Der Cybersicherheitsanbieter Trend Micro stellt sein Unternehmensgeschäft unter eine neue Marke. Der Name TrendAI soll die strategische Neuausrichtung auf KI-Sicherheit signalisieren.
Trend Micro hat bekannt gegeben, dass der Enterprise-Geschäftsbereich ab sofort unter dem Namen TrendAI firmiert. Das Unternehmen begründet den Schritt mit der zunehmenden Bedeutung von KI-Systemen in Unternehmensinfrastrukturen und den damit verbundenen Sicherheitsrisiken.
Hinter dem Rebranding steht der Versuch, den eigenen Wandel sichtbar zu machen: weg von einem breiten Portfolio einzelner Sicherheitsprodukte, hin zu einer einheitlichen Plattform. Die zentrale Lösung heißt künftig TrendAI Vision One.
Vier Prinzipien für KI-Sicherheit
TrendAI soll sich dabei an vier Kernprinzipien orientieren: Transparenz darüber, wie KI eingesetzt wird und wie Systeme miteinander interagieren; Verständnis von Kontext und Absicht hinter diesen Interaktionen; Durchsetzung von Richtlinien für KI-gesteuerte Aktionen, und die Einbindung menschlicher Aufsicht an kritischen Entscheidungspunkten.
Rachel Jin, die als Chief Platform and Business Officer die neue Sparte leitet, formuliert den Anspruch so: „Das ist eine grundlegend neue Art, Cybersicherheit zu denken. Während KI-Systeme zunehmend Verantwortung übernehmen, muss sich Sicherheit von der Reaktion auf Ereignisse hin zum Verständnis von Intentionen und zur Steuerung maschinengesteuerter Aktionen weiterentwickeln. TrendAI ist darauf ausgerichtet, wie unsere Kunden heute arbeiten: Wir verbinden jahrzehntelange Threat Intelligence mit echter Praxiserfahrung, um Unternehmen dabei zu helfen, Risiken zu reduzieren, schneller zu agieren und mit Maschinengeschwindigkeit sicher zu arbeiten.“
Neben dem neuen Namen kündigt das Unternehmen mehrere begleitende Maßnahmen an. Dazu gehören ein Podcast namens TrendAI AI Security Brief, eine globale Eventreihe unter dem Titel TrendAI Spark sowie zwei Partnerschaften: eine mit dem Incident-Response-Dienstleister S-RM für Post-Breach-Workflows und eine mit HackerVerse für unabhängiges Adversarial Testing mit autonomen KI-Agenten, die auf Basis von MITRE-ATT&CK-Techniken die Erkennungsleistung validieren sollen.
Zahlreiche Sicherheitsanbieter positionieren sich derzeit offensiv im KI-Segment, teils mit substanziellen Produktänderungen, teils vor allem mit neuer Verpackung. Ob TrendAI über das Marketing hinaus einen tatsächlichen technologischen Unterschied markiert, wird sich an der Plattform messen lassen müssen. Das Kerngeschäft von Trend Micro, also alles außerhalb des Enterprise-Segments wie etwa das Consumer-Geschäft, bleibt vom Namenswechsel unberührt.