechtliche Prüfung

Im Dezember 2025 hatte Meta angekündigt, Manus zu übernehmen. Das Start-up entwickelt KI-Agenten, die als digitale Mitarbeitende Aufgaben wie Recherche oder Automatisierung mit minimaler Eingabe erledigen können. Die genauen finanziellen Details wurden nicht veröffentlicht, Quellen zufolge lag der Unternehmenswert bei rund zwei bis drei Milliarden US-Dollar.

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Chinas Handelsministerium hatte bereits zu Beginn des Jahres angekündigt, die Übernahme von Manus durch Meta einer Überprüfung zu unterziehen, um sicherzustellen, dass alle regulatorischen Vorgaben eingehalten werden.

Ein Sprecher von Meta erklärte gegenüber Reuters: „Die Transaktion entspricht vollständig den geltenden Gesetzen. Wir erwarten eine angemessene Lösung der Prüfung.“ Auf Anfragen von Reuters reagierten weder das chinesische Ministerium für öffentliche Sicherheit noch Manus unmittelbar.

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Internationale Reaktionen und Bedeutung

Der Fall unterstreicht die wachsende Kontrolle Chinas über ausländische Investitionen in strategische Technologien wie künstliche Intelligenz. Experten beobachten, dass regulatorische Prüfungen zunehmend auch Auswirkungen auf globale Übernahmepläne großer Tech-Unternehmen haben können, insbesondere wenn KI-Start-ups betroffen sind, die als kritisch für wirtschaftliche Innovationen gelten.

Die Entscheidung Chinas könnte für Meta nicht nur finanzielle, sondern auch operative Konsequenzen haben, da die Integration von Manus-Technologien und die internationale Expansion dadurch verzögert werden könnten.

Pauline Dornig

Pauline

Dornig

Online-Redakteurin

IT Verlag GmbH

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