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Keine Deinstallation empfohlen

Windows Server: Oktober-Patches stören Exchange & Mailflow

Oktober-Updates für Windows Server stören Exchange: OWA-Logins scheitern und Mails bleiben hängen. Microsoft rät zu einem Registry-Fix.

Windows Server: Oktober-Patches stören Exchange & Mailflow
Quelle: Stockinq / Shutterstock.com

Die aktuellen Sicherheitsupdates für Windows Server vom Oktober 2026 führen auf On-Premises-Systemen mit Microsoft Exchange zu spürbaren Funktionsstörungen. Betroffene Administratoren berichten über fehlschlagende Anmeldungen an der Web-Oberfläche, feststeckende Nachrichten im Postausgang sowie Probleme bei der Postfachreplikation.

Laut einer Warnung im Microsoft Release Health Dashboard treten die Fehler auf Servern ab Windows Server 2019 auf. Betroffene Nutzer können sich häufig nicht mehr an Outlook on the Web (OWA) anmelden oder erhalten Fehlermeldungen beim Zugriff auf ihre Postfächer. In den Anwendungsprotokollen häufen sich dabei Einträge mit der Event-ID 1006 und der Meldung MapiExceptionMdbOffline: Unable to make connection to the server. (hr=0x80004005, ec=1142). Zudem verbleiben über Outlook versendete E-Mails im Postausgang, ohne zugestellt zu werden.

Keine Deinstallation empfohlen

Microsoft stellte klar, dass die Probleme nicht durch die zeitgleich veröffentlichten Sicherheitsupdates für Exchange Server verursacht werden, sondern auf die Windows-Betriebssystem-Patches zurückgehen. Jede Exchange-Version, die auf den betroffenen Windows-Server-Builds läuft, kann je nach Serverauslastung in Mitleidenschaft gezogen werden. Der Konzern warnt ausdrücklich davor, die Exchange-Sicherheitsupdates zu deinstallieren.

Auslöser ist ein neues Standardlimit für den Arbeitsspeicher des RPC-Endpoint-Mappers bei der Verarbeitung gleichzeitiger Endpoint-Lookup-Aufrufe. Der mit den Oktober-Updates eingeführte Standardwert von maximal 512 gleichzeitigen Aufrufen reicht bei hoher Serverlast nicht aus, wodurch Anfragen verworfen werden.

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Registry-Workaround für Administratoren

Bis zur Bereitstellung eines dauerhaften Software-Fixes empfiehlt Microsoft betroffenen Unternehmen einen Workaround über die Windows-Registrierung. Über eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten kann das Limit für gleichzeitige Lookup-Aufrufe angehoben werden:

reg add "HKLM\SOFTWARE\Microsoft\Rpc" /v EpmapSavedContextCap /t REG_DWORD /d 65536 /f

Nach der Ausführung des Befehls muss der Server neu gestartet werden. Microsoft rät, die Exchange-Umgebung nach dem Reboot genau zu überwachen und das Limit bei anhaltender Spitzenlast gegebenenfalls weiter anzupassen.

Die Störung fällt für viele Administratoren in eine ohnehin kritische Phase: Nach einer im Frühjahr gewährten sechsmonatigen Verlängerung beendet Microsoft in diesem Monat endgültig die erweiterten Sicherheitsupdates (ESU) für Exchange Server 2016 und 2019.

(red)

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